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Alternative Antriebe

Elektro-Autos 2020 billiger als Benziner?

Mindset Hybrid Foto: Mindset 13 Bilder

Bis 2020 sollen nach Regierungsplänen etwa eine Million Elektro-Autos das Bild in den Städten mitbestimmen. Einer aktuellen Modellrechnung zufolge könnten diese Fahrzeuge auch in puncto Kosten deutlich an Attraktivität gewinnen.

11.05.2009 Ralf Bücheler

Glaubt man der aktuellen Prognose des Instituts für Automobilwirtschaft (IFA), so könnte der Kilometerpreis für ein Elektroauto 2020 rund zehn Prozent unter dem eines Benziners liegen. Gegenüber einem Diesel sollen die E-Autos etwa sieben Prozent günstiger sein.

Vision Elektromobilität 7:00 Min.

Elektroautos werden günstiger

Die Modellrechnung von IFA und Dekra geht davon aus, dass der Benzinpreis bis 2020 auf rund drei Euro steigt, ein Benziner im Schnitt nur noch sechs Liter und ein Dieselauto fünf Liter verbraucht. Bei den Batterie-Preisen wird angenommen, dass sich diese für Elektroautos auf 6.000 Euro halbieren. Dann könnten die Kilometerkosten bei einem rein elektrisch betriebenen Fahrzeug, etwa einem Plug-In-Hybrid, auf 44 Cent sinken - bei Batterie gestützten Elektroautos sogar auf 42 Cent. Im Gegensatz dazu prognostizieren die Auto-Experten rund 47 Cent/Kilometer bei den Benzinern, 45 Cent bei den Dieselmotoren. 2008 kostete ein Benziner rund 35 Cent je Kilometer, ein Diesel-Auto lag bei rund 34 Cent je Kilometer.

Gas-Autos als weitere Alternative

Auch Autogas- und Erdgasfahrzeuge würden laut IFA mit Kilometerkosten von 42 und 41 Cent für Autofahrer noch eine attraktive Alternative darstellen - alles jedoch stark abhängig von der künftigen Besteuerung der unterschiedlichen Kraftstoffe.

Laut Bundesregierung soll sich Deutschland künftig zum Leitmarkt für die Elektromobilität entwickeln. Gefördert werden soll vor allem die Lösung des Problems der Stromzufuhr über Speicherbatterien und Steckdose. Das betrifft reine Elektroautos in der Zukunft ebenso wie die bereits weiterentwickelten Hybrid-Fahrzeuge mit parallelem Elektroantrieb und Benzinmotor.    

"Da der Strom für elektrische Fahrzeugantriebe aus einer Vielzahl von Primärenergien gewonnen werden kann, macht man sich unabhängiger von Ölimporten und den stark schwankenden Preisen an der Tankstelle", hieß es im Bundes-Umweltministerium (April 2009).

Elektromobilität mit großen Chancen

Die Elektromobilität biete gerade für die deutsche Automobil- und Zulieferindustrie große Chancen. "Denn in den wichtigen Märkten weltweit ist eine zunehmende Verschärfung der Kohlendioxid (CO2)- und Abgas-Gesetzgebung zu beobachten. Und bei den Pkw-Käuferinnen und Käufern spielen die Betriebskosten eines Fahrzeugs nach den Erfahrungen mit den hohen Kraftstoffpreisen im vergangenen Jahr eine deutlich wichtigere Rolle." Niedrige Ölpreise könnten beim Anspringen der Welt-Konjunktur schnell wieder ansteigen.

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