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Alternative Antriebe

Mangelhaftes Ladenetz verhindert Durchbruch

Fehlende Lademöglichkeiten verhindern den Durchbruch von E-Autos.

Autohersteller setzen auf alternative Antriebe, die Verbraucher schrecken jedoch noch vor dem Kauf zurück. Das liegt unter anderem an der mangelnden Reichweite, aber auch an dem noch schlecht ausgebauten Versorgungsnetz.

11.02.2014 auto motor und sport

Autogas- oder Erdgasautos, Elektroautos und Wasserstoffautos - Autofahrer, die auf alternative Antriebe setzen wollen, haben die Qual der Wahl. Die Vorteile der Technologien liegen auf der Hand: Fahrzeuge, die nicht oder nicht ausschließlich mit einem Verbrennungsmotor betrieben werden, sind umweltschonender und in der Regel auch günstiger im Unterhalt. Dass alternative Antriebe allerdings noch wenig nachgefragt werden, hat ebenfalls offensichtliche Gründe. Zum einen kann die Reichweite der Modelle nicht mit modernen Verbrennern mithalten. Zum anderen ist das Versorgungsnetz in Deutschland noch ausbaufähig. In Kombination ergibt sich je nach Standort oftmals eine mangelhafte Alltagstauglichkeit.

Rund 14.700 Tankstellen stehen etwa 4.400 Ladestationen gegenüber

Während der Mineralölwirtschaftsverband (MWV) zuletzt knapp 14.700 Tankstellen in Deutschland zählte, haben Autofahrer, die auf alternative Antriebe setzen, bislang das Nachsehen. Vergleichsweise gut ausgebaut ist das Netz an Autogasstationen. Fahrer von LPG-Autos können bundesweit am mehr als 6.700 Tankstellen Gas nachfüllen. Schwieriger wird es bei Erdgas. Denn das deutsche Versorgungsnetz umfasst laut der Initiative "Erdgas mobil" gerade einmal 919 Tankstellen.

Schwierig haben es auch die Fahrer der bislang rund 10.000 in Deutschland zugelassenen Elektroautos. Ihnen stehen einer Umfrage des Bundesverbandes der Energie- und Wasserwirtschaft (BDEW) zufolge nur rund 4.400 öffentliche Ladestationen zur Verfügung. Außerdem existieren kaum Lademöglichkeiten in Wohngebieten, wo die Autos bequem über Nacht laden könnten.

Für Wasserstoffautos sieht die aktuelle Situation noch verheerender aus. Ab 2015 sollen die ersten serienreifen Modelle erhältlich sein. Allerdings gibt es hierzulande laut Deutschem Wasserstoff- und Brennstoffzellen-Verband (DWV) erst 30 Tankstellen, wovon sogar nur 15 öffentlich zugänglich sind. Damit sich alternative Antriebe durchsetzen können, muss das Versorgungsnetz also noch deutlich ausgebaut werden.

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