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Änderung im Nürburgring-Management

Großmann ersetzt Capricorn-Chef Wild

Luftaufnahme Nürburgring Grand Prix Strecke Foto: Nürburgring Automotiv GmbH

Der frühere RWE-Chef und heutige Stahlmanager Jürgen Großmann zieht in den Aufsichtsrat der Nürburgring Holding AG ein. Das bestätigte am Mittwoch (3.12.2014) die Nürburgring Holding.


04.12.2014 auto motor und sport

Großmann, Chef der Georgsmarienhütte, ersetzt Capricorn-Chef Robertino Wild, der seine Anteile an den russischen Investor Victor Kharitonin verkaufen musste. Kharitonin hält seit November rund zwei Drittel der Anteile des Nürburgrings. Großmann ist bereits im Handelsregister eingetragen. Er wird als stellvertretender Chef des Aufsichtsrates agieren.

Nürburgring besser auslasten

Offenbar traut der russische Nürburgring-Investor dem erfahrenen Top-Manager Großmann am ehesten zu, mit Größen wie Formel-1-Chef Bernie Ecclestone zu verhandeln. Zwar will der Nürburgring unbedingt auch 2015 die Formel 1 in die Eifel holen, allerdings kein Geld verlieren. "Die Königsklasse ist mehr als willkommen am Nürburgring. Denn sie bedeutet weltweite TV-Bilder, sorgt für ein gutes Image und beschert der gesamten Region hohe Umsätze“, sagte Nürburgring-Geschäftsführer Carsten Schumacher gegenüber auto motor und sport. "Aber daraus darf für den Streckenbetreiber kein betriebswirtschaftliches Risiko werden. Die Formel 1 muss bezahlbar bleiben.“

Beispielsweise favorisiert Schumacher eine Lösung, bei der Ecclestone als Veranstalter des Rennens auftritt. Dann müsste der Brite einspringen, falls der Zuschauerzuspruch nicht ausreicht, um die Gewinnzone zu erreichen. Allerdings tritt Ecclestone nur sehr ungern als Promoter auf. Bislang favorisiert der Brite, dem Nürburgring ein Antrittsgeld von 18 Millionen Euro zu berechnen. Das Risiko trägt dann die Rennstrecke selbst.

Schumacher will aber auch den Gewinn des Rings durch höhere Einnahmen aus den Touristenfahrten auf der Nordschleife steigern. So prüft der Nürburgring ein gestaffeltes Preissystem. Fahrten unter der Woche sollen günstiger sein als Fahrten an den besucherstarken Wochenenden. Zugleich will er die oft leer stehenden Gebäude des Projekts "Nürburgring 2009“ besser auslasten. "Hierzu haben wir viele Ideen, auch wie zum Beispiel die große Sport- und Veranstaltungshalle intensiver genutzt werden kann“, so Schumacher.

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