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Die neuen Assistenzsysteme des VW Arteon im Test

Fortschritt in allen Bereichen

VW Arteon Assistensysteme Test Foto: Rossen Gargolov 15 Bilder

Der neue Arteon soll nicht nur zackig und komfortabel, sondern auch besonders sicher fahren. Daher hat VW seine Fahrerassistenzsysteme umfangreich weiterentwickelt. Wir konnten einige davon bereits ausprobieren.

01.06.2017 Dirk Gulde 1 Kommentar

Emergency Assist 2.0: Im Notfall sicher anhalten

Beim Emergency Assist arbeiten vier Assistenzsysteme zusammen, um bei einem medizinischen Problem des Fahrers den Wagen sicher zum Stehen zu bringen. Erkennen Sensoren, dass der Fahrer über eine bestimmte Zeit weder Lenkung noch Pedalerie betätigt, wird er zunächst optisch und akustisch aufgefordert, wieder einzugreifen.

VW Arteon Emergency Assist 2.0 Foto: Rossen Gargolov
Der Notfallassistent warnt zunächst den Fahrer. Greift dieser nicht ein, hält der Arteon auf der rechten Spur an.

Erfolgt keine Reaktion, versucht ihn das Auto über kurze Bremseingriffe wieder wachzurütteln. Sollte auch dies keinen Erfolg haben, beginnt das System – wie bisher schon – mit einem automatisierten Nothalt. Die zweite Generation des Emergency Assist lenkt den Arteon jedoch auf mehrspurigen Straßen kontrolliert auf den ganz rechten Fahrstreifen, wobei Radar-, Kamera- und Ultraschallsensoren das Umfeld im Auge behalten, um bei Spurwechseln Kollisionen mit dem rückwärtigen Verkehr auszuschließen.

Active Lighting System: Kurven besser ausleuchten

Das dynamische Kurvenlicht im Arteon nutzt die Streckendaten aus dem Navigationsgerät, um Kurven auszuleuchten, bevor sie durchfahren werden. Wie bisher kann das Fernlicht nachts permanent eingeschaltet bleiben, da entgegenkommende Fahrzeuge über die Frontkamera erkannt und aus dem Lichtkegel ausgeschnitten werden. Die LED-Scheinwerfer mit Projektionslinsen für Abblend- und Fernlicht sind zudem variabel steuerbar und richten sich analog zum Lenkwinkel aus.

Neu ist jedoch, dass sich der Lichtkegel auch unabhängig vom Lenkwinkel auf Basis des Streckenverlaufs anpasst, um Kurven auszuleuchten, bevor der Fahrer einlenkt. Den Streckenverlauf ermittelt das System auf Basis der Frontkamerabilder, zusätzlich werden Daten des Navigationssystems herangezogen. Dank GPS weiß der Arteon, wo er sich befindet und wie die Straße weiterverläuft. Beim ersten Test konnte das Active Lighting System voll überzeugen: Permanent mit Fernlicht zu fahren, wurde als große Erleichterung empfunden, zudem beeindruckte der Arteon mit seiner hellen Ausleuchtung.

ACC: Bremst von sich aus vor Kurven

Die weiterentwickelte ACC (Adaptive Cruise Control) hält nicht mehr nur den Abstand zum Vordermann, sondern passt auch die Geschwindigkeit dem Streckenverlauf an.

VW Arteon ACC Foto: Rossen Gargolov
Das Wissen über den Streckenverlauf steuert die Navigation bei. Neben Kreuzungen und Kurven werden auch Kreisverkehre berücksichtigt.

Wer etwa auf einer Landstraße 100 km/h als Tempo gewählt hat und sich dann einer Kurve nähert, wird vom System automatisch auf eine zum Kurvenradius passende Geschwindigkeit runtergebremst. Beim Test funktionierte die Regelung sehr zuverlässig, auch Kreuzungen und Kreisverkehre wurden berücksichtigt.Die automatische Geschwindigkeitsregelung übernimmt auf Wunsch auch Tempolimits, die die Frontkamera erspäht hat. In den bisherigen Systemen von VW wurden sie nur auf dem Bordmonitor eingeblendet, beim Arteon lassen sie sich erstmals direkt übernehmen. Beim Test klappte dies mit einer sehr hohen Trefferquote, gerade auf Strecken mit häufigen Tempolimit-Wechseln empfanden die Tester die neue Funktion als äußerst hilfreich und entlastend.

Lane Assist: Spurhalter reagiert auf andere Fahrzeuge

Ein Spurhalteassistent hilft mit Lenkeingriffen, das Auto auf seinem Fahrstreifen zu halten. Damit soll bei Unachtsamkeit des Fahrers ein ungewolltes Verlassen der Straße verhindert werden. Bisherige Systeme richteten sich nach Fahrbahnmarkierungen, die von der Kamera erkannt wurden. Der Spurhalter im Arteon reagiert jedoch auch auf andere Fahrzeuge, etwa wenn ein Lkw auf der Nebenspur ausschwenkt. Dies wurde von den Testern vor allem in Autobahnbaustellen als hilfreich empfunden.

Side Assist: Spurwechsel noch sicherer

Wie sein Name bereits andeutet, hilft der Spurwechselassistent beim Wechsel des Fahrstreifens. Zwei Radarsensoren im Heck erfassen den Bereich hinter und im toten Winkel neben dem Fahrzeug. Die bisherigen Systeme arbeiteten jedoch erst ab einer Geschwindigkeit von 30 km/h, während der neue Side Assist im Arteon schon ab 10 km/h absichert. Befindet sich ein Fahrzeug im kritischen Bereich, leuchtet ein gelbes Licht am Rückspiegelgehäuse. Setzt der Fahrer dennoch den Blinker, fängt das Licht in kurzen hellen Intervallen an zu leuchten. Das System funktionierte beim Test gewohnt zuverlässig, der vergrößerte Geschwindigkeitsbereich erhöht die Sicherheitsreserven.

Fazit

In keinem anderen Bereich lässt sich Fortschritt so eindrucksvoll erleben wie bei den Fahrerassistenzsystemen. Für den Arteon hat VW viele Funktionen nachgeschärft, um den elektronischen Schutzschirm weiter auszubreiten. Die meisten Systeme sind im Fahrerassistenzpaket enthalten, das mit 1.635 Euro preislich im Rahmen bleibt – ebenfalls ein toller Fortschritt.

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Neuester Kommentar

Fahrassistenten die selbstständig lenken aber im Notfall den Eingriff des Fahrers erfordern sind m.E. nicht nur unsinnig sondern schlicht lebensgefährlich. Sobald die ersten eingeschlafenen Rentner in Unfälle verwickelt sind und diese die Schuld dann auf den einlullenden Assistenten im Auto schieben, werden die Hersteller sehen welchen Geist sie da gerade aus der Flasche lassen. Ich denke entweder fährt ein Auto absolut 100% sicher und komplett autonom und dann eben auch gleich ganz ohne Fahrer, oder es wird allein vom Fahrer gesteuert. Alles was den Fahrer zu sehr entspannt aber gelegentlich und unerwartet einen plötzlichen, womöglich sehr beherzten Eingriff erfordert - noch dazu in einer Notsituation - ist extrem riskant und somit geradezu wortwörtlich "halsbrecherisch".

jpnyc 25. Juli 2017, 20:46 Uhr
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