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Abgastricks früh bekannt

Neue Dokumente belasten EU-Kommission

Foto: Archiv

Die EU-Kommission soll schon 2010 von Abgasmanipulationen bei VW erfahren haben, auch die Bundesregierung hatte angeblich schon 2012 Einblick, warum die Abgaswerte von Diesel-Pkw nur auf dem Prüfstand gesetzeskonform waren, während die NOx-Emissionen in den Städten trotz strengerer Grenwerte wuchsen.

15.07.2016 Andreas Of 1 Kommentar

Interne Dokumente zeigen, dass EU-Kommission und Bundesregierung schon früher als bisher gedacht eine Ahnung von der womöglich betrügerischen Praxis deutscher Autohersteller gehabt haben können. Nach Informationen von Spiegel Online zeigen diese Dokumente, dass es zwischen der Kommission und den EU-Staaten ein jahrelanges Hin und Her gegeben haben soll. Außerdem sei die Bundesregierung schon 2012 an einem Treffen beteiligt gewesen, in dem es um die Abgasmanipulationen ging.

Schon damals, so der Bericht weiter, sei Experten aufgefallen, dass die Luft in Städten schlechter sei, als es angesichts der strenger werdenden Abgasnormen sein sollte. Mit Hilfe der gemeinsam Forschungsstelle, dem Joint Research Centre (JRC) habe man Messungen mit einem sogenannten PEMS (Portable Emission Measurement System) durchgeführt. Dieses tragbare Gerät zeichnet etwa Geschwindigkeit und Beschleunigung auf, misst dabei Temperatur und Zusammensetzung des Abgases.

Die Tests begannen 2007 und belegten, dass Diesel im realen Fahrbetrieb mehr Stickoxid ausstoßen, als sie nach den Grenzwerten dürften. Die Ergebnisse wurden im Juni 2008 in dem Fachblatt SAE International veröffentlicht. Getestet wurden damals ein Fiat Scudo mit Zweiliter-Diesel und ein VW T5 2.5 TDI.

Knapp drei Jahre später ist laut der internen Dokumente die Rede vom „verbreiteten Einsatz gewisser Minderungstechnologien in Dieselfahrzeugen“ – fünf Jahre vor dem Bekanntwerden des VW-Abgasskandals.

Neuester Kommentar

Unternehmen werden an die Grenze der Existenz gebracht, nur weil die lobbyverseuchte Politik nicht handelt. Man sollte nicht die Unternehmen verklagen, sondern die EU seine Mitglieder, weil bewusst bestehende Gestze nicht angewandt wurden und damit 500 Millionen geschadet haben, aber bis westliche Politiker persönlich Haften müssen, werden wir nicht mehr erleben...

cap0815 16. Juli 2016, 13:06 Uhr
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