Noch vor wenigen Tagen machte AMG-Chef Volker Mornhinweg auf der New York Auto Show der wichtigen US-Kundschaft Geschmack auf neue Varianten der Mercedes-Hochleistungstochter - jetzt ist er anlässlich der Auto Shanghai in die chinesische Metropole geeilt, um asiatische Käufer zu locken. Kein Wunder: Die Absatzzahlen der letzten Monate versprechen trotz weltweiter Wirtschaftskrise ein gutes Geschäft. Mit 24.200 verkauften Einheiten in China konnte der Verkauf 2008 im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um satte 190 Prozent gesteigert werden.
Chinesen lieben den Mercedes G55 AMG
Das erste Quartal dieses Jahres lief bei Mercedes-AMG mit einem Minus von 2,8 Prozent nicht ganz so rund, doch im Marktumfeld der High-Performance-Marken (minus 33 Prozent) konnte sich die Mercedes-Tochter damit trotzdem gut behaupten. Mitterweile führt AMG 13 Verkaufsstützpunkte in China, neun weitere sollen noch in diesem Jahr folgen, alle angelehnt an große Mercedes-Händler, die in ihren Werkstätten ungewöhnliche Serviceleistungen anbieten: Da meist die Chauffeure und nicht die Besitzer der Autos zu ihnen kommen, bieten sie eine ganze Erlebniswelt bis hin zu eigenen Kinos, um die Piloten der Luxuslimousinen bei der Wartezeit zu unterhalten.
Meistverkaufte AMG-Variante ist in China übrigens der G55 AMG. "Den haben wir ja auch technisch so sorgfältig weiterentwickelt, dass er immer noch tiptop ist," erklärt AMG-Chef Volker Mornhinweg. "Wenn wir den hier nicht mehr anbieten würden, wären die Leute richtig sauer auf uns."
AMG will CO2-Ausstoß deutlich senken
Neu zur Wahl steht für den chinesischen Kunden nun der S65 AMG mit allen neuen Assistenzsystemen der E-Klasse und 612 PS starkem V12-Motor - ein 1.000 Newtonmeter-Tier, das der neuen AMG-Strategie jedoch in puncto Kraftstoffverbrauch nicht im Wege stehen darf: Bis 2012 will die Marke ihren CO2-Ausstoß auch durch die Einführung von Benzindirekteinspritzern und Start-Stopp-Automatik um 30 Prozent senken.






