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Ansichtssache Autofahrer

Zehn nervige Verhaltensweisen

Redakteure Foto: Archiv 7 Bilder

Ein wenig Mitdenken scheint so einfach. Trotzdem tritt manches nervige Verhaltensmuster im Straßenverkehr derart oft zu Tage, dass es einen zur Weißglut bringen kann. Hier sind die zehn Situationen, die der Redaktion am meisten auf den Wecker gehen.

23.05.2012 Jens Katemann Powered by

Und täglich grüßt das Murmeltier: Sie glauben nicht, wie oft die Kollegen morgens ins Büro kommen und von ihren abenteuerlichen Erlebnissen im Straßenverkehr berichten, die sie auf dem Weg zur Arbeit oder am Wochenende vor dem Supermarkt mal wieder gehabt haben. Genau dieses "mal wieder" hat uns dazu veranlasst, per Strichliste nachzuverfolgen, welche nervigen Verhaltensmuster besonders häufig auftreten. Hier unsere Top Ten der schlechten Autofahrer-Angewohnheiten.

Der Ampelschnarcher

Auch wenn es statistisch nicht nachweisbar ist, verbringen wir Autofahrer gefühlt Jahre vor roten Ampeln. Da brauchen wir nicht noch diese Schlafmützen, die bei Grün erst von der Hupe des Hintermanns geweckt werden. Bei Dunkelgelb kommen sie dann in die Gänge, und alle anderen gucken in die Röhre - die rote.

Handy am Ohr

Häufig wird die Schnarcherei dadurch verursacht, dass ein Handy am Ohr wichtiger ist als die Konzentration auf den Verkehr. Mit der einen Hand wird geschaltet, die andere hält das Telefon. Und wer lenkt? Bin ich in einem schlechten Film? Dabei kostet eine Freisprecheinrichtung heutzutage nicht mehr als eine Kinokarte.

Ein Auto, aber zwei Parklücken

Dieses Problem tritt in den letzten Jahren verstärkt auf, weil die deutsche Hausfrau und Mutter mittlerweile mit üppig dimensionierten Geländewagen ausgestattet wird. Dann sind da in der Einkaufsstraße noch zwei Parklücken frei, die nach zehnminütigem Hin-und-Her-Manövrieren unter lautem Gehupe wartender Autofahrer beide von einem SUV blockiert sind. Egal ob aus Faulheit oder Unfähigkeit - wer seinen Offroader nicht vernünftig einparken kann, sollte sich ein kleineres, übersichtlicheres Gefährt zulegen.

Parken in zweiter Reihe

Noch schlimmer sind jedoch die Verkehrsteilnehmer, die sich erst gar nicht bemüßigt sehen, ihr Auto überhaupt in eine Parklücke zu stellen. Statt die paar Meter zum Bäcker zu laufen, werfen sie den Motor an, um den Wagen nur wenig später in zweiter Reihe mit Warnblinkanlage vor der Tür abzustellen. Mühsam trainieren sie Kilos im Fitnessstudio ab, dabei könnte auch ein kleiner Spaziergang zum Bäcker helfen. Positiver Nebeneffekt: Die Straße wäre nicht so verstopft, und es würde auch nicht blinken wie auf dem Jahrmarkt.

Tank und Rast

Eine weitere nervige Angewohnheit sorgt dafür, dass sich an Autobahntankstellen häufig unnötig lange Schlangen vor den Zapfsäulen bilden. Denn statt zügig seinen Sprit zu zahlen und die Säule wieder frei zu machen, ist es en vogue, erst mal lässig durch den Shop zu bummeln, zur Toilette zu gehen oder die Oma anzurufen. Ist es so schwer, seinen Wagen erst auf den Parkplatz zu stellen und danach Klo und Konsumtempel aufzusuchen?

Der Blinkmuffel

Warum konstruieren die Autohersteller eigentlich die vielen neuen Assistenzsysteme, wenn der normale Autofahrer nicht einmal das einfachste Sicherheitsfeature überhaupt, den Blinkhebel, benutzt? Verstehen Sie mich nicht falsch, es geht nicht um den Fahrspurwechsel nachts um drei auf einer einsamen Autobahn. Sondern nur um diese Verrückten, die auf der vollen Autobahn zwischen den Fahrbahnen wie die Hasen Haken schlagen, als ginge es im Formel 1-Grand-Prix darum, noch kurz vor Ziel zu überholen. Klar, dass dabei der Blinkhebel zur Nebensache wird. Außerdem scheinen viele inzwischen zu glauben, man müsste beim Ausfahren aus einem Kreisverkehr nicht blinken - das ist eine Fehlinformation!

Das Mysterium des Reißverschlussverfahrens

Wenn sich in Deutschland Autobahnen verengen, gilt das auch für den Horizont der Fahrer. Wir könnten alle zügiger vorankommen, wenn wir uns gegenseitig mehr respektieren würden. Durch die auf eine Fahrspur verengte Baustelle ginge es viel schneller, wenn Autofahrer auf beiden Fahrspuren bis zur Verengung fahren und sich dann zügig einfädeln würden. Doch Letzteres verhindern offenbar zu große Egos am Steuer. Motto: Bevor der Nebenmann eine Minute vor mir durch die Baustelle kommt, bremse ich ihn lieber aus und fertig ist der Stau.

Der Linksbummler

Überhaupt scheint es für viele Autofahrer äußerst wichtig zu sein, dass die anderen Verkehrsteilnehmer nicht schneller vorankommen als sie selbst. Wie sonst ist es zu erklären, dass manche stundenlang auf der linken Spur schleichen, obwohl die rechte völlig verwaist ist? Manche Fahrer von großen Luxusautos sind sogar der Meinung, die linke Spur gehöre nur ihnen und zwar unabhängig davon, ob sie nun 250 oder 100 km/h fahren.

Elefantenrennen

Ausgebremst wird die gerade beschriebene Spezies allerdings gerne von Hobbytruckern in Wohnmobilen, die die Lastzüge ihrer professionellen Kollegen mit waghalsigen Manövern und Tempo 95 überholen, nur um die Urlaubsfahrt nach Rimini in 14,5 statt in 15 Stunden zu schaffen, oder auf die Fähre nach Schweden 15 Minuten länger zu warten.

Das ist überholt

Natürlich hat niemand etwas gegen das Überholen. Nur die Autofahrer, die sich auf der Landstraße nicht trauen, an einem langsam fahrenden Lkw vorbeizuziehen. Müssen sie ja auch nicht. Aber muss deshalb der Hintermann auch mitbummeln? Kann man in der Perlenkette hinter dem Lkw nicht eine Lücke lassen, damit Schnellerfahrende einscheren können, um ihn im passenden Moment zu überholen? Warum schaffen es schnell und langsam fahrende Autofahrer nicht, sich zu tolerieren? Niemand ist ohne Fehl und Tadel, aber ein bisschen mehr Mitdenken und Respekt würde im Straßenverkehr sicher nicht schaden.

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