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Arizona im Audi Q7

Rot-Zeit

Foto: Reinhard Schmid 23 Bilder

Rote Felsen, Kakteen und Cowboy-Romantik: Arizona ist bis heute ein Synonym für den Wilden Westen. Doch der US-Staat hat mehr zu bieten als Klischees. Im Audi Q7 unterwegs zu Millionärsvillen, Seen, Golfplätzen und in die Esoterik-Hochburg Sedona.

28.09.2007 René Olma

Amerikanische Dimensionen sind mit den hiesigen kaum zu vergleichen. Das gilt nicht nur für die Weite der Landschaft oder den Kalorien- und Cholesteringehalt einer Mahlzeit. Wer in Deutschland mit einem Audi Q7 an der Ampel steht, sieht im Rückspiegel in der Regel das Dach des Hintermanns. Im Südwesten der USA ist es mitunter nur ein verchromter Kühlergrill mit goldenem Chevrolet-Kreuz.

Geländewagen gehören zum Straßenbild

Vor allem in diesem Teil der USA gehören riesige Pickups und Geländewagen gewöhnlich zum alltäglichen Straßenbild. Getreu dem Motto: Size matters – es kommt auf die Größe an. Das trifft im Prinzip auch auf Scottsdale in Arizona zu. Und doch ist in dieser Stadt einiges anders als im Rest des Bundesstaates. Neben den grobschlächtigen Trucks tummeln sich auf den Straßen europäische Premium-Modelle vom Kaliber eines Porsche Cayenne, Range Rover und Mercedes ML. Da fällt auch ein Audi Q7 nicht allzu sehr auf.

Das moderne Arizona ist vielseitiger als die üblichen Klischees von roten Felsen, Canyons und Kakteen. Der Ballungsraum um die 1,5-Millionen-Metropole Phoenix, zu dem auch Scottsdale mit seinen rund 230.000 Einwohnern zählt, übt mit seinem trockenen Wüstenklima eine geradezu magische Anziehungskraft auf gut situierte Amerikaner aus. „Hier gibt es keine Erdbeben wie in Kalifornien und keine Hurrikans wie in Florida, höchstens mal einen kleinen Sandsturm im Sommer. Wer keine Lust auf nasskalte Winter hat, ist hier richtig“, erklärt der Auswanderer Chester Fabricius. Der anhaltende Bauboom ist ein Beleg dafür. Rund um das Stadtzentrum werden ständig neue Prachtbauten errichtet, viele im Pueblo-Stil der Navajo-Indianer. Besonders an den wenigen Hängen konzentrieren sich die Luxus-Villen – der Aussicht auf die Sonora-Wüste und auf die Wolkenkratzer des nahe gelegenen Phoenix wegen.

Villen als Show-Objekte

Dass amerikanische Millionäre anders ticken, kann Maklerin Peggy bestätigen: "Villen werden hier vor allem als Show-Objekt und Wertanlage gebaut. Das Haupthaus dient nur zum Repräsentieren, gelebt wird in einem kleineren Anbau. Nach rund drei Jahren wird das Haus dann weiterverkauft. Am besten, nachdem es in einer renommierten Architektur- Zeitschrift abgebildet war, denn das treibt den Preis in die Höhe."

Drei Schlafzimmer, Fernsehzimmer, drei Badezimmer, eine Galerie mit Arbeitsplatz, Bar sowie Innen- und Außenküche inklusive Grill nur als Statussymbol: In Arizona ist das völlig normal. Rund vier Millionen Euro soll der Spaß über der Ebene von Scottsdale kosten – inklusive des spektakulären dreieckigen Swimmingpools, der als Anbau an der Terrasse über dem Abgrund schwebt, und einer Doppelgarage mit Panoramafenster.

Im Stadtteil Old Town dann wieder Western-Klischees, die Gebäude könnten als Kulisse eines John-Wayne-Streifens dienen. Shops offerieren alles, was der Tourist mit dem Wilden Westen verbindet: Cowboy-Hüte, Indianerschmuck und allerlei Krimskrams. Der Q7 lenkt die Aufmerksamkeit eines Ladenbesitzers auf sich. "Darf ich mal reinschauen?" Bisher fährt er einen A8, doch die hohe Sitzposition sei einfach ein Vorteil des SUV. "Aus der Limousine heraus sieht man fast nur die Reifen der Pickups", schmunzelt der mexikanisch aussehende Mann. Er stellt sich als Ahmed vor. Seiner Familie gehören einige der Souvenir-Shops im Zentrum. Auf seinen nicht gerade mexikanisch klingenden Namen angesprochen, fängt er an zu grinsen: "Meine Familie kam vor zehn Jahren aus Jordanien nach Arizona."

Örtliche Flora ist beliebt

Zwei Straßen weiter sorgt ein lilafarbener Peterbilt-Truck mit Auflieger für einen kleinen Stau. Verchromte Sidepipes ragen in den Himmel, in der Fahrerkabine randaliert ein weißer Pudel. Bemerkenswert gelassen trägt der graubärtige Fahrer die Ladung über die Straße zu einem Blumengeschäft. Rund 40 Zentimeter hohe Kakteen liefert er aus. Man sieht: Die örtliche Flora ist auch für die heimische Fensterbank oder den Garten sehr beliebt.

Übersicht: Arizona im Audi Q7
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