"Der ist ja nicht größer als ein Karussellauto", kommentiert Fotograf Reinhard Schmid, als der Bertone Prototipo aus dem Transportanhänger rollt. Und hat wie immer Recht. Auf bescheidene 2.196,5 Millimeter wurde der Radstand des Giulietta-Fahrgestells gekürzt, bevor die Alu-Karosserie darüber montiert wurde.
Bertone baute zwei der Alfa Romeo Giulietta Spider Prototypen
Der kurze Radstand zeichnete übrigens alle Prototypen und auch die spätere Serienausführung des Giulietta Spider aus. Erst 1959 erhielt der offene Alfa ein großzügigeres 2.250 Millimeter-Chassis. Ein Maß, das allen Alfa Spider bis zum Serie 4 von 1993 erhalten bleiben sollte.
Die Sorge, in dem winzigen Spider nicht Platz nehmen zu können, erweist sich als unbegründet. Der zierliche Sessel lässt sich recht weit nach hinten rücken, die stehenden Pedale sind ausreichend weit voneinander montiert, und die Lenkradschaltung lässt den Beinen viel Spielraum.
Auch das Fahrerlebnis ist erstaunlich normal. Der kostbare Spider ist agil, antrittsstark und überraschend modern, wie jede andere Giulietta 750 auch. Und trotz der nur 65 PS des 1300-Doppelnockers geht der Prototyp recht vehement zu Sache. Unter der Haube sitzt der 1954 vorgestellte klassische Alfa-Vierzylinder mit einem Vergaser, wie er auch in den ersten Sprint-Modellen zum Einsatz kam.
Interessanter noch als die Technik dieses zweiten Bertone-Prototypen ist seine Geschichte. Zeitgenössische Fotos belegen, dass Bertone, ebenso wie Pinin Farina, zwei Prototypen baute. Der eine wurde zu Max Hoffman nach New York verschifft, der andere - das Auto auf diesen Seiten - verblieb bei Bertone.
| Zum Shop >>> | Hier finden Sie die Alfa Romeo Kollektion |
| Zum Shop >>> | Hier finden Sie mehr Alfa Romeo Modelle |
| Zum Shop >>> | Hier finden Sie noch mehr Alfa Romeo Modelle |
| Zum Shop >>> | Zur Startseite von Modelcarworld |






