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75 Jahre Jaguar

Jubiläumsfahrt vom Stammsitz Gaydon nach Goodwood

75 Jaguar-Oldtimer Foto: Jaguar 25 Bilder

Vor 75 Jahre wurde die Marke Jaguar gegründet. Jetzt beging sie das Jubiläum mit einer Tour von Gaydon über London nach Goodwood zum Revival Meeting: 75 Privatiers mit Modellen aus nahezu jedem Lebensjahr der Marke wurden eingeladen, an dieser Sternfahrt teilzunehmen.

20.09.2010 Powered by

75 Jahre Jaguar - ein Grund zum Feiern: Die Queen mochte sich noch von den Anstrengungen des Papst-Besuches erholen, da zog am frühen Morgen schon ein riesiges Starterfeld direkt vor den Toren des Buckingham Palaces vorbei: 75 betagte Jaguar-Modelle vom Schlage eines  SS100, XK, C- und D-Type, E-Type und XJ-S machten sich auf den Weg zum Goodwood Revival Meeting, um dort mit mehr als 140.000 Zuschauern das Jubiläum der Marke zu feiern.

75 Jahre Jaguar: Jubiläumsfahrt vom Stammsitz Gaydon nach Goodwood 4:30 Min.

Aus SS Cars Ltd. wurde 1945 Jaguar

Am Abend vorher hatte Jaguar standesgemäß im berühmten Mayfair Hotel gefeiert - schließlich wurde dort am 21. September 1935 der erste Jaguar SS 100 von Firmengründer William Lyons vorgestellt - zu einem Zeitpunkt, zu dem die Firma selbst noch S.S. Cars Ltd. hieß. Aus der Modellbezeichnung Jaguar wurde erst 1945 der offizielle Firmenname Jaguar Cars Ltd. Bei der Jubiläumsgala  war auch der langjährige Testfahrer Norman Dewis dabei, der am 3. August  90 Jahre alt geworden ist und somit schon 15 Lenze zählte, als die Marke gerade erst geboren wurde. Dewis war von 1952  bis 1985 Chief Test Development Engineer und ist in seiner aktiven Zeit mit so berühmten Typen wie den XK 140, XK 150 und E-Type Mark II Rennen gefahren.

Mit einem Jaguar Mk II auf dem Weg nach Goodwood

Auch Simon Welch zählt von Kindesbeinen an zu den ganz großen Jaguar-Verehrern. Fünf verschiedene E-Types besaß er schon. Seit Juli gehört auch ein Mk II von 1961 dazu, mit dem er jetzt an der Jubiläumstour teilnimmt. "Ich hab' das Auto auf einer Auktion beim Goodwood Festival of Speed gekauft", erzählt er, während er den Wagen durch die Londoner Innenstadt lotst. "Dann hab ich mich bei Jaguar beworben, an dieser Jubiläumsfahrt teilzunehmen - und bin tatsächlich genommen worden."

Während der Fahrt durch London muss Welch fleißig in der Gangbox rühren: "1961 war das noch kein richtiges Jaguar-Getriebe, es stammt noch von der Firma Moss", erklärt er seine Schaltarbeit. Ansonsten macht es ihm die Limousine im Londoner Stadtgewühl leicht: schmale A-Säule, kleines Cockpit, große Fensterflächen - die Rundumsicht ist perfekt. "Ich bin der dritte Besitzer", erzählt Welch. "Der Zweite war Sohn des Erstbesitzers. Ich werde mich bald mit ihm treffen, damit ich noch weitere Unterlagen von dem Auto bekomme."

Welch steuert mittlerweile das Auto auf der M25 Richtung Sussex: "Ganz schön laut hier drin, oder?", fragt er grinsend und kümmert sich rührend um das Wohlbefinden seiner Freundin Wendy, die im Fond Platz genommen hat. Wendy geht's gut. Die Fahrt macht den beiden Spaß - und sie haben sogar neue Freunde gefunden: "Einer der anderen Teilnehmer wohnt nur 20 Meilen von mir entfernt, wir werden uns bald öfter treffen", erzählt Simon, der es am Anfang kaum verwinden konnte, dass Jaguar an die indische Marke Tata verkauft wurde: "Aber dann hab' ich mir klar gemacht, dass die Firma alleine nicht überleben kann, und so hab ich es jetzt auch akzeptiert." Kurze Tankpause auf den engen Landstraßen Südenglands. Was braucht der Jaguar Mk II? "20 Meilen per Galon", rechnet Simon vor und rollt auf dem Parkplatz des Goodwood Revival Meeting. "Aber als nächstes kauf' ich mir wieder einen E-Type und zwar in der Leichtbauversion." Freundin Wendy hört es gerne: Sie mag die Sportwagen viel lieber als die ehrwürdige Limousine Mk II.

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