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Reaktion auf Abgasskandal

Bund will unangemeldete Abgastests

Abgastest auf der Straße, Mercedes C-Klasse, AMS2515 Foto: Hans-Diter Seufert

Bundesverkehrsminister Alexander Dobrindt will unangemeldete Fahrzeug-Kontrollen im Stile von Doping-Tests einführen. Es ist eine von vielen Maßnahmen, die das "verspielte Vertrauen in die Autoindustrie“ wiederherstellen soll, meldet das Handelsblatt.

15.02.2016 Uli Baumann

Nach dem Zufallsprinzip sollen Fahrzeuge beispielsweise über Autovermietungen ausgewählt und deren Schadstoffausstoß getestet werden, sagte Dobrindt. Sein Ministerium wolle sicherstellen, dass Manipulationen nicht wieder passieren. Nach Dobrindts Worten sollen staatliche Prüfstände beim Kraftfahrt-Bundesamt (KBA) aufgebaut werden.

KBA soll strenger überwachen

Außerdem sollen die Hersteller dem KBA künftig ihre Motorsoftware offenlegen. Dadurch wäre es leichter, etwaige Abschaltvorrichtungen zu erkennen, mit denen ein Fahrzeug "merkt“, ob gerade ein Abgastest läuft, berichtet das Handelsblatt weiter.

Unterstüzung erhält Dobrindt für seine Pläne, das Abgaskontrollsystem für Pkw in Deutschland zügig weiterzuentwickeln und unabhängige Kontrollen einzurichten, vom ADAC. Zugleich forderte der Automobilclub die Autos müssen in allen Betriebszuständen bei mobilen Messungen auf der Straße und in der Realität die gesetzlichen Grenzwerte einhalten. So sollten das RDE-Messverfahren (Real Driving Emissions) sowie der neue WLTP (Worldwide Harmonized Light Duty Test Procedure) so schnell wie möglich in das Typgenehmigungsverfahren von Pkw eingeführt werden. Außerdem sollte das KBA schon heute nicht veröffentlichte Werte des Fahrbetriebs wie etwa Fahrwiderstände bekanntgeben, damit unabhängige Abgaslabore die Messungen zuverlässig kontrollieren können.

Die Kosten für die Verbesserung des Abgaskontrollsystems dürften aber nicht auf die Autofahrer und Steuerzahler abgewälzt werden.

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