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Alternative Antriebe

Altmaier unzufrieden mit Autoindustrie

Peter Altmaier, Bundesumweltminister Foto: pa

Bundesumweltminister Peter Altmaier (CDU) ist nicht zufrieden mit dem Einsatz der Autoindustrie für umweltfreundlichere Autos. Er will mit den Herstellern über Antriebstechniken sprechen.

14.11.2012 auto motor und sport

Es gäbe zu viele verschiedene Konzepte, man müsse sich auf wenige konzentrieren. Deshalb kündigte Altmaier in auto motor und sport Verhandlungen mit den Herstellern an. "Ich bemühe mich schon seit über zehn Jahren herauszufinden, auf welche Antriebstechnologien die deutschen Autohersteller nun setzen. Mal ist man sich untereinander nicht einig, mal ändern einzelne Firmen ihre Strategie", kritisiert Altmaier in dem Magazin.

Mit Elektroautos, Plug-in-Hybriden, Erdgas-Autos, Brennstoffzellenantrieben und Fahrzeugen, die Biokraftstoffe nutzen, gäbe es eine Vielzahl an Technologien. "Aber auf Dauer werden wir sicher nur zwei bis drei Antriebsarten haben und nicht sechs oder acht."

Vorreiterrolle nur möglich, wenn Hersteller sich einig werden

Altmaier will deshalb mit der Industrie Schwerpunkte festlegen. "Mir erscheint es sinnvoll, sich gemeinsam mit der Autoindustrie auf zwei bis drei Leittechnologien zu verständigen, die wir dann auch gezielter fördern können, wie zum Beispiel den Ausbau eines Erdgas-Tankstellennetzes in Europa." Eine solche Einigung sei Voraussetzung für den weiteren Erfolg der deutschen Autoindustrie. "Sobald sich die deutschen Automobilhersteller untereinander einig sind, habe ich keinen Zweifel, dass es uns auch gelingt, eine Vorreiterrolle zu übernehmen. Wir brauchen ein Signal von der Industrie." Für die Mobilität der Zukunft sei neben dem Elektroauto auch der Gasantrieb interessant. Zudem gebe es "erfolgversprechende Entwicklungen beim Thema Erdgas aus Windstrom."

Von der Autoindustrie fordert Altmaier, dass sie das Elektroauto marktfähig macht. "Mit steigender Zahl der Modelle und größerer Verbreitung von Elektroautos werden dann auch die Preise sinken. Das ist ein Prozess, der sicher zwei bis drei schwierige Jahre dauern wird, aber man kann nicht immer nur nach staatlicher Förderung rufen, solange die Hausaufgaben noch nicht gemacht sind."

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