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Assistenzsysteme

Immer auf Kurs mit dem Spurhalteassistent

Spurhalteassistent Trax in.pro Foto: in.pro 22 Bilder

Eine unachtsame Sekunde reicht unter Umständen aus, um das Fahrzeug aus der Spur zu bringen. Spurhalteassistenten sollen das verhindern. Bei manchen Herstellern warnen die Assistenten nur. Bei anderen lenken sie auch ein bisschen mit.

16.02.2011

Kurz nach der Jahrtausendwende haben Nissan und Honda verschiedene Modelle ihrer Palette auf Kundenwunsch bereits mit Spurhalte-Assistenzsystemen bestückt. Allerdings stand die Technologie nur für die Rechtslenker auf dem japanischen Heimatmarkt zur Verfügung. In Europa hat Citroën Pionierarbeit in Sachen Spurhalteassistenz geleistet.

Im Jahr 2004 stellten die Franzosen auf dem Genfer Autosalon AFIL (Alarm bei Fahrspurabweichung durch Infrarot-Linienerkennung) vor - ein System, das die Fahrbahn mit Infrarotsensoren inspiziert und das den Fahrersitz vibrieren lässt, wenn der Wagen offenbar ungewollt den Markierungsstreifen berührt. Denn wenn der Fahrer zuvor den Blinker setzt, rührt sich sein umsichtiger High-Tech-Helfer nicht. Diese Neuheit beeindruckte die Fachwelt in Genf und Citroën konnte den Innovationspreis mit nach Hause nehmen.

Assistent warnt durch Lenkradvibration

Etwas später hatten dann auch BMW, Mercedes, Audi und VW Spurhalteassistenten als Option für ausgewählte Modelle ihrer Palette zu bieten. Ihre Assistenten nehmen Fahrbahn und Markierungen durchweg mit einer etwa handygroßen, über dem Innenspiegel an der Windschutzscheibe installierten Schwarz-Weiß-Kamera ins Visier. Ab einer bestimmten Fahrgeschwindigkeit, die meisten Herstellern haben hier das Limit von 60 oder 65 Stundenkilometern gewählt, wird das System aktiv, checkt mittels Kameraauge ab, wo sich unterbrochene oder durchgezogene Linien befinden. Auch bei Dunkelheit oder Nebel werden die Markierungen von der Kamera problemlos erkannt. Zweiter Helfer im Bunde ist ein elektronisches Steuergerät, das die Daten der Kamera auswertet und seinerseits die Position des Autos erfassen kann. Bahnt sich ein unbeabsichtigter Spurwechsel an, warnt der Assistent durch Lenkradvibration.

Bei Mercedes registriert das System nicht nur, ob der Blinker gesetzt wird oder das Blinken unterbleibt. Es wertet verschiedene Aktivitäten des Fahrers aus und kann dadurch ermitteln, ob das Auto die Spur mit oder ohne "Einverständnis" seines Piloten verlässt. Wenn der Fahrer zum Beispiel vor einem Überholvorgang oder beim Auffahren auf die Autobahn beschleunigt, wenn er stark bremst oder in eine Kurve lenkt, verzichtet das Assistenzsystem auf Warnsignale.

Audis "Lane Assist"  lenkt erst einmal kontinuierlich und weich dagegen, wenn das System ein ungewolltes Verlassen der Spur registriert. Reicht das Gegenlenken des Assistenten nicht aus, lässt er das Lenkrad zittern. Der Fahrer könne "Lane Assist" jederzeit mit geringem Krafteinsatz "überstimmen" , betont der Hersteller. Schließlich solle das Assistenzsystem den Menschen am Steuer nicht von seiner Verantwortung entbinden, das Auto bewusst zu fahren. Wenn der Fahrer die Hände acht bis zehn Sekunden vom Lenkrad nimmt, fordert das Assistenzsystem den "Chefpiloten" durch optische und akustische Signale zur alleinigen Übernahme des Cockpits auf und schaltet dann ab.

Spurhalteassistent kann Leben retten

Zahlen aus der Unfallforschung sollen Kunden überzeugen, dass der Aufpreis für die optionale Spurhalteassistenz sinnvoll investiertes Geld ist. "Abkommen von der Fahrbahn ist die
Ursache jedes sechsten schweren Unfalls auf deutschen Straßen. Mehr als ein Drittel aller getöteten Verkehrsteilnehmer sind Opfer solcher Unfälle", heißt es bei Mercedes. Die Schwaben bieten ihren Spurhalteassistent derzeit aber nur für die E- und S-Klasse an. Hier steckt er in einem umfangreichen Assistenzsystem mit Abstandsregelautomatik, Bremsassistent und Totwinkelwarner. 2.560 Euro stellt der Autobauer dafür in Rechnung.

Volvos "Driver Alert" warnt ebenfalls vor dem unbeabsichtigten Überrollen der Markierungslinien und auch bei Anzeichen von Fahrer-Übermüdung und ist als Option für den S80 für 700 Euro an Bord. Volkswagen bietet den Spurhalte-Assistenten für den Passat CC und den Audi Q5 auch "solo" an. Kunden, die entsprechende Unterstützung möchten, müssen etwas mehr als 500 Euro investieren. Für den neuen VW Touareg sind  "Lane Assist" (Spurhalteassistent) und "Side Assist" (Totwinkelwarner) als 1.095 Euro teures Assistenten-Duo zu haben. Zubehörspezialisten bieten zudem Universal-Systeme zum Nachrüsten für praktisch jedes Auto an.

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