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Aktion Besser Fahren

Fahrdynamik-Training als Testalltag-Erlebnis

Aktion besser fahren Foto: Reinhard Schmid 58 Bilder

Mit quietschenden Reifen über den Handlingkurs, flott durch den Slalom-Parcours sowie Vollbremsungen auf Nässe sind Bestandteile des Fahrdynamik-Trainings der Aktion Besser Fahren. An dem Kurs auf dem Testgelände von Continental nahmen am 8. und 9. August 50 Leser teil und bewegten die gestellten VW Golf GTI und VW Scirocco im Grenzbereich.

13.08.2009

Das Programm beim zweitägigen Training stammt größtenteils aus dem offiziellen Testprogramm von auto motor und sport. Für einen Blick hinter die Testkulissen dürfen die Teilnehmer unter der Anleitung der Testredakteure die einzelnen Fahrdynamik-Übungen selbst unter die Räder nehmen. Dabei werden die 30 Einsatz-Fahrzeuge von VW gestellt.

Aktion besser fahren - Fahrdynamik-Training 35 Sek.

Beim Training am 8. und 9. August 2009 standen neben mehreren VW Scirocco auch einige neue VW Golf GTI zur Verfügung. Eine Angebot, das Reifen und Nerven der Teilnehmer gleichermaßen schonte. So besitzt der Spanier Ion Artamendi zwar selbst einen GTI und wollte die Grenzen seines Fahrzeugs kennen lernen, allerdings ohne ein Risiko eingehen zu müssen. Das eigene Auto im Grenzbereich zu bewegen hätte den 29-Jährigen viel Überwindung gekostet. Dank der gestellten Fahrzeuge konnte er sich jedoch auf die Übungen konzentrieren. Für andere Teilnehmer bot sich zusätzlich die Gelegenheit, selbst die neuen VW-Modelle kennenzulernen.

Altersspanne von 18 bis 74 Jahren

Die weiteren Gründe für die Teilnahme an dem Training waren ebenso vielfältig wie die Altersstruktur. Während ein 18-jähriger Teilnehmer erste Fahrpraxis sammeln wollte, begründete ein 74-Jähriger sein Kommen mit dem Wunsch, eine Bestätigung seiner Fahrtauglichkeit zu erhalten, um weiterhin sicher am Straßenverkehr teilnehmen zu können. Selbst einige Fahrlehrer befanden sich unter den Aktiven und unterstrichen die Notwenigkeit stetigen Übens, um richtig im Straßenverkehr reagieren zu können.

Als Testrefugium stellte Reifenhersteller Continental das Contidrom, ein Erprobungsgelände in der Nähe von Hannover bereit. Dort wurden täglich fünf Sektionen aufgebaut, an denen die Teilnehmer die einzelnen Manöver trainieren konnten. Am ersten Tag galt es unter anderem, möglichst harmonisch durch den 18-Meter-Slalom zu fahren. Eine Übung, die leichter aussieht als sie ist. Zahlreiche überfahrene Pylonen zeugten vom schwierigen Tanz durch die Slalomparcours.

Viel Fahrpraxis durch kleine Gruppen

Damit viel Fahrpraxis gesammelt werden konnte, bildeten jeweils zehn Personen eine Gruppe. Dann konnte nach der Demonstration durch die Instruktoren immer zu zweit in einem Fahrzeug trainiert werden. Ein System, das sich bereits bei den vergangenen Veranstaltungen bewährt hatte und auch dieses Mal von den Teilnehmern gelobt wurde: "Weil man viel mehr zum Fahren kommt, als bei anderen Trainings", war man sich im Fahrerlager einig.

Die weiteren Stationen trainierten das richtige Bremsen in der Kurve sowie die Fahrzeugkontrolle auf nassem und rutschigem Untergrund. "Obwohl das viele Fahren Spaß gemacht hat, haben wir auch eine Menge gelernt," bestätigte ein Teilnehmer das Konzept. "In der Theorie weiß man, wie eine Vollbremsung geht. Aber in der Praxis ist das noch mal etwas ganz Anderes. Es ist beeindruckend, wie einfach kritische Situationen durch richtiges Handeln entschärft werden können."

Sicherheit beginnt bei der Reifenwahl

Doch auch im Theorieraum wurde den Kursteilnehmern von Continental-Mitarbeiter Benedikt Lücke gezeigt, wie das Risiko beim Autofahren reduziert werden kann. Da die Reifen den Kontakt zwischen Auto und Straße herstellen, haben Qualitätsunterschiede weitreichende Konsequenzen. Mit einem Crash-Test-Video wurden die Auswirkungen der falschen Reifenwahl veranschaulicht.

Anschließend ging es auf den Nasshandlingkurs, um vom Beifahrersitz aus Reifenqualitätsunterschiede in der Praxis zu erleben. Während ein Golf GTI mit asiatischen Billigreifen selbst unter ständigen ESP-Regeleingriffen nicht auf dem Parcours zu halten war, gelang es dem mit Qualitätsreifen bestückten Modell bei gleicher Geschwindigkeit, ohne Probleme der Ideallinie zu folgen. "Ein Unterschied wie Tag und Nacht," fanden mehrere Teilnehmer.

Profiltiefe wird häufig unterschätzt

Dass die Profiltiefe ebenfalls einen gewichtigen Einfluss auf das Fahrverhalten hat, war auch Rudolf Weichold bekannt, der das Training mit seinem Sohn Carsten besuchte. Doch so gravierend, wie sich die Konsequenzen beim Aquaplaning in der Kurve zeigten, hatte er es sich nicht vorgestellt. Um die Unterschiede selbst zu erleben, durften die Teilnehmer auf einer Kreisbahn mit 80 km/h durch ein Wasserbecken fahren. Mit neuen Reifen pflügten Teilnehmer und Schulfahrzeuge zunächst spurtreu durch das kühle Nass. Nach dem Umstieg auf Autos mit vier Millimeter Profil sowie mit der vom Gesetzgeber geforderten Mindestprofiltiefe von 1,6 Millimetern rauschten die Teilnehmer dramatisch Richtung Kurvenaußenrand.

Nach dieser Erfahrung fiel Weichold Senior ein Stein vom Herzen, dass er nach dem Kauf eines Autos für den Filius gleich neue Reifen aufziehen ließ. "Ich hatte befürchtet, dass falsche Reifen gefährlich sein können, aber jetzt, da ich selbst erlebt habe, wie unkontrollierbar das Fahrzeug wird, bin ich überrascht." Sein Sohn bekannte, dass er die Pneus bisher wenig beachtet habe, aber jetzt wisse er um die Auswirkung der falschen Reifenwahl. Fortan wird er der schwarzen Gummimischung mehr Aufmerksamkeit widmen.

Motorsport live aus dem Cockpit erleben

Fahrerische Qualitäten konnten sich die Teilnehmer anschließend beim Elch-Test sowie den Ideallinien-Trainings auf den trockenen und bewässerten Handlingkursen erarbeiten. Professionellen Motorsport gab es zusätzlich in Form einer Taxifahrt im VW Scirocco-Rennwagen. auto motor und sport-Chefredakteur Bernd Ostmann chauffierte die Kursteilnehmer mit der 24h-Rennvariante vom Nürburgring über die Strecke. Zusätzlich wurden noch Mitfahrten mit den Instruktoren im Golf GTI durch die Steilkurve angeboten.

Am Samstagabend sowie in den Mittagspausen gab es ausreichend Gelegenheit, mit den auto motor und sport-Testern Erfahrungen auszutauschen. Kjetil Bilic Michaelsen, der extra aus Norwegen angereist war, gestand, dass er zwar etwas lernen wollte, aber der Spaß für Ihn im Vordergrund stand. "Doch im Nachhinein habe ich hier viel mehr gelernt als ich erwartet hatte, obwohl es trotzdem immer Spaß gemacht hat. Es hat sich gelohnt, für das Training nach Deutschland zu fliegen."

Weitere Informationen zu der Aktion Besser Fahren von auto motor und sport sowie Termine und Veranstaltungen finden Sie auf www.aktion-besser-fahren.de.

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