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Am Puls des Fahrers

Ford entwickelt EKG-Sitz

Ford Ka, Sitze Foto: Karl-Heinz Augustin

Die Gesellschaft wird im Schnitt immer älter - und am Steuer drohen neue Gefahren: Plötzliche Herzprobleme steigern das Unfallrisiko von Senioren. Das zumindest glauben die Forscher von Ford und entwickeln deshalb einen intelligenten Sitz mit Pulssensor. Er soll den Gesundheitszustand des Fahrers überwachen.

26.05.2011

Droht ein Herzinfarkt, schlägt das System Alarm oder aktiviert andere Assistenzsysteme, um einen Crash zu verhindern, erklärte der Hersteller.
 
Der Spezialsitz wird im Ford Forschungszentrum in Aachen entwickelt. Sensoren in der Rückenlehne messen wie ein Elektrokardiogramm (EKG) die Herzfrequenz und können Unregelmäßigkeiten erkennen. Bei Tests habe die Technologie bei 95 Prozent aller Probanden zuverlässige Messergebnisse erzielt und 98 Prozent der Fahrzeit überwachen können.

Serieneinsatz noch ungewiss

Wann die Technologie zum Einsatz kommt und mit welchen Assistenzsystemen sie kombiniert wird, sagte der Hersteller noch nicht. Sicher scheint aber die Verknüpfung mit dem Kommunikations- und Telematiksystem Ford Sync, das in Europa 2012 auf den Markt kommt und auf Basis des Pulssignals automatische Notrufe absetzen kann.
 
Hintergrund der Forschung am EKG-Sitz ist die demografische Entwicklung. Denn aktuellen Studien zufolge werden bis zum Jahr 2023 rund 23 Prozent der Bevölkerung in Europa älter als 65 Jahre sein. Bis 2050 soll der Anteil auf 30 Prozent steigen. Zugleich gebe es immer mehr Patienten mit Herzproblemen und Bluthochdruck, erklärten die Ford-Entwickler.

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