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Medizinisch psychologische Untersuchung

Was Sie zum Thema MPU wissen sollten

Foto: dpa

Eine MPU kann von der Fahrerlaubnisbehörde aus diversen Gründen angeordnet werden. Die im Volksmund "ldiotentest" genannte Untersuchung erfolgt dann, wenn Zweifel an der Eignung des Führerscheininhabers am Führen von Kraftfahrzeugen bestehen.

02.01.2012

Diese Gründe rechtfertigen eine Medizinisch-Psychologische Untersuchung (MPU)

Derartige Zweifel können hervorgerufen werden, sofern einer der folgenden Sachverhalte vorliegt:

  • Im Falle eines Alkoholverstoßes mit einer Blutalkoholkonzentration von mehr als 1,6 Promille.
  • Bei wiederholtem Alkoholeinfluss am Steuer.
  • Bei Drogeneinfluss am Steuer.
  • Bereits vor der Erteilung der Fahrerlaubnis kann eine MPU angeordnet werden, wenn begründete Bedenken an der Eignung zum Führen eines Fahrzeugs bestehen.
  • Durch den Entzug der Fahrerlaubnis aufgrund einer Straftat vor der erneuten Erteilung des Führerscheins.
  • Wenn die Fahrerlaubnis entzogen wurde, weil der Betreffende 18 Punkte oder mehr in Flensburg angesammelt hat.

Vorbereitung auf die MPU

Zur Vorbereitung auf die MPU gibt es diverse Kursangebote. Diese sind in der Regel gestaffelt nach den Gründen für den Führerscheinentzug (Alkohol, Drogen, Punkte). Im Rahmen dieser Kurse soll sich der Delinquent bewusst mit seinem Verhalten auseinander setzen und Optimierungspotential für die Zukunft erkennen. 

Neben Kursen in Gruppen gibt es auch die Möglichkeit, sich mit psychologisch geschulten Beratern in Einzelgesprachen auf die MPU vorzubereiten. Solche Beratungsstunden schlagen beispielsweise beim TÜV SÜD Pluspunkt mit jeweils 89 Euro zu Buche. Für die komplette Vorbereitung müssen 21 Stunden absolviert werden. Ein Beispiel für einen Gruppen-Kurs zur MPU-Vorbereitung ist der Kurs "Freyung" des TÜV SÜD Pluspunkt (bei Führerscheinentzug wegen Alkohol). Er beinhaltet sieben Sitzungen zu je 3 Stunden.

Nachschulungen nach absolvierter MPU

Auch nach einer MPU kann zur Wiedererlangung der Fahrerlaubnis nach §7O FeV eine Nachschulung empfohlen werden, wenn das medizinisch-psychologische Gutachten zu dem Ergebnis kommt, dass der Betreffende noch nicht zum Führen von Kraftfahrzeugen geeignet ist.

Diese Bedenken kann er dann durch die Teilnahme an einem Kurs zur Wiederherstellung der Fahreignung widerlegen. In diesem Fall muss sich der Betreffende an die zuständige Führerscheinstelle wenden und das MPU-Gutachten vorlegen. Es bedarf der Zustimmung der Behörde zur Kursteilnahme. Derartige Kurse bietet zum Beispiel der TÜV SÜD Pluspunkt an. Sie kosten zwischen 359 und 499 Euro. Dabei gibt es verschiedene Kurse, gegliedert nach dem Grund für den Führerscheinentzug (Alkohol, Drogen oder Punkte).

Eine Teilnahmebescheinigung wird ausgestellt:

  • nach 12 bis 16 Stunden, verteilt auf die Dauer von mindestens 22 Tagen (Alkohol)
  • nach 15 bis 24 Stunden, verteilt auf die Dauer von mindestens 35 Tagen (Drogen)
  • nach 12 bis 16 Stunden, verteilt auf die Dauer von mindestens 22 Tagen (Punkte)

Was Sie zum Thema Sperrfrist wissen sollten

Hat der Richter bei Entzug der Fahrerlaubnis wegen Alkoholmissbrauchs für die Wiedererteilung eine sogenannte Sperrfrist auferlegt, kann die Teilnahme an einer Nachschulung im Einzelfall diese Sperrfrist eventuell verkürzen.

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