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AMI Leipzig 2009

Stimmungsbericht von der Leipziger Automesse

AMI in Leipzig Messe Impressionen Foto: Pressinform 40 Bilder

Auf der Automobil International (AMI) 2009 fehlen dieses Jahr so viele bedeutende Hersteller wie nie zuvor, dennoch versprüht die Auto-Messe in Leipzig ihren ganz eigenen Charme mit neun Weltpremieren. Ein Stimmungsbericht von der AMI 2009.

28.03.2009 Harald Hamprecht, Jens Dralle

Die Zahlen versprechen auf den ersten Blick nur gutes: Mit 493 (2008: 497) Ausstellern aus 20 Ländern und der Rekordzahl von neun Weltpremieren geht die 19. Auflage der Auto Mobil International (AMI) an den Start.

Beim genaueren hinsehen entpuppen sich die Weltpremieren zwar meist nur als neue Motorvarianten, wie der 170 PS starke VW Golf GTD. Doch dürfte das den Besucher, die ab Samstag, 28. März, das Messegelände erobern dürfen, nicht sonderlich stören. Denn im Gegensatz zu vielen Journalisten sind die meisten Besucher sicherlich noch nicht im Januar in Detroit oder in März in Genf gewesen: 84 Deutschland-Premieren live und in Farbe vor sich zu sehen, sollte Grund genug sein, auf das neue Messegelände der AMI 2009 zu fahren. Einmal ganz abgesehen von vielen Studien und Sondermodellen, die bunten Strauß an spannenden Automobilen abrunden.

Das Fehlen von BMW fällt auf

"Liebe geht durch den Wagen", propagiert der Veranstalter so auf großen Plakaten in und um Leipzig. Die AMI 2009 ist eine richtige Publikums und Verkaufsmesse: Bunte Schilder mit konkreten Angeboten für Leasing, Finanzierung und Kauf in Euro und Cent finden Sie nicht nur in den Ständen, sondern auch auf den Gängen.

Am Rande der Messehalle 4 merkt man den Ausstellerschwund. Schwarze Vorhänge trennen den Bereich der Messe ab, der nicht gebucht wurde. Signalisieren fast wie ein Trauerflor die Sparmaßnahmen der Autohersteller. Pressekonferenzen finden ohne große Showeffekte statt. Nicht vertreten sind dieses Jahr Marken wie Fiat, Saab und Mitsubishi. Besonders negativ fällt aber das Fehlen von BMW auf,  hat doch die Premiummarke in Leipzig ein eigenes Produktionswerk. Aus Konzernkreisen des bayerischen Konzerns heißt es, das somit rund zwei Millionen Euro eingespart werden konnten.

Hyundai präsentiert sich dominant

"Wir sind in der Region – nicht zuletzt mit unserem Werk – tief verwurzelt", sagt indes Porsche-Deutschland-Chef Bernd Maier am Rande der Messe im Gespräch mit auto motor und sport. "Deswegen gab es für uns keine Alternative, als hier mit einem eigenen Stand auch Präsenz zu zeigen." 5,2 Tonnen an Broschüren und Büchern hat allein der Sportwagenhersteller mitgebracht, um sie unter das interessierte Volk zu bringen. Doch ob die Prospekte anschließend zum Kauf eines der edlen Sporwagen führt, darf bezweifelt werden, da die AMI traditionell als Hausmesse der Importeure gilt. So hat beispielsweise Hyundai wieder einmal eine Stand, dessen Größe auf dem Niveau der Austellungsfläche von VW liegt. Der Importeur gab im Vorfeld der AMI dem Fachpublikum erstmals die Möglichkeit, mit dem Top-SUV ix55 zu fahren. Geschäftsführer Werner Frey plagen derzeit jedoch eher Sorgen, woher er die ganzen Kleinwagen bekommen soll, die er mit Hilfe der Umweltprämie verkaufen kann. "Wir werden eben weiter Fahrzeuge aus dem europäischen Ausland holen", sagt Frey.

Loblied auf die Umweltprämie

In das Loblied auf die Umweltprämie stimmen alle auf der AMI vertretenen Hersteller auf der AMI ein – von Porsche vielleicht einmal abgesehen. Selbst bei Audi hört man, dass der A3-Absatz durchaus von der Förderung profitiere. Vorsorglich zeigen die Ingolstädter aber auch ein paar größere Gebrauchtwagen, die sich künftig verstärkt zum Ertragsbringer des Handels entwickeln sollen. Ford verkündet unterdessen eine weitere Aufstockung der Fiesta-Tagesproduktion im Werk Köln von 1.750 auf 1.850 Autos.

Angesichts solcher Jubelmeldungen, mit denen die Hersteller gute Stimmung verbreiten wollen, lässt sich auch ein politisches Schwergewicht wie Verkehrsminister Wolfgang Tiefensee auf dem Leipziger Messegelände gerne sehen. Und noch ein Schwergewicht lief über die AMI: Olympia-Goldmedalliengewinner im Gewichtheben Michael Steiner. Allein aufgrund seiner Statur dürfte er sich bei seinem Besuch jedoch kaum für Kleinwagen interessiert haben. Aber auch das sollte der Stimmung der Besucher keinen Abbruch tun.

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