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ADAC-Raststättentest 2013

Raststätten besser als Autohöfe

ADAC Raststätten-Test 2012 Foto: adac

Der ADAC hat je 20 Raststätten und Autohöfen entlang wichtiger Reiserouten in Deutschland unter die Lupe genommen. Der Test zeigt, Autobahn-Raststätten sind entspannter und familienfreundlicher, allerdings auch wesentlich teurer als Autohöfe.

17.07.2013 Uli Baumann

Insgesamt wurden vom Automobilclub 15 Anlagen mit "gut" bewertet, 22 waren "ausreichend", drei fielen mit der Gesamtnote "mangelhaft" durch. Testsieger wurde die Raststätte Börde Süd an der A2 in Sachsen-Anhalt - eine gepflegte, familienfreundliche Anlage mit sauberen Sanitäranlagen. Ebenfalls auf den vorderen Plätzen rangiert die Raststätte Michendorf Nord am Berliner Ring (A10) sowie der hessische Autohof Lohfeldener Rüssel an der A7. Trotz teilweise sehr guter Bewertungen in den Kategorien Außenanlagen und Shop wird dieser Hof allerdings aufgrund sehr mangelhafter Hygiene-Werte im Test gesondert ausgewiesen.

Testverlierer ist der Autohof Plötzin an der A10 in Brandenburg. Die Anlage war weder familien- noch behindertengerecht und auch die Sicherheit für Fußgänger auf dem Parkplatz ließ zu wünschen übrig.

Raststätten lassen sich Qualität bezahlen

In Summe waren vor allem deutlich positivere Bewertungen in zentralen Kategorien wie Service, Familienfreundlichkeit oder Sanitäranlagen ausschlaggebend für das gute Abschneiden der Raststätten im Testvergleich. Allerdings musste für einen Test-Einkauf im Raststätten-Kiosk durchschnittlich 20 Prozent mehr bezahlt werden als für den gleichen Warenkorb im Autohof-Shop. Im Gastronomie-Bereich erwiesen sich die Autohöfe um etwa zehn Prozent günstiger als die Raststätten.

Teilweise erhebliche Schwächen offenbarten viele Betriebe im Test bei den Themen Familie und Barrierefreiheit. Für Kinder fehlten oftmals Spielmöglichkeiten oder ein Angebot an altersgerechten Mahlzeiten. Einen vollständig barrierefreien Zugang zum Restaurant boten lediglich drei Anlagen. Während der sogenannte "Euro-Schlüssel" die Tür von Behinderten-Toiletten in fast allen Raststätten öffnete, war dies nicht einmal bei jedem zweiten Autohof der Fall. 

Oft nur oberflächlich sauber

Die sanitären Einrichtungen präsentierten sich optisch meist in gepflegtem Zustand. Die Laborauswertungen ergaben aber oft schlechte Hygienewerte – so zum Beispiel der Autohof Lohfeldener Rüssel (A7), die Raststätte Hüttener Berge West (A7) und der Autohof Gau-Bickelheim (A61).
 
Jede der 40 Rastanlagen wurde an zwei verschiedenen Tagen von unterschiedlichen Testern ohne Voranmeldung bei den Betreibern getestet. Dabei wurde eine mehr als 110 Punkte umfassende Checkliste abgearbeitet, die sich in die Kategorien Verkehrsgestaltung, Außenanlage und Zugang, Service, Gastronomie, Shop/Kiosk, Familienfreundlichkeit, Sanitäranlagen, Hygiene und Preise gliederte.

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