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Aktion 0-300-0 2008

Speed-Kings im Beschleunigungs- und Bremsduell

Foto: Herzog, Gargolov 53 Bilder

Acht Serienautos, von 423 bis 806 PS versammelte sport auto auf dem Highspeed-Oval in Papenburg für einen ebenso neuen wie auch einzigartigen Test - Dem ersten Beschleunigungs- und Bremsduell bis und aus 300 km/h.

13.10.2009 Anja Wassertheurer Powered by

Bergsteiger, Freeclimber und Skitourengeher wissen ein Lied davon zu singen: Hinauf geht es immer sehr viel langsamer und zudem beschwerlicher als hinab - schon weil die zu überwindenden Widerstände größer sind. Ein Phänomen, das sich auch in den im Rahmen des ersten sport auto-Beschleunigungs-Brems-Spektakels in Papenburg ermittelten Kurvenverläufen widerspiegelt.

Während die sechs für den freien Galopp auf Tempo 300 gerüsteten und freigegebenen Kandidaten der Serienkategorie das gesteckte Ziel im Mittel erst nach 34,2 Sekunden passierten, ging die Vernichtung der erzielten Geschwindigkeit mit mittleren 7,26 Sekunden deutlich flotter über die topfebene Bühne des ostfriesischen Hochgeschwindigkeitsovals.

Im Mittel vergehen keine acht Sekunden bis zum Stillstand

In diesem Zusammenhang von Mühelosigkeit zu sprechen, wäre freilich vermessen. Zwar spielen all jene Kräfte, die dem flotten Vorankommen hinderlich sind - hier sind vor allem die Roll- und Luftwiderstände zu nennen - der negativen Beschleunigung gleichsam in die Hände, weil sie in dieselbe Richtung und - das lehrte einst der Physikunterricht - sich daher addieren lassen. Am Stammtisch spielte und spielt die negative Beschleunigung oder das Antrittsvermögen auf 200 oder 300 km/h hingegen eine eher untergeordnete Rolle.

Während bekennende Autofans bezüglich des 0-100-Werts und der Vmax ihres mobilen Begleiters zumeist beredt Auskunft geben können, erntet das interessierte Gegenüber bei der Frage nach der bis zum Erreichen der 200-km/h-Marke vergehenden Zeitspanne und den maximalen Verzögerungswerten der Bremsanlage zumeist eher ratlose Blicke.

Leistungsvermögen zeigt sich erst jenseits der 100 km/h

Dabei sind gerade diese Angaben von einer weit größeren Objektivität geprägt als der auch seitens der Hersteller weit nachdrücklicher kommunizierte 0-100-Wert. Das tatsächliche Leistungsvermögen des Autos obsiegt nämlich nicht selten erst oben heraus gegen das mehr oder minder vorhandene Feingefühl des Fahrers beim Anfahren aus dem Stand. Ein Umstand, dem sport auto bereits seit Jahren Rechnung trägt.

Zwar konnten wir im Rahmen der normalen Tests der Versuchung der Punktevergabe nach Stammtischvorgaben nicht gänzlich widerstehen - ein bisschen Gesprächsstoff muss sein. Im leistungstechnisch ausgesprochen gut im Futter stehenden Feld der Supertestkandidaten präferiert die Redaktion jedoch bereits seit mehr als einem Jahrzehnt genau jenes Wertungskriterium, das nun auch bei der von Reifenpartner Dunlop unterstützten Papenburg-Veranstaltung Pate stand: die 0-200-0-Wertung.

Wettkampf acht potenter Supersportler

Gemäß der bei erfahrenen Bergsteigern berühmt-berüchtigten Weisheit, dass es bereits vor dem Aufstieg unabdingbar ist, sich über die Art und Dauer des Abstiegs Gedanken zu machen, sollten schließlich auch Highspeed-Stürmer vor dem Erklimmen der angepeilten Höchstgeschwindigkeit eine recht genaue Vorstellung davon haben, was sie dem unbändigen Vorwärtsdrang ihres Sportgeräts im Falle eines Falles entgegenzusetzen haben.

Erst dann lässt sich das Gefühl der Freiheit auf dem Gipfel des Berges oder des Speed ungetrübt genießen. Acht Serienfahrzeuge haben sich dem neuen sport auto-Hardcore-Test gestellt. Davon durften sechs ungehindert bis 300 km/h aufspielen. Zwei - der BMW M6 und der brandaktuelle Lexus IS-F - wurden elektronisch am ungebremsten Höhenflug gehindert.

BMW gebietet seinem sequenziell-manuell geschalteten V10-Coupé bei 250 km/h Einhalt, Lexus setzt dem Vorwärtsdrang des 423 PS starkten IS-F bei 270 km/h ein sanftes Ende. Zugunsten einer besseren Vergleichbarkeit wurde jedoch bei beiden Autos der 0-250-0-Wert zur Bewertung herangezogen. Doch dazu später mehr. Beginnen wir mit dem Starterfeld jener Klasse, die dem Treffen am nordwestlichen Ende der Republik seinen Namen gab, den bis zu 300 km/h und mehr schnellen Autos. Zwar haben nicht alle Hersteller, deren erklärtes Ziel das Erklimmen der Hochgeschwindigkeitsbastion ist, den Mut bewiesen, eine PS-starke Abordnung ins zum Testzeitpunkt erschreckend winterliche Prüfzentrum nach Papenburg zu schicken.

Nicht alle geladenen Gäste fanden den Mut

Bugatti scheute mit seinem Veyron 16.4 den weiten Weg und möglicherweise auch den Vergleich ebenso wie Bentley mit dem Continental GT Speed, Pagani mit dem Zonda F und Gumpert mit dem Apollo. Geladen waren diese Hersteller selbstredend ebenso wie Ferrari mit dem 599 GTB Fiorano und Jaguar mit dem XKR.
 
Bezüglich des Messprozederes waren die Vorgaben klar: Die Autos hatten voll getankt, mit zwei Personen und dem von sport auto bei allen Test verwandten Messsystem von 2D an den Start zu gehen. Die Wahl des Fahrers oblag dem Entsender. Die sport auto-Redakteure standen Gewehr bei Fuß, waren jedoch auch gern bereit, dem Beschleunigungs-/Bremsduell von der ungewohnten Perspektive des Beifahrersitzes aus beizuwohnen, so denn der Hersteller mit den Tücken des Geräts aus dem Effeff vertraute, werkseigene Testfahrer bevorzugte.

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