Absatzkrise: Auch Südkorea von Absatzflaute erfasst

Angesichts der weltweiten Verbraucherzurückhaltung beim Kauf neuer Autos haben die südkoreanischen Hersteller im Dezember einen deutlichen Absatzrückgang verzeichnet.

Nach den am Freitag (2.1.) veröffentlichten Zahlen der Branche fiel der Absatz von Hyundai Motor, Kia Motors, GM Daewoo Auto & Technology, Renault Samsung sowie SsangYong Motor im Vorjahresvergleich um 13,1 Prozent auf rund 406.000 Einheiten. Die Ausfuhren gingen um 9,8 Prozent auf 319.123 Fahrzeuge zurück. Der Binnenabsatz stürzte um 23,2 Prozent ab. Auch die südkoreanischen Hersteller hatten zuletzt mit Produktionskürzungen auf die Absatzflaute reagiert.


Beim Branchenprimus Hyundai fiel der Rückgang im Dezember mit einem Minus 2,4 Prozent auf knapp 219.000 Einheiten dennoch vergleichsweise moderat aus. Im Gegensatz zu den üblichen
Gepflogenheiten verzichtete Hyundai allerdings angesichts der weltweiten Wirtschaftskrise auf eine Absatzprognose für das neue Jahr. Zusammen mit der Schwesterfirma Kia Motors war Hyundai Motor 2007 auf den fünften Rang der größten Autoproduzenten vorgestoßen.

Wachstum im Export

Im Gesamtjahr 2008 konnten die fünf südkoreanischen Unternehmen die Verkaufszahlen leicht um 2,4 Prozent auf insgesamt knapp 5,35 Millionen Fahrzeuge steigern. Während die Exporte um 4,7 Prozent auf 4,2 Millionen Einheiten zulegten, fiel allerdings der Binnenabsatz um 5,1 Prozent auf 1,14 Millionen Fahrzeuge.

Hyundai verzeichnete nach eigenen Angaben eine Steigerung des Absatzes im vergangenen Jahr um 6,9 Prozent auf 2,78 Millionen Fahrzeuge. Dem Einbruch im Inland von 8,7 Prozent stand eine Steigerung der Exporte um 11,8 Prozent auf 2,21 Millionen Fahrzeugen entgegen. "Die Auswirkungen der globalen Wirtschaftskrise werden sich dieses Jahr verstärken", warnte der Vorsitzende der Hyundai-Kia-Autogruppe, Chung Mong Koo, in einer Neujahrsansprache vor der Belegschaft.

Nur Samsung legt zu

Der Absatz bei Kia Motors legte im vergangenen Jahr um 2,9 Prozent auf 1,4 Millionen Autos zu. Die südkoreanische Tochter des angeschlagenen US-Herstellers General Motors, GM Daewoo, verzeichnete einen Absatzrückgang von 8,1 Prozent auf 880.723 Autos. Renault Samsung verkaufte 2008 mit 197.024 Einheiten (plus 14,4 Prozent) so viele Auto wie nie zuvor. Der angeschlagene Geländewagenspezialist SsangYong vermeldete einen Einbruch der Verkaufszahlen von 29,9 Prozent auf 92.665 Autos.

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