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Allgäu-Orient-Rallye 2012

Taxi to Baku

Foto: Taxi to Baku 13 Bilder

Abenteuer, Motorsport, Spaß, Freude, Freunde, Völkerverständigung und direkte Hilfe - eine herkömmliche Rallye ist das Allgäu-Orient-Abenteuer sicher nicht. Motor Klassik informiert über das automobile Abenteuer und begleitet Team 96 in Word und Bild.

30.04.2012 Michael Rassinger Powered by

Die Allgäu-Orient-Rallye hat sich in nur sechs Jahren zur einer der größten Rallyes der Welt gemausert. Dies betrifft sowohl die Teilnehmerzahl als auch die zurückgelegten Kilometer. Die Rallye bringt für die Teilnehmer Abenteuer, Motorsport, Durchhaltevermögen, Strapazen, „Höllen-Erlebnisse“, aber vor allem Spaß, Freude und hautnahen Kontakt zu fremden Menschen und Kulturen mit sich. Als schöner Nebeneffekt werden soziale Projekte in armen Ländern unterstützt. Bisher glückte dies alles ohne schlimme Unfälle bei kalkulierbarem Risiko.
2011 noch konnte das Rallyeziel wegen der zwei Tage vor dem Start der Rallye in Syrien aufflammenden Unruhen auf dem Landweg nicht erreicht werden. Nachdem der Versuch, Jordanien über Zypern, die Fähre, Israel oder Ägypten zu erreichen, an den Behörden gescheitert war, wurde die Rallye nach einer dreitägigen „Fähr-Odyssee“ in Mersin/Türkei beendet. Da die Syrien-Unruhen immer noch andauern, musste für 2012 ein neues Rallyeziel gefunden werden. Das Ziel in diesem Jahr ist Baku in Aserbaidschan.

Vom Allgäu nach Aserbaidschan

Die Allgäu-Orient-Rallye 2012 startete am 28. April 2012 in Oberstaufen im Allgäu. 111 Teams mit jeweils drei Autos und sechs Fahrern verließen um 8:00 Uhr die Startrampe. Nach über 5555 harten Kilometern auf Nebenstraßen über Immenstadt, Hindelang, Istanbul, Trabszon, dem Berg Ararat und Tiflis werden die Rallyeteams am 14. Mai ihr Ziel in Aserbaidschans Hauptstadt Baku erreichen. Dort wartet eine abschließende und harte Sonderprüfung auf die „tollkühnen Frauen und Männer in ihren klapprigen Kisten“.

Bei der Veranstaltung, die als preiswerte und sichere Alternative zur Rallye Paris-Dakar entstanden ist, fahren keine unbezahlbaren Rallyeboliden. Zugelassen sind nur „alte Kisten“. Die Fahrzeuge müssen entweder 20 Jahre auf dem Buckel haben oder dürfen nicht mehr als 1.111,11 Euro wert sein. Auch Motorrad-Oldies können mitfahren, müssen sich aber ebenfalls an die Wertvorgabe halten. Bei jüngeren Maschinen wird pro Kubikzentimeter Hubraum 1,11 Euro angesetzt. Mehr als ein Liter Hubraum ist also für Youngtimer nicht drin.
Übernachtet wird in Zelten oder Hotels, in denen die Übernachtung nicht mehr als 11,11 Euro kostet. Autobahnen, Fähren und Navigationssysteme sind (bis auf die Bosporus-Fähre) strikt verboten. Das Siegerteam bekommt am Ziel stilgerecht ein lebendes Kamel als Siegprämie. Da die Einfuhr beziehungsweise der Einritt in Deutschland aber für Privatleute nicht machbar ist, wird das Wüstenschiff vom Siegerteam traditionsgemäß einem jungen Einheimischen geschenkt. So funktioniert eine unbürokratische Existenzgründung sponsored by Germany!

Eine Rallye der Kulturen

Die Allgäu-Orient-Rallye soll Spaß und Freude bringen. Sie dient neben dem Rallyesport vor allem der Volkerverständigung, dem Kontakt zu anderen Kulturen und letztendlich dem guten Zweck. Man kann die Allgäu-Orient-Rallye ohne Zweifel als eines der letzten automobilen Abenteuer dieser Welt bezeichnen. Motor Klassik ist mit dem Team 96 unter Teamleader Florian Fickel live bei der Rallye dabei. Das Team hat eine eigene Internetseite eingerichtet (http://www.taxitobaku.de/ ) und ist auch bei Facebook präsent.

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