Jetzt auch für: iPhone, iPad, Android und Windows
Marken
Themen
Artikel
Videos
Baureihen
Alle Treffer mit anzeigen

ADAC-Test Fensterheber

Hier fehlt der Einklemmschutz

Citroën C1 VTI 68, Seitenansicht Foto: Hans-Dieter Seufert 65 Bilder

Elektrische Fensterheber sind heute meist Serienausstattung. Doch welches System kommt mit einem Einklemmschutz daher? Hier die ADAC-Übersicht von Fahrzeugmodellen, die ohne das Sicherheitsmerkmal auskommen müssen.

11.08.2015 Patrick Lang

Sommer, Sonne, Sonnenschein. Da wird der Griff zum Schalter für die elektrischen Fensterheber oder das Schiebedach mit beiläufiger Präzision ausgeführt. Der ADAC weist aber darauf hin, dass dieser Handgriff auch Gefahren birgt. Denn viele Autos sind nicht mit einem Einklemmschutz ausgestattet, der das vollständige Schließen der Fenster verhindert, wenn beispielsweise ein Körperteil im Weg ist. Dadurch steigt das Risiko besonders für Kinder, sich Finger, Arme oder gar den Hals zwischen Scheibe und Rahmen einzuquetschen.

Laut ADAC wurde die Bilanz seit der letzten Auswertung im Jahr 2008 nicht verbessert, obwohl eine solche Sicherheitsmaßnahme nur wenige Cent kosten würde. Schlimmer noch: Es sei bei einigen Herstellern der Einklemmschutz sogar gestrichen worden, um Einsparungen vorzunehmen.

Schließkräfte bis zu 300 Newton

Der elektrische Heberantrieb könne ohne Einklemmschutz nicht erkennen, ob die Scheibe wegen Frost oder Fahrtwind schwergängig ist, oder ob ein Körperteil den Weg blockiert. Bis zu 300 Newton können dann im schlechtesten Fall auf Finger oder Hals einwirken. Das entspricht einem Druck von über 30 Kilo. In einem Versuch wurden Gurke und Rettich laut ADAC mühelos durchtrennt.

Nach aktueller Gesetzeslage müssen offenbar nur Fensterheber mit Antippautomatik über einen Einklemmschutz verfügen. Für Fensterheber, die nicht automatisch nach ganz oben oder ganz unten fahren und nur bei eingeschalteter Zündung funktionieren, sei eine Schutzfunktion nicht verpflichtend. Vor allem Klein- und Kleinstwagen seien von diesem Sicherheitsmangel betroffen, warnt der ADAC.

Der Tennisball-Test

Um zu überprüfen, ob in Ihrem Fahrzeug ein Einklemmschutz aktiv ist, empfiehlt der ADAC den Test mit einem Tennisball. Halten Sie diesen einfach an die Türdichtung und schließen Sie dann das Fenster. Sollte die Scheibe am Hindernis anhalten und im besten Fall sogar direkt wieder nach unten fahren, dann funktioniert Ihr Einklemmschutz tadellos.

Zur Sicherheit Ihrer Passagiere sollten Sie die Fenster nicht mit einer Fernbedienung schließen, so lange Sie keinen Sichtkontakt zum Auto haben. Kinder lassen Sie am besten nicht unbeaufsichtigt im Auto und weisen sie dennoch auf die Gefahren der elektrischen Schließfunktion hin. Während der Fahrt empfiehlt es sich die Fensterheber im Zweifel zu sperren. In unserer Bildergalerie finden Sie die vom ADAC festgestellten Autos ohne umfassenden Einklemmschutz.

Kommentar schreiben

Es ist noch kein Kommentar vorhanden. Seien Sie der Erste und sagen Sie und Ihre Meinung.

Neues Heft
Empfehlungen aus dem Netzwerk
Whatsapp
Immer auf dem neuesten Stand mit unserem WhatsApp-NewsletterJetzt kostenlos anmelden
Autokredit berechnen
Anzeige