Das sagte ein Sprecher des zuständigen Bundesamtes für Ausfuhrkontrolle und Wirtschaft (Bafa) am Mittwoch (2.9.). Punkt 10.14 Uhr sei der letzte noch mögliche Antrag eingegangen. Von dem Programm haben knapp zwei Millionen Autokäufer profitiert. Die Summe von 2.500 Euro bekamen Autokäufer, die ein mindestens neun Jahre altes Auto verschrottet und dafür ein neues gekauft oder geleast hatten.
"Es stehen leider keine Mittel für die Umweltprämie mehr zur Verfügung. Das Online-Portal für die Reservierung ist geschlossen", ist auf der Bafa-Internet-Seite zu lesen.
Bundesregierung wertet Abwrackprämie als Erfolg
Im Januar hatte die Bundesregierung die Prämie im Kampf gegen die Rezession beschlossen. Ökonomen werten die Maßnahme als großen Erfolg. Die Abwrackprämie sorgte in den vergangenen Monaten für einen Ansturm bei den Autohändlern und half dem privaten Konsum kräftig auf die Beine. Die Prämie ließ die Zahl der Neuzulassungen in den ersten acht Monaten um knapp 27 Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum hochschnellen. Auch im Ausland fand die Abwrack- oder Umweltprämie Nachahmer.
Branchenkenner warnen nach dem Auslaufen der Prämie vor einem massiven Absatzeinbruch. Im kommenden Jahr könnte die Zahl der Neuzulassungen um bis zu eine Million Fahrzeuge zurückgehen. Dann erwarten Experten nur noch einen Absatz von rund 2,8 Millionen Autos. Trotz immer wiederkehrender Forderungen lehnt die Bundesregierung eine Verlängerung der Prämie ab.
Die Abwrackprämie in Zahlen
- Prämienhöhe pro Empfänger: 2.500 Euro
- Bereitgestellte Gesamtsumme: 5 Milliarden Euro
- Gesamtzahl der Empfänger: 1.994.400 (5.600 Empfänger wegen der Kosten von rund 14 Millionen Euro abgezogen)
- Zahl der zur Verschrottung infrage kommenden Autos: zu Beginn der Regelung am 14. Januar 13,7 Millionen
- Neu zugelassene Pkw: Inklusive August 2,675 Millionen
- gefragteste Marke: VW mit mehr als 20 Prozent Marktanteil






