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Alltagstaugliche Oldtimer

Ein Oldie für die ganze Familie

Ford 17M/20M P7, Frontansicht, Anna Matuschek Foto: Dino Eisele 18 Bilder

In dieser Ausgabe unserer Gebrauchtwagenserie stellen wir Ihnen Familientaugliche Oldtimer unter 10.000 Euro vor. Genauer unter die Lupe genommen haben wir den Ford Taunus 20M P7.

27.05.2013 Anna Matuschek Powered by

Für alle, die in Sachen Oldtimer nicht up to date sind: In Deutschland gilt ein Fahrzeug als historisch, wenn es älter als 30 Jahre ist. Besitzer haben die Möglichkeit, ein solches Schätzchen mit H-Kennzeichen zuzulassen. Damit sind die Unterhaltskosten viel niedriger als bei einem normalen Pkw. So kostet ein Ford Taunus 20M P7 (1968 bis 1971) je nach Versicherung etwa 450 Euro pro Jahr (inklusive Kasko und Steuer).

Wir haben ein solches Modell gefunden und genau angeschaut. Es ist mit dem serienmäßigen Zweiliter-V6-Motor ausgestattet, der 90 PS leistet und als sehr robust gilt. Auf Wunsch gab es sogar ein weich schaltendes Dreigang-Automatikgetriebe, das gut funktioniert. Praktisch für Familien sind die vier Türen und der große Kofferraum.

Nach gesunder Basis Ausschau halten

Bei der Wahl eines geeigneten Exemplars sollte man besonders auf einen guten Zustand des Interieurs achten, denn Ersatz ist seit dem Großbrand des Ford-Zentrallagers 1977 nur schwer zu bekommen. Dennoch ist die Versorgung mit gängigen Verschleißteilen gesichert. Ähnlich wichtig ist eine gute Blechsubstanz, typische Roststellen sind die Scheinwerfertöpfe. Nehmen Sie zur Kontrolle die Kunststoffabdeckung hinter dem Gehäuse ab und fühlen in die Aussparung. Auch an den sogenannten Innentaschen droht erhebliche Korrosion. Zum Check den Kofferraum öffnen und links und rechts in die Aussparungen zwischen Gepäckraum und Radlauf schauen. Und wenn die Klappe schon einmal geöffnet ist, den kompletten Teppichboden entfernen und auf Nässe prüfen. Durch poröse Dichtungen dringt ebenso leicht Feuchtigkeit ein wie durch das Stahlschiebedach.

Selbst die eigentlich soliden Wagenheberaufnahmen sind häufig morsch. Und dann wären da noch die Längsträger vorne, die gerne angefressen sind. Wer ein wirklich gutes Auto haben möchte, sollte überdies den Austausch wichtiger Fahrwerkskomponenten wie der Blattfedern an der Hinterachse erwägen. Diese sind zwar solide und halten meist ein langes Autoleben, vermitteln allerdings besonders bei großer Last nicht mehr das perfekte Fahrgefühl.

Mehr Infos zum Ford 20M und andern familientauglichen Oldtimern finden Sie in der Fotoshow.

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