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Abt-Audi RS6-R auf dem Genfer Autosalon

730 PS und der Verlust der Unschuld

Abt-Audi RS6-R Tuning Genf Foto: Abt Sportsline 9 Bilder

Mit einer Leistung von 730 PS und einem maximalen Drehmoment von 920 Nm taugt der in Genf vorgestellte Abt-Audi RS6-R zum Supersportwagen-Schreck. Oder für eine Fahrt in den Familienurlaub - mit einem Nachteil.

04.03.2015 Roman Domes Powered by

Normalerweise kann man mit einem Audi RS6 zum wöchentlichen Einkauf fahren ohne sich Gedanken machen zu müssen. Gedanken darüber, dass alle Welt erkennt, welche Power unter der Motorhaube steckt. Dieser Vorteil des wahrhaft gelungenen Understatements fällt beim Abt-Audi RS6-R weg. Die Welt soll wissen: Wir packen 730 PS und 920 Nm in einen Kombi und lassen ihn auch so aussehen.

Standardrezepte bringen den Abt-Audi RS6-R auf 730 PS

Zunächst jedoch zum Motor: Der Vierliter-V8-Turbo im Serien-RS6 leistet bereits überzeugende 560 PS. Ein Zusatzsteuergerät von Abt in Kombination mit einer Edelstahl-Abgasanlage samt Mittel- und Endschalldämpfer bringt dem Triebwerk 170 Extra-PS bei. 730 PS leistet der TFSI nach dem Tuning. Die maximale Leistung liegt bei 5.700/min bis 6.600/min an, das von 700 auf 920 Nm erhöhte Drehmoment bereits bei 1.750/min.

Damit soll der Abt-Audi RS6-R nach Angaben des Tuners in gemessenen 3,3 Sekunden auf 100 km/h beschleunigen. Das Serienmodell lässt sich mit 3,9 Sekunden mehr als eine halbe Sekunde länger Zeit. Seine Höchstgeschwindigkeit soll der Abt bei 320 km/h erreichen. Das sind 70 km/h mehr als beim Serienmodell ohne aufpreispflichtige Vmax-Erhöhung. "Theoretisch ist da noch mehr drin", sagt Abt-Mann Björn Marek; der limitierende Faktor seien jedoch die Reifen. Im Falle des getunten RS6 sind das 295 mm breite Schlappen vom Hersteller Dunlop, die auf neue 22-Zoll-Felgen von Abt geschnallt werden.

Ein Abt im Carbon-Zeitalter

Neben den Felgen bietet Abt noch mehr Exterieur-Modifikationen an, die zum eingangs erwähnten Unschuldsverlust führen. Dazu gehören ein Frontsplitter mit Airblades sowie Flics aus Sichtcarbon. Diese Maßnahmen sind vor allem aus dem Rennsport bekannt. Dort sorgen sie für gesteigerte Abtriebswerte an der Fahrzeugfront; Anpressdruck, der Untersteuern und das Schmieren der Reifen verhindern soll. Und genau wie die riesigen Felgen: Sowas fällt sofort auf, Rennsport-Technik an einem Serienwagen.

Zur modifizierten Front gesellen sich noch geänderte Seitenschweller samt Sideblades, ein zweiteiliger Heckschürzenaufsatz, ein kleiner Heckspoiler und Spiegelkappen – alles aus Carbon. Die vorderen Kotflügel tragen Entlüftungsschlitze, das Fahrwerk kauert dank eines kürzeren Federnsatzes näher an der Straße. Im Inneren des Abt-Audi RS6-R gibt es ein neues Sportlenkrad mit Schaltanzeige, vom Tuner aus Kempten verzierte Sitze sowie Fußmatten.

Abt-Audi RS6-R: Das Komplett-Tuning kostet knapp 60.000 Euro

Der Preis für das komplette Tuning-Paket beträgt 59.900 Euro brutto. Da kommt natürlich noch der Preis für den Audi RS6 dazu, der mindestens 108.000 Euro beträgt. Man zahlt also mehr als die Hälfte des Neuwagens, um einen wichtigen Vorteil zu verlieren. Alternativ ist die Leistungssteigerung auch ohne gepimpte Optik zu haben – für wahres Understatement, falls ein Ferrari 458 auf der Autobahn zu frech werden sollte. Oder einfach nur zum entspannten Einkaufen.

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