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ADAC testet LED-Scheinwerfer

Gutes Licht, aber teuer

LED-Scheinwerfertest ADAC 2016 Foto: ADAC

Der ADAC hat an 6 SUV-Modellen LED-Scheinwerfer getestet. Ergebnis: LED-Scheinwerfer sorgen trotz einzelner Schwächen für gute bis sehr gute Ausleuchtung.

19.10.2016 Uli Baumann 1 Kommentar

Die Lichttechnik im Kfz-Bereich hat sich in den vergangenen Jahren stark weiterentwickelt: Halogenscheinwerfer sind mittlerweile überholt, ähnliches gilt für die Mitte der 1990er Jahre eingeführte Xenon-Technik. Aktuell setzen die Hersteller verstärkt auf LED (light emitting diode). Grund genug für den ADAC, diese LED-Scheinwerfersysteme zu testen.

LED-Scheinwerfertest ADAC 2016 Foto: ADAC
LED-Scheinwerfer bietet überragendes Licht, allerdings noch oft zu einem hohen Preis.

Überpüft wurden die LED-Lichtsysteme an den SUV-Modellen VW Tiguan, Audi Q3, BMW X1, Seat Ateca, Hyundai Tucson und Nissan Qashqai. Bewertet wurden Grundausleuchtung, Lichtqualität, Blendwirkung sowie die Licht-Assistenzsysteme.

Alle Systeme überzeugen

Alle LED-Scheinwerfer zeigen eine gute bis sehr gute Ausleuchtung. Am besten schnitt der Tiguan ab, der als einziger über einen dynamischen Fernlicht- und einen Kurvenlichtassistenten verfügt.

Der Audi Q3 lieferte ebenfalls eine sehr gute Vorstellung ab. Die auffallend weiße und homogene Lichtfarbe sowie die gute Ausleuchtung überzeugten im Vergleich besonders. Auf Platz 3 reiht sich der BMW X1 ein, dessen Licht insgesamt einen sehr harmonischen Eindruck macht. Allerdings verzichtet BMW bei diesem Modell auf eine Scheinwerfer-Reinigungsanlage. Ist eine solche nicht vorhanden, ist ein begrenzter Leuchtstrom (maximal 2.000 Lumen) vorgeschrieben, um den Gegenverkehr blendendes Streulicht, das durch Verschmutzung entstehen kann, möglichst zu vermeiden. Dadurch fällt die Helligkeit des Abblendlichts allerdings sichtbar geringer aus als bei den anderen Testkandidaten.

Auf den weiteren Plätzen folgen Seat Ateca, Nissan Qashqai und Hyundai Tucson. Beim Seat überzeugte speziell der helle, weitreichende Lichtkegel, allerdings ist das Scheinwerferlicht des Spaniers weniger homogen als das der anderen Testkandidaten. Der Nissan Qashqai verfügt – ebenso wie der Seat – über kein Abbiegelicht, punktet allerdings mit homogener Ausleuchtung und schnell reagierendem Fernlichtassistenten. Der Hyundai hat als einziges Fahrzeug zwei Linsen pro Scheinwerfer und damit das beste Abblendlicht, dem allerdings das schlechteste Fernlicht gegenüber steht. Außerdem hat er keinen Fernlichtassistenten.

LED-Scheinwerfertest ADAC 2016
Gutes Licht, aber teuer 2:10 Min.

Neben der überzeugenden Lichtleistung sprechen auch die längere Haltbarkeit gegenüber Glühbirnen (Halogen) und Gasentladungslampen (Xenon), der geringe Energieverbrauch sowie die dem Tageslicht ähnliche Lichtfarbe für LED-Schweinwerfer.

Gekoppelt mit Lichtassistenzsystemen bieten LED-Lichtsysteme eine deutlich bessere Ausleuchtung und damit mehr Sicherheit. Ein dynamischer Fernlichtassistent ist beispielsweise in der Lage, vorausfahrende oder entgegenkommende Fahrzeuge gezielt auszublenden. Dabei bleibt das Fernlicht aktiv und leuchtet die Bereiche links und rechts des Fahrzeugs aus.

Einziges Manko der LED-Scheinwerfer: Ihre überlegene Technik muss noch oft mit satten Preisaufschlägen erkauft werden.

So wurde getestet:

Die Scheinwerfer wurden zunächst im Lichtkanal hinsichtlich Lichtreichweite, Homogenität und Streulicht untersucht und einem Vergleichsfahrzeug mit Halogenscheinwerfern gegenübergestellt. In der zweiten Testphase wurde die Qualität der Lichtassistenzsysteme auf einem Testgelände verglichen: Fernlichtassistenten, Leuchtweitenregulierung sowie Kurvenausleuchtung (Abbiege- und Kurvenlicht). Schließlich wurde noch ein Vergleich bei nächtlichen Testfahrten, also unter Realbedingungen in verschiedenen Umgebungen, angestellt.

Neuester Kommentar

LED-Scheinwerfer sind ja schön und gut, aber dieser Test ist doch für die breite Masse der Leser vollkommen irrelevant, da sich kaum jemand diese Extras leisten kann, wie Sie schon in der Überschrift schreiben.

Viel sinnvoller wäre mal ein Test von Standardbeleuchtungen bei Autos. Hierbei würde ich Ihnen zum Beispiel herzlich empfehlen einen Standard Audi Q5 zu nehmen mit 3.0 Diesel Motor und zum Beispiel gegen einen Billighersteller, wie Dacia oder Renault antreten zu lassen. Meine eigene Erfahrung ist, dass sowohl ein Dacia Duster als auch ein Renault Clio ein deutlich besseres Licht haben, als dies bei dem Halogenlicht vom Audi der Fall ist. Dazu sei gesagt, dass der Audi ein maximales Tempo von rund 250 km/h erreicht, während dem Renault bei etwa 190 und dem Dacia bei etwa 170 die Luft ausgeht.
Mich würde so ein Test mit einer eventuellen Empfehlung an die Käufer zu dem teuren Xenonlicht bei Audi brennend interessieren, genauso wie ihre Ergebnisse dazu.

Mit freundlichen Grüßen aus Friedrichshafen

Volvo EG 26. Januar 2017, 16:31 Uhr
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