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90 Jahre BMW

Mit einem Propeller fing alles an...

Foto: BMW AG 90 Bilder

Der Tradition verpflichtet: Heckantrieb und Reihensechser, längs eingebauter Boxermotor und Kardanantrieb. BMW ist bei der Traditionswahrung einer der strengsten Vertreter, auch wenn sich dies in den letzten paar Jahren - zumindest im Zweiradbereich etwas geändert hat.

30.07.2007 Powered by

1917: Über die Wolken...

1917 kam Max Friz zu den Rapp-Motorenwerken nach München – Im Gepäck ein neues Flug-Motorenkonzept, das er bei seinem früheren Arbeitgeber, der Daimler Motoren-Gesellschaft nicht realisieren konnte. Dank höherer Verdichtung und größeren Hubraum konnte ein so motorisiertes Flugzeug größere Flughöhen erreichen.

Die Reichwehr überzeugte sich im Juli 1917 bei einem Besuch in den Rapp-Werken und bestellte sofort 600 Triebwerke. Nachdem Firmengründer Karl Rapp aus dem Unterenehmen ausschied, beschloß die Gesellschafterversammlung am 20. Juli 1917 die Umbenennung in Bayerische Motoren Werke. Unter diesem Namen findet sich im Handelsregister der Eintrag am 21. Juli 1917.

1919: Erfolgreiche Flugmotoren

Die Anfangsjahre des Unternehmens waren geprägt von Großaufträge des Kriegsministeriums und innovativen Entwicklungen im Bereich der Luftfahrtmotorisierung. 1919 wurde ein Höhenweltrekord von 9.760 Metern aufgestellt. In den Zwanziger Jahren entstand ein Zwölfzylinder-V-Motor mit 580 PS Dauerleistung.

Bemerkenswert ist der frühe Einsatz von Leichtbau-Materialien wie Aluminium und Magnesium. Berühmt wurden dann die Sternmotoren aus dem Hause BMW - besonders durch die Junkers Ju 52. Auch hierbei wurden zukunftsweisende technische Entwicklungen in die Serienfertigung integriert. Zylinderköpfe aus Aluminium, Aufladung, Benzin-Direkteinspritzung – und das in den 20er und 30er Jahren.

1923: Wegweisendes Motorradkonzept die R32

Wegen des Flugmotoren-Verbots mussten die BMW-Entwickler nach neuen Geschäftsmöglichkeiten Ausschau halten – sie fanden sie zunächst in der Entwicklung von Stationärmotoren und im Zweiradbereich. Mit der legendären R32 sollte Max Friz den Grundstein für das jahrzehntelange BMW-Motorradkonzept entwerfen: Längs und Schwerpunkt-günstig eingebauter Boxermotor, bei dem die luftgekühlten Zylinder ideal im Fahrtwind lagen, wartungsarmer und zuverlässiger Kardanantrieb. Von Kurbelwelle über Getriebewellen bis hin zum Sekundärtrieb lagen somit alle längs zur Fahrtrichtung. Zwar gab es diese Merkmale bereits jedes für sich, Friz fügte sie allerdings als erster kongenial zusammen. Die R32 wurde 1923 vorgestellt und holte aus 500 Kubikzentimetern 8,5 PS. In den Folgejahren holte BMW zahlreiche Sporterfolge mit den Boxermotoren.

1929: Das bekannte Logo entsteht

1929 entstand das berühmte Logo – der stilisierte Propeller in den bayerischen Landesfarben und schwarzer Umrandung, die noch vom Vorgängerunternehmen übernommen wurde.

Innovative Entwicklungen im Zweiradbereich

Man ruhte sich keineswegs auf dem großen Erfolg aus, sondern entwickelte stetig weiter. Zu den wichtigsten Innovationen zählten Leichtmetallzylinder, Pressstahlrahmen, Schutzgasschweißen, die Telegabel und die Vollschwingen-BMW. Im Laufe der Jahrzehnte kamen dann die R 75/5, R 90 S, die GS-Baureihe, die zum Verkaufsschlager wurde, die Reihenmotor-Modelle mit liegenden Drei- und Vierzylindern. 1993 bricht BMW zum ersten Mal mit dem Antriebskonzept der Kardanwelle – bei der neuen, in Kooperation mit Aprilia und Rotax entwickelten Funduro genannten F650 kommt eine Kette zum Einsatz.

Ab 1994 wurden die Boxermotoren wassergekühlt und mit dem C1 und der mittels Zahnriemen sekundärgetriebenen Paralleltwin-F800 erschienen weitere Neuheiten. Der C1 ist ein Sicherheitskonzept, das die Sicherheit eines Automobils mit der Mobilität eines Zweirades zu kombinieren suchte. Die Sicherheit interessierte die BMW-Entwickler schon früh: Bereits in den 70ern entwickelte BMW komplette Fahrerausrüstungen, wie Schutzkleidung und Klapphelme. Als erster Hersteller rüstete BMW schon 1988 einige Motorräder mit ABS aus.

1928: BMW als Automobilhersteller

Mit dem Kauf der Fahrzeugfabrik Eisenach wurde BMW 1928 auf dem dritten Geschäftsfeld aktiv und stieg in die Automobilproduktion ein. Zunächst wurde die Lizenzfertigung des Austin Seven 3/15 PS DA2 fortgesetzt. Vier Jahre später kam die erste Eigenentwicklung auf den Markt: de BMW 3/20 PS. Auch hier machten die Entwickler ganze Arbeit und brachten mit Zentralkastenrahmen und Einzelradaufhängung vorn und hinten ein komfortables Automobil mit 20 PS starkem 782 ccm-Motor auf den Markt.


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