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Artega

Mexikaner übernehmen Sportwagenbauer

Foto: Frank Herzog 15 Bilder

Klaus Dieter Frers muss den Traum vom eigenen Sportwagen zu Gunsten der Rettung seines Zulieferbetriebs Paragon begraben. Die Sportwagenmanufaktur geht zu 100 Prozent an den mexikanischen Investor Tresalia Capital.

16.12.2009 Uli Baumann

Der mexikanische Privatinvestor Tresalia Capital, in Deutschland vertreten durch die AB 15/08 Vermögensverwaltungs GmbH, der seit Oktober 2008 bereits als Minderheitsgesellschafter am Unternehmen beteiligt ist, übernimmt 100 Prozent der Anteile an Artega, teilte die Automanufaktur am Mittwoch (16.12.) in Delbrück mit. Tresalia Capital ist unter anderem Hauptaktionär der Modelo Brauerei (Markenname "Corona").

Frers gibt Sportwagenprojekt Artega ab

Der bisherige Mehrheitsgesellschafter und Geschäftsführer Klaus Dieter Frers zieht sich zurück, um sich ganz um seine Aufgaben als Vorstandsvorsitzender der Paragon AG zu kümmern.

Der Beirat von Artega konstituiert sich neu und wird von Ex-BMW und Conti-Manager Wolfgang Ziebart geleitet. Er wird bis auf weiteres ebenfalls die Geschäftsführung von Artega übernehmen.

Frers gründete 2006 die Artega Automobil GmbH & Co. KG, um den neuen deutschen Sportwagen Artega GT zu entwickeln und zu produzieren. Das Design der Karosserie entwarf der dänische Designer Henrik Fisker, der unter anderem den BMW Z8 sowie den Aston Martin Vantage gezeichnet hat. Es entstand ein zweitüriges Coupe mit einer Aluminium-Tragstruktur, einer kohlefaserverstärkten Außenhaut und einem V6 Motor mit 300 PS. Das rund 80.000 Euro teure Auto wird in einer eigens dafür errichteten Fabrik in Delbrück, Westfalen, gefertigt. Die Produktion gehe weiter, vorläufig verließen aber keine Autos das Werk. Das Geld des Investors soll in die Logistik fließen. Derzeit hat Artega 54 Beschäftigte.

"Ich hätte das erfolgreich am Markt gestartete Projekt gern weitergeführt, aber die Aufgaben bei Paragon erfordern meine ganze Kraft. Deshalb gebe ich den Staffelstab an Tresalia weiter", erklärte Klaus Dieter Frers. Automobilzulieferer Paragon hatte im Oktober einen Insolvenzantrag gestellt. Durch die Absatzkrise leidet das Unternehmen seit Monaten unter Liquiditätsproblemen.

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