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Artega-Chef Peter Müller im Interview

"Wir müssen die Kunden zurückerobern"

Peter Müller, COO Artega Foto: Rossen Gargolov 28 Bilder

Die Delbrücker Automobilmanufaktur Artega will mit einem finanzkräftigen Privatinvestor und neuer Führung durchstarten. sport auto sprach mit dem für das operative Geschäft verantwortlichen Geschäftsführer Peter Müller.

23.08.2010 Anja Wassertheurer Powered by

Bei Artega sind die Karten neu gemischt. Wer hat in Delbrück nun das Sagen, und woher kommen die zur Neuorientierung erforderlichen Gelder?
Peter Müller: An der Spitze des Unternehmens steht Dr.-Ing. Wolfgang Ziebart, der sein gesamtes Berufsleben in der Autobranche verbracht hat. Von 1977 bis 2000 war er für die BMW AG in unterschiedlichen Leitungsfunktionen tätig; zuletzt verantwortete er als Mitglied des Vorstandes die Bereiche Forschung & Entwicklung und Einkauf. Der mexikanische Privatinvestor Tresalia Capital sichert die Serienproduktion des Artega GT. Tresalia Capital ist einer der Hauptaktionäre der Modelo Brauerei ("Corona") und engagiert sich auch in Lifestyle-Unternehmen.

Welche vorrangigen Aufgaben gab und gibt es zu bewältigen?
Peter Müller: Die Qualität und die Zuverlässigkeit der Artega GT standen im Vordergrund. Wir mussten mit Hochdruck an der Serienreife der Autos arbeiten.

Die vormals formulierten Leichtbauziele (1.100 kg Gesamtgewicht) wurden nicht ganz erreicht. Warum?
Peter Müller: Sie sprechen das ursprünglich angegebene Trockengewicht einer Sportversion an. Zur Auslieferung kam jetzt aber ein Sportwagen mit umfangreicher Serienausstattung - unter anderem mit Klimaanlage, Airbags und elektrischen Fensterhebern. Mit knapp 1.285 Kilogramm DIN Leergewicht sind wir im Umfeld der Mitbewerber immer noch hervorragend positioniert.

Hat die Marke die Anlaufschwierigkeiten einigermaßen schadlos überstanden, und wie ist es nach der langen Funkstille um den Artega GT um das Interesse der Kunden bestellt?
Peter Müller: Die Kunden müssen nach der "Funkstille" zurückerobert werden. Am 15. Mai 2010 standen die ersten 20 Fahrzeuge bei den Händlern - und das Interesse ist groß. Die ersten Kunden bestätigen uns: Der Artega GT ist ein in allen Belangen attraktiver Sportwagen und passt pefekt in unsere Zeit.

Wie sehen Ihre jährlichen Absatzziele und Ihre Pläne für die Artega-Zukunft aus? Wird es weitere Modellvarianten geben?
Peter Müller: In diesem Jahr wollen wir noch 150 bis 200 Fahrzeuge an die Kunden ausliefern. Die jährliche Produktionskapazität der Manufaktur ist übrigens auf bis zu 500 Einheiten ausgelegt. Natürlich haben wir Ideen für weitere Modellvarianten. Diese bleiben aber erst einmal in der Schublade, da wir uns mit allen Kapazitäten auf den Serienanlauf konzentrieren.

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Dieser Artikel stammt aus diesem Heft
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