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Anforderungen an mögliche Opel-Investor

IG Metall stellt Forderungen an Opel-Investoren

Opel Logo Foto: dpa

Die IG Metall knüpft den Einstieg von Investoren beim angeschlagenen Autobauer Opel an Bedingungen. Um Marke, Standorte und Arbeitsplätze zu sichern, brauche es "seriöse, langfristige Partner", erklärte der Opel-Aufsichtsrat und Frankfurter IG-Metall-Bezirksleiter Armin Schild am Donnerstag (9.4.) in einer Mitteilung.

09.04.2009

Dies könne sowohl eine private als auch eine staatliche Beteiligung sein. "Ein strategischer Investor muss Opel durch zwei sehr schwierige Jahre begleiten. Dazu gehört, Nischen zu besetzen, in denen Opel heute nicht präsent ist." Neben einer neuen Unternehmensstrategie sei es unerlässlich, dass Investoren einer Ausweitung der qualifizierten Mitbestimmung zustimmten.

Auf Werksschließungen soll verzichtet werden

Schild betonte, einen tarifvertraglich geregelten Beitrag der Beschäftigten bei Opel werde es nur geben, wenn die Forderungen der IG Metall erfüllt würden. Insbesondere müsse auf Werkschließungen und betriebsbedingte Kündigungen verzichtet werden. Opel mit seinen deutschen Werken Rüsselsheim, Bochum, Kaiserslautern und Eisenach will unabhängiger von der US-Mutter General Motors (GM) werden, der die Pleite droht. Geplant ist ein Unternehmen, das die europäischen Aktivitäten von GM bündelt.

Der IG-Metall-Bezirk Frankfurt ist für die Bundesländer Hessen, Rheinland-Pfalz, Saarland und Thüringen zuständig. Das Opel-Werk in Eisenach profitiert unterdessen nach Angaben des dortigen Betriebsrates von der Abwrackprämie und ist bis Ende Mai ausgelastet. Wenn die Verschrottungsprämie weiterhin wie bisher wirke, sei ihm um die Auslastung der Corsa-Fabrik bis zum Jahresende nicht bange, sagte der Betriebsratsvorsitzende Harald Lieske. 

Einen Bericht der "Wirtschaftswoche", wonach es Ende März Schließungspläne von GM für das Thüringer Werk gegeben haben soll, wollte er nicht kommentieren. Der ehemalige hessische Ministerpräsident und Ex-Bundesfinanzminister Hans Eichel warb wie andere SPD-Politiker für eine Staatsbeteiligung an Opel. Sollte sich kein Investor finden und der von Opel vorgelegte Geschäftsplan überzeugen, könne man "auch eine Staatsbeteiligung nicht ausschließen", sagte Eichel. Es müsse alles dafür getan werden, "dass Opel nicht umfällt".

Nach letzten Angaben aus dem Unternehmen macht die Investorensuche Fortschritte. Gewerkschafter Schild kritisierte aber im Berliner "Tagesspiegel" (Donnerstag), gezielt von Politikern gestreute Gerüchte über mögliche Geldgeber behinderten die Opel-Rettung.

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