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Alfa Romeo Giulia vs. BMW M3

Die Neue in der Klasse

35 Bilder

Alfa Romeo präsentierte seine neue Mittelklasse gleich mit dem sportlichen Spitzenmodell Quadrifoglio Verde. Das zielt messerscharf auf den BMW M3. Hat die Italienerin Chancen gegen den Platzhirsch?

27.06.2015 Gerd Stegmaier, Patrick Lang 1 Kommentar

Spoiler, Flügel, fette Räder und Lufteinlässe, die ganze Eichhörnchenhorden einsaugen könnten: Alfas neue Giulia lässt schon allein optisch mördermäßig einen raushängen. Karosse und Grundlayout gleichen dem M3: Viertürige Stufenhecklimousine, 4,64 Meter lang, 1,83 Meter breit, Leistung satt aus einem aufgeladenen 6-Zylinder vorn, Antrieb hinten. Der BMW ist 4,67 Meter lang und 1,88 Meter breit.

Und hört man die Zielsetzung der Italiener, färbt sich das rote Kleid der heißblütigen Italienerin weiter weiß-blau: Eine ausgewogene Gewichtsverteilung von 50:50 steht in jedem BMW-Lastenheft, das Gewicht von knapp 1.500 kg war Zielvorgabe für den aktuellen M3. Selbst den Weg dahin gingen die Alfa-Techniker scheinbar auf den Spuren der Münchner Konkurrenz: Leichtbau mit Alu, Karbon und Plastik. Bei der Alfa Romeo Giulia sind Dach, Motorhaube und Kofferraumdeckel aus Karbon, die Türen aus Alu. Bei M3 (und M4) sind die Kotflügel sowie die Motorhaube aus dem Leichtmetall, das Dach aus Karbon, der Kofferraumdeckel aus einem Karbon-Kunststoffgemisch. Beiden gleich ist eine Karbon-Kardanwelle sowie Bremsscheiben aus einer Karbon-Keramik-Komposition.

Alfa Giulia
Hier fährt die Alfa Giulia 1:08 Min.

Alfa Giulia und BMW M3 unterscheiden sich unter der Haube

Beim Motor selbst sind dann doch ein paar Unterschiede zu erkennen: BMW pimpt seinen traditionellen 3,0-Liter-Reihensechszylinder mit Stufenaufladung durch zwei Turbinen sowie weiteren Feinheiten und holt so 431 PS. Alfa bedient sich des Rumpfmotors mit dem Alublock aus dem Maserati Ghibli, auch wenn uns die Techniker eine Eigenentwicklung vorspiegeln. Der Biturbo-V6 mit ebenfalls 3,0 Litern Hubraum bringt es im Alfa auf satte 510 PS, die er an ein manuelles 6-Ganggetriebe abgibt. Den M3 gibt es als Handschalter und mit 7-Gang-Doppelkupplungsgetriebe.

Damit schafft er es in 4,1 Sekunden aus dem Stand auf 100 km/h. Das kann der Alfa laut Werksangabe auch mit herkömmlichem Getriebe schneller: 3,9 Sekunden versprechen die Italiener, wenn man einen Quickie mit dem Schaltstock hinlegt – die korrespondierende Zeit beim BMW liegt laut Werk bei 4,3 Sekunden.

Mercedes-AMG C63 kann nicht mithalten

Dieses Prestigeduell entscheidet die "Neue  in der Klasse“ der Sportlimousinen also zumindest auf dem Papier für sich. Da kann nicht mal das S-Modell des  Mercedes C63 AMG mithalten (4,0 Sekunden), das zwar auch mit 510 PS protzt, aber auch etwa 150 Kilogramm schwerer ist.

Aber die große Qualität des M3 ist ja nicht die Längsdynamik, sondern trotz guter Alltagstauglichkeit eine mitreißende Performance auf der Rennstrecke. Und was sagt Alfa dazu? War der M3 hier auch Vorbild?

Alfa wollte das bestmögliche Auto bauen

"Wir wollten das in Sachen Dynamik bestmögliche Auto bauen und nicht in allen Teilbereichen BMW überbieten“, sagt Philippe Krief, Entwicklungschef der Giorgio-Plattform, auf der die Giulia steht. Gleichzeitig räumt er ein, dass man Vergleichsfahrten mit dem BMW M3 gemacht habe – aber nur um zu spüren, wie sich der BMW anfühlt. Klingt nach "leider langsamer“. Aber abwarten. Denn bei einem in diesem Segment besonders wichtigen Kriterium ist die Gilulia benchmarkverdächtig: Der Sound klingt weder nach Verdi noch nach Jodler, sondern herrlich böse. Hören Sie selbst im Video!

In unserer Bildergalerie können Sie sich die Unterschiede zwischen Alfa Romeo Giulia, BMW M3 und Mercedes-AMG C63 nochmal optisch vor Augen führen.

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Eine Anmerkung zu Ihrem Bericht: Der Motor des Alfa stammt nicht vom Maserati Ghibli,welcher einen V6 mit 60° Winkel verwendet. Der Alfa V6 ist ein 90° V6, welcher eine Ableitung vom Ferrari V8 (F154) mit ebenfalls 90° V ist. Auch Hub und Borung sind identisch mit dem F154. Kann sein, dass der Alfa-Motor bei Maserati gebaut wird, aber es ist kein Maserati Motor.

Hans Wach 11. September 2016, 12:22 Uhr
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