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Annäherung bei Ecclestone und Mosley

Foto: dpa

Nach wochenlangen Streitereien und gegenseitigen Attacken kam nun die überraschende Wende im Streit der Formel 1-Bosse: Beim Gipfeltreffen von Max Mosley, Bernie Ecclestone und CVC-Chef Donald MacKenzie am Sonntag (29.6.) gab es erste Signale einer Streitbeilegung und Kompromissbereitschaft.

04.07.2008 Michael Schmidt Powered by

Zuvor hatte Mosley zu einer Generalattacke auf die Rechteinhaber geblasen. Er versprach den Teams, dass er für eine höhere Ausschüttung der Einkünfte an sie kämpfen werde. Er kündigte das Comeback der Formel 2 als Konkurrenz zur GP2-Serie von Ecclestone und CVC an. Und er setzte den Teams ein Ultimatum. Wer bis zum 31. Juli nicht seine Nennung zur Formel 1-WM 2009 abgibt, der ist nächstes Jahr nicht dabei. Normalerweise ist der Nennschluss vier Monate später. Die FIA will die Teams mit dem vorgezogenen Termin davon abhalten, sich über eine Piratenserie Gedanken zu machen.

Gleichzeitig versuchte Mosley sich bei den Privatteams beliebt zu machen. In einem offenen Brief forderte er die Teams auf, innerhalb der nächsten drei Monate konkrete Vorschläge zu machen, wie man die Kosten um 50 Prozent reduzieren, und wie man den Benzinverbrauch um die Hälfte verringern könnte. Die FIA will die Vorschläge so schnell wie möglich in das Reglement aufnehmen. Ziel der Aktion ist es, den Privatteams bessere Chancen gegen die Hersteller zu bieten.

Neues Concorde-Abkommen wieder in Sicht

Bernie Ecclestone unterstützt den Vorschlag seines alten Weggefährten. Das ist ein erstes Zeichen der Annäherung nach zwei Monaten voller Kontroversen. Rechteinhaber CVC hat erkannt, dass Mosley die besseren Karten in der Hand hält. Eine langwierige Konfrontation würde den Wert der Formel 1 noch weiter sinken lassen. Deshalb setzt CVC jetzt auf Gespräche. Man wird der FIA ihr Vetorecht bei einem Besitzerwechsel lassen. Man akzeptiert die Hoheit des Verbandes beim Reglement. Und man ist bereit über eine gerechtere Verteilung der Gelder zu diskutieren, sollten die Teams das wünschen. "Für uns ändert sich nichts, wenn das Geld nach einem anderen Schlüssel verteilt wird", erklärte Ecclestone jüngst in einem auto motor und sport-Interview.

Mehr Geld wird es von CVC nicht geben. Mosley hat diese Forderung ohnehin nur als Verhandlungsmasse verstanden, um die Teams auf seine Seite zu bringen und um CVC unter Druck zu setzen. Auch das Thema Formel 2 könnte bald wieder vom Tisch sein. Damit steht seiner Unterschrift unter das Concorde Abkommen nichts mehr im Wege. Eine Abschrift liegt angeblich bereits auf Mosleys Tisch. Ein FIA-Mann erklärte: "Wenn die Gespräche weiter so positiv verlaufen, könnte das Concorde Abkommen in den nächsten Wochen unterschrieben werden."

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