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Abgas-Skandal weitet sich aus

Deutsche Autobauer rufen 630.000 Modelle zurück

Opel Zafira Abgastest DUH Foto: DUH

Im Skandal um manipulierte Abgaswerte müssen Audi, Porsche und Volkswagen sowie Mercedes und Opel insgesamt 630.000 Modelle in die Werkstätten zurückrufen. Porsche bessert den Macan jetzt nach.

05.09.2016 Holger Wittich 2 Kommentare

Grund für diesen freiwilligen Rückruf sei eine Änderung der Abschaltvorrichtung für die Abgasreinigung bei bestimmten Temperaturen – diese technische Lösung wurde vom Zulieferer Bosch nicht nur an VW sondern auch an andere Autobauer geliefert.

Betroffen von dem Rückruf sind Pkw mit 1,6- bis 2,8-Liter Hubraum, die die strenge Euro 6-Abgasnorm erfüllen müssen. Diese standen bisher nicht im Fokus – auch nicht bei VW.

Porsche rüstet Macan nach

Wie das Bundesverkehrsministerium jetzt mitteilt, hat das Kraftfahrt Bundesamt die Freigabe für die Umrüstung der betroffenen Porsche Macan-Modelle mit Dreiliter-Turbodiesel erteilt. Bei der Umrüstung des Macan wird das Thermofenster von 17 auf 5 Grad Außentemperatur geändert. Die Umrüstung umfasst 10.500 Fahrzeuge, die bereits im Verkehr sind.

Abschalten bei niedrigen Temperaturen

Wie der „Spiegel“ berichtet hatte, sollen, ähnlich wie VW, auch BMW, Opel und Mercedes eine Software verwendet haben, die bei Unterschreitung bestimmter Außentemperaturen die Reinigung giftiger Stickoxidabgase abstellt – angeblich zum Schutz des Motors. Bei BMW- und Mercedes-Modellen sollen die Systeme bei rund 10 Grad gestoppt worden sein, bei Opel bereits bei 17 Grad. Die Hersteller hatten in den vergangenen Wochen zu ähnlichen Vorwürfen stets gesagt, dass sie ihre Motorsteuerung für zulässig halten.

Tatsächlich erlaubt die entsprechende EU-Verordnung das Abschalten bei kaltem Motor. Es sei jedoch illegal, wenn eine Abschalteinrichtung „die Temperatur ermittelt“, um die Funktion eines „Emissionskontrollsystems zu deaktivieren“, zitiert der „Spiegel“ aus einem EU-Papier.

Bei Mercedes konkretisieren sich die Angaben zu den betroffenen Modellen. So wird es ein Software-Update bei den von Renault zugelieferten Motoren „OM 607“ geben. Diese 1,5-Liter-Motoren werden seit 2012 in der A-Klasse (W 176), in der B-Klasse (W 246) sowie im Citan (W 415) verbaut. Des Weiteren soll das Update für die V-Klasse kommen.

Neuester Kommentar

Hallo Ben,
ja, die Einfachheit ist komplett verloren gegangen, und das, was ein Fahrer an technischen Können haben muss, ist auf sehr wenig geschrumpft. Know How und Können der Entwickler wird in Umgehungen investiert, und statt den 900 kg eines unteren Mittelklassewagens sind heute mehr mit 1200 kg Kleinwagen unterwegs.
Ich hatte einen VW Käfer, Baujahr '63, 740kg Leergewicht und 7...8 l/100 km Benzinverbrauch. Heute entweder 5 l Diesel mit viel NOx-Emission und Feinstaubbeitrag, oder eben auch 7..8 l Benzin. Das in einer Zeit hier in Mitteleuropa, wo wir uns hoch entwickelt vorkommen.
Genau genommen: TRAURIG und primitiv. Ziemlich aussichtlos.
Und den Ostasiaten, Arabern, Indern, Negern wollen wir vorschreiben, was sie machen müssen.
Berthold

bhinterplattner 3. August 2016, 00:16 Uhr
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