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Auto auf Zeit - So funktioniert das Carsharing

Foto: DB Rent 23 Bilder

Wer hat's erfunden? Die Schweizer natürlich. 1948 nahm das Carsharing mit der Schweizer Selbstfahrergenossenschaft ihren Anfang. Die Idee des "Autoteilens" erfreut sich heute großen Zuspruchs. Wir zeigen Ihnen, wie Carsharing funktioniert und worauf Sie achten sollten.

03.08.2010

Im Vordergrund steht die Idee, dass die Kosten für ein Gemeinschaftsauto beim Carsharing zwischen mehreren Fahrzeugnutzern aufgeteilt werden. Dem einzelnen Fahrer entstehen somit, anders als bei einem Privatauto, keine Fixkosten. Rechnet man Versicherung, Verschleiß und Wertverlust mit ein, können sich diese bei einem Kleinwagen nämlich schnell auf mehrere hundert Euro pro Monat summieren.

Beim Carsharing stellen diverse Anbieter in ganz Deutschland sowie in der Schweiz und in Österreich eine Fahrzeugflotte zur Verfügung. Die Autos sind entweder an eigens dafür vorgesehenen Parkplätzen oder an beliebigen Orten im Stadtgebiet geparkt. Carsharing-Kunden können die Fahrzeuge rund um die Uhr entweder rechtzeitig buchen oder spontan in Anspruch nehmen. Der Zugang erfolgt entweder über eine Chipkarte oder über in speziellen Tresoren untergebrachte Schlüssel.

Carsharing: Daimler startet Car2Go

Das Konzept des Carsharings erfreut sich in Deutschland wachsender Beliebtheit. Daimler hat als erster Hersteller auf den neuen Mobilitätstrend reagiert. Im Oktober 2008 lief in Ulm und in New York das Pilotprojekt Car2Go an. Der Erfolg war so groß, dass Daimler jüngst die Fortführung der Carsharing-Aktion in Ulm bekannt gegeben hat. In der schwäbischen Metropole stehen insgesamt 200 Smart Fortwo bereit. Bei der Anmeldung wird der Führerschein jedes Kunden mit einem elektronischen Siegel versehen, mit dem alle Fahrzeuge geöffnet werden können. Der Kunde muss an Bord des Smart lediglich seine persönliche Kennziffer eingeben und kann das Fahrzeug dann so lange nutzen, wie er möchte. Die Nutzung des Smart kostet pro Minute 19 Cent. Darin enthalten sind bereits alle Kosten wie Miete, Versicherung, Steuern, Reinigung, etc. Eine Kaution oder Monatsgebühren verlangt Daimler nicht. Sogar das Benzin muss der Car2Go-Kunde nicht extra bezahlen. Sollte die Tankfüllung des Smart zu Neige gehen, befindet sich in jedem Fahrzeug eine Tankkarte, mit der das Auto an allen deutschen Shell-Tankstellen kostenlos wieder vollgetankt werden kann. Im Falle eines Unfalls fallen 500 Euro Selbstbeteiligung an.

Wer einen Car2Go-Smart also für 15 Minuten in Anspruch nimmt, zahlt hierfür 2,85 Euro. Eine Stunde Smart-Fahren schägt mit 9,90 Euro zu Buche. Der maximale Tagespreis beläuft sich auf 49 Euro. Dabei ist es unerheblich, wie viele Kilometer zurückgelegt werden (bis zu 2.000 Kilometer pro Kalendermonat, danach: 9,90 Euro pro angefangene 100 Mehrkilometer). Am Ende der Nutzungsdauer kann der Smart an jedem beliebigen Punkt im Ulmer Stadtgebiet wieder abgestellt werden. Die Rechnung kommt dann per Post.

Das Carsharing-Projekt von Daimler wird von den Ulmern anscheinend gut angenommen: Mittlerweile haben 18.000 Kunden einen Smart auf Zeit gemietet. 60 Prozent der Nutzer sind unter 36 Jahre alt. 30 Prozent der 18- bis 35-Jährigen Ulmer nutzt nach Angaben von Daimler bereits Car2Go. Die Hälfte der Kunden nutzt das Carsharing-Angebot regelmäßig. Jeder Smart wird pro Tag zwischen vier und acht Mal in Anspruch genommen. Die kleinen Flitzer brachten es im ersten Jahr auf insgesamt drei Millionen Kilometer. Im Schnitt legte jeder Kunde pro Mietdauer 15 Kilometer zurück.

Der Vorteil des Carsharing-Projekts in der Studentenstadt Ulm liegt für Daimler auf der Hand: Auf diese Weise können sich die Stuttgarter neue, junge Kundenschichten erschließen. Im September 2009 wurde das Car2Go-Projekt auf Neu-Ulm ausgeweitet.

Carsharing auch für BMW  und Peugeot interessant

Auch andere Autohersteller wie BMW machen sich Gedanken über neue Mobilitätskonzepte für die Zukunft. BMW-Vertriebschef Ian Robertson erklärte im Interview mit auto motor und sport, dass man bei den Münchener ebenfalls über auf die neuen Mobilitätsbedürfnisse eingehen wolle. Peugeot startet indessen mit dem "Mu by Peugeot" ebenfalls ein Carsharing Projekt, bei dem das Elektroauto Peugeot Ion zum Einsatz kommen soll. Noch ist es auf fünf französische Städte beschränkt, in Berlin soll jedoch schon bald der Startschuss fallen.

Auch die Deutsche Bahn hat Carsharing im Programm

Von der Schiene auf die Straße: Wer stunden-, tage- oder wochenweise ein Fahrzeug benötigt, etwa wenn die Bahn wieder einmal Verspätung hatte, wird auch bei der Deutschen Bahn fündig. In über 100 deutschen Städten stehen 1.500 Autos an Bahnhöfen und mitten in der Stadt bereit. Gebucht werden können die Fahrzeuge über das Internet oder per Telefon (ein Euro pro Buchung). Voraussetzung ist eine Kundenkarte, die mit 99 Euro zu Buche schlägt. Inhaber einer Bahncard zahlen 69 Euro (inkl. 25 Euro Fahrtguthaben).

Die Preise beginnen bei 1,90 Euro pro Stunde für einen Smart Fortwo. Der Stundenpreis variiert, abhängig von der Tageszeit. Hinzu kommt eine Spritpauschale, die von der gebuchten Fahrzeugklasse abhängig ist (z.B. Klasse 0 (Smart): 0,19 Euro pro Kilometer; Kompaktklasse: 0,17 Euro pro Kilometer; Oberklasse: 0,20 Euro pro Kilometer; Transporter I: 0,17 Euro pro Kilometer). Allerdings lässt sich die Bahn beispielsweise die Bezahlung per Kreditkarte oder per Überweisung mit fünf Euro extra bezahlen. Auch eine verspätete Abgabe schlägt bis 15 Minuten mit 25 Euro zu Buche, bei mehr als 15 Minuten gar mit satten 50 Euro. Die Selbstbeteiligung im Schadensfall beläuft sich beim Carsharing-Projekt der Bahn auf stolze 1.500 Euro.

Stadtmobil bietet Carsharing in neun deutschen Regionen

Ein weiteres Carsharing-Projekt läuft bereits seit 1991 unter dem Namen Stadtmobil. Dabei können sich Kunden ihr gewünschtes Fahrzeug an 451 Stationen in neun Regionen (Berlin, Braunschweig, Hannover, Karlsruhe, Pforzheim, Rhein-Main, Rhein-Neckar, Rhein-Ruhr, Stuttgart) rund um die Uhr telefonisch oder per Internet reservieren. Den Zugang zu einem der insgesamt 1.073 Autos ermöglicht eine Chipkarte oder ein Tresorschlüssel. Am Ende des vorab gebuchten Zeitraums muss das Fahrzeug an seinem reservierten Stellplatz abgestellt werden. Zur Wahl stehen Fahrzeuge in fünf Klassen, vom Toyota Aygo über Opel Corsa, Opel Astra und Tigra bis hin zu Kleinbussen und Transportern.

Jeder Kunde muss eine einmalige Aufnahmegebühr in Höhe von 60 Euro sowie eine Monatsgebühr (Einzelperson: sieben Euro) entrichten. Darüber hinaus muss eine Kaution in Höhe von 550 Euro hinterlegt werden.

Die Kosten setzen sich bei Stadtmobil-Carsharing aus einem Zeit- und einem Kilometertarif zusammen. Eventuelle Ausgaben für Benzin werden dem Kunden erstattet. So kostet ein Toyota Aygo zwischen sieben und 24 Uhr pro Stunde 1,30 Euro und 0,18 Euro pro Kilometer (bis 100 Kilometer, danach 0,16 Euro/Kilometer). Ein ganzer Tag schlägt mit 20 Euro plus Kilometer-Kosten zu Buche. In der Fahrzeugkategorie C (z.B. Opel Astra) kostet eine Stunde 2,90 Euro. Die Kosten für einen Kilometer belaufen sich hier auf 23 Cent. Darüber hinaus bietet Stadtmobil spezielle Tarife für Studenten oder Inhaber eines Monatskarten-Abos im Öffentlichen Personen Nahverkehr in Stuttgart an.

Nahezu alle Carsharing-Firmen haben überdies sogenannte Business-Tarife für Unternehmen im Programm. Zu den größten Carsharing-Anbietern in Deutschland zählt auch die Cambio-Gruppe, die über 690 Fahrzeuge und 151 Stationen verfügt. Weitere Anbieter finden Sie beim Bundesverband Carsharing e.V.

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