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Absatzzahlen im Juli

Deutsche Autobauer sahnen in den USA ab

VW Golf Variant 1.6 TDI Foto: Volkswagen 34 Bilder

Die großen US-Autobauer schwächeln in der Heimat. Das haben die deutschen Rivalen für sich ausgenutzt. Sie verkauften im Juli teils deutlich mehr Autos als im Vorjahresmonat.
 

04.08.2010

Der US-Automarkt hat den zweiten Monat in Folge an Schwung verloren. Um vergleichsweise magere fünf Prozent legten die Verkäufe im Juli zu, wie der Marktforscher Autodata am Dienstag (4.8) errechnet hat. Eine gute Million Wagen wechselten den Besitzer. Experten hatten mehr erwartet. Der Grund für das schwache Wachstum lag in der Zurückhaltung der Firmenkunden, die zu Jahresbeginn den Aufschwung auf dem US-Automarkt getragen hatten. 

Privatkunden entschieden sich für deutsche Autos

Die Verkaufszahlen waren seit Februar durchgängig prozentual zweistellig gestiegen. Dafür griffen jetzt verstärkt die Privatkunden zu - und die entschieden sich in vielen Fällen für die vergleichsweise teuren deutschen Autos. Vor allem Porsche brauste mit Vollgas davon. Die Zuffenhausener legten das beste Ergebnis in zwei Jahren hin und setzten mit rund 2.700 Autos drei Viertel mehr Fahrzeuge ab. Verkaufsschlager waren der Geländewagen Cayenne, knapp gefolgt von der Limousine Panamera.

VW ist beliebteste deutsche Marke

Beliebteste deutsche Marke in den Vereinigten Staaten war wieder einmal VW mit knapp 23.900 verkauften Autos, ein Plus von 16 Prozent. BMW konnte mit seiner Stammmarke im gleichen Maße auf fast 19.100 Autos zulegen. Es folgten Mercedes-Benz mit einem Zuwachs von 7 Prozent auf 17.400 Pkw und Audi mit einem Sprung um 22 Prozent auf 7.800 Autos.
 
Die Kleinwagen-Töchter Mini und Smart verloren dagegen weiter an Boden. Mit der wirtschaftlichen Erholung greifen viele US-Amerikaner wieder zu den großen Geländewagen und Pick-Up-Trucks. Jeder zweite in den Staaten verkaufte Wagen ist ein solches Dickschiff. Ihre Verkäufe legten nach den Autodata-Zahlen um fast 18 Prozent zu, während die Pkw 5 Prozent verloren.

Honda und Toyota büßten ein

Geländewagen und Pick-Up-Trucks sind die Gewinnbringer von General Motors, Ford und Chrysler. Nicht zuletzt wegen der steigenden Verkäufe geht es den US-Konzernen nach dem Katastrophenjahr 2009 wieder besser. Im Juli mussten sich die "Big Three" aber insgesamt mit Verkaufszuwächsen zwischen drei Prozent (Ford) und fünf Prozent (General Motors, Chrysler) begnügen. Die großen japanischen Hersteller Honda und Toyota büßten sogar um zwei bis drei Prozent ein. Ohne einen zusätzlichen Verkaufstag im Vergleich zum Vorjahresmonat wären die Zahlen wohl noch schlechter ausgefallen.

BMW mit boomenden Exportzahlen

Die fünf Konzerne stehen für mehr als die Hälfte der gesamten Autoverkäufe in den USA. Alleine Marktführer GM setzte im Juli mit 199.700 Wagen mehr Autos ab als alle Deutschen zusammen. Die hiesigen Hersteller tummeln sich vor allem im schmalen, aber lukrativen Premiumsegment. BMW hatte dank der boomenden Exporte am Dienstag einen Umsatz- und Gewinnsprung fürs zweite Quartal vermeldet und war damit Mercedes und Audi gefolgt. Das starke Geschäft jenseits der Grenzen konnte sogar die anhaltende Schwäche in Deutschland wettmachen.

Die Neuzulassungen hatten hierzulande im Juli um 30 Prozent unter Vorjahr gelegen. Der deutsche Markt war mit zuletzt 237.400 Fahrzeugen gerade mal ein Viertel so groß wie der US-amerikanische. Die einzigen, die den Amerikanern von den Stückzahlen her in der Heimat Paroli bieten können, sind die asiatischen Autohersteller. Unter den kleineren Vertretern konnten Nissan, Mazda, Mitsubishi, Subaru, Kia und Hyundai zulegen. Verlierer war Suzuki, die in dem Riesenland weniger als 2.000 Autos losschlugen.

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