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Audi A1, A2, A3 und City

Audi bringt sparsame neue Kleinwagen

Mit einiger Verspätung springt Audi auf den Zug sparsamer Kleinwagen auf. Spaß am Sparen verspricht neben dem A1, A2 und dem City auch die dritte Generation des A3. Ein neuer Roadster könnte dem TT den nötigen Raum zum Wachsen bieten.

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Unklar ist bei Audi momentan noch, wie eine Neuauflage des 2005 eingestellten A2 aussehen könnte. Zwar haben sowohl Vorstandsvorsitzender Stadler als auch Entwicklungschef Michael Dick wiederholt bestätigt, dass über ein solches Modell nachgedacht wird, doch steht das Lastenheft noch lange nicht fest.

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Audi A2 mit alternativen Antrieben

Klar dagegen ist: Der Audi A2 muss primär auf den Einsatz alternativer Antriebe ausgelegt sein, denn beim A1 ist dieser Zug abgefahren. Das würde voraussichtlich eine Plattform mit doppeltem Boden erfordern, die wie schon beim Vorgänger eine höhere Sitzposition bedingt. Dessen aufwendige Aluminium-Space-Frame-Bauweise leisten sich die Ingolstädter in diesem preissensiblen Segment aber nicht mehr, trotz der von Dick verkündeten Leichtbau-Offensive.

Audi-Designchef Stefan Sielaff hat bereits konkrete Vorstellungen, was der A2 ausdrücken muss: "Wenn wir so ein Auto machen, dann als knallharte Öko-Ikone, die schon optisch signalisiert, dass hier der bessere Mensch drinsitzt." Doch selbst bei einer raschen Entscheidung rollt ein Serien-A2 nicht vor 2013 zu den Audi-Zentren. Dort erwarten die Verkäufer bereits sehnsüchtig den A1 (interne Bezeichnung AU210). Hilfe könnte vom VW Polo kommen, mit dem sich der A1 zahlreiche Komponenten teilt - ganz ähnlich wie beim Audi 50 und dem ersten VW Polo aus den siebziger Jahren.

Audi A1: 90.000 Exemplare geplant


Bis zu 90.000 Exemplare sollen nach derzeitigen Planungen pro Jahr in Brüssel gebaut werden. Als erstes Audi-Modell wird der Audi A1 ausschließlich mit aufgeladenen Benzin- und Dieselmotoren angeboten. Den Einstieg bilden der 1,2-Liter-TSI mit 105 PS und der 1,6-Liter-TDI (EA189) mit 90 PS. Letzterer wird auch mit 105 PS zu haben sein. Leistungshungrige Kunden werden vorerst mit dem 1,4-Liter-TSI bedient, der bis zu 180 PS stark sein wird. Während noch Potenzial für eine S-Variante bleibt, sind schwächere Motorisierungen wie beim Polo nicht vorgesehen.

Audi A1 kostet rund 15.000 Euro

Mit einem Basispreis von rund 15.000 Euro setzt sich der Audi - kaum überraschend - deutlich von seinem Schwestermodell (Grundpreis: 12.150 Euro) ab. Rund ein halbes Jahr nach der Markteinführung des Zweitürers im Mai kommenden Jahres folgt der viertürige Sportback. Der Audi A1 übernimmt langfristig die Rolle des Einstiegs-Audi, auch wenn Mitte 2012 ein kleineres Fahrzeug mit den vier Ringen im Single-Frame-Grill startet. Die so genannte New Small Familiy des VW-Konzerns beinhaltet ein Audi-Derivat, das als erstes Fahrzeug der Marke einen reinen Elektroantrieb bekommen soll - das allerdings nicht vor 2014.

City-Modell kommt frühestens 2014

Bis dahin wird das vorerst City getaufte Modell von einer neuen Generation von Dreizylinder-Motoren angetrieben, die nichts mehr mit den unter anderem aus VW Polo und VW Fox bekannten Motoren gemein hat. Einen Zweizylinder wird es hingegen nicht geben. Die für eine halbwegs erträgliche Laufkultur erforderliche Ausgleichswelle würde den Gewichtsvorteil zunichte machen.

Audi A3 wird 2011 neu aufgelegt

Ein echtes Schwergewicht, zumindest was den Absatz betrifft, ist der Audi A3. Dessen Neuauflage steht 2011 auf dem Programm. Da im selben Jahr auch der Q3 erscheint, erlauben sich die Ingolstädter beim Zweitürer wie beim Sportback ein sportlicheres Design mit einer flacheren Heckpartie. Damit der Sportback nicht zu sehr an Kopffreiheit auf den hinteren Sitzplätzen einbüßt, fällt hier der neue Schwung dezenter aus. Überhaupt wurde das Styling des Kassenschlagers nur behutsam weiterentwickelt. Der noch immer viel diskutierte Single-Frame-Grill erhält die deutlich angeschnittenen oberen Ecken, wie sie alle neuen Modelle bekommen sollen. Zusätzlich wird er sich beim Q3 durch viel Chrom differenzieren.

Audi A3: Abkehr von den Saugmotoren

Der A3 setzt die mit dem A1 begonnene Abkehr von Saugmotoren fort, auch der kaum nachgefragte V6 verschwindet. Ein breit gefächertes Angebot an TSI-Vierzylindern, die ein Leistungsspektrum von 105 bis rund 280 PS (S3) abdecken, sowie der 1,6-Liter-TDI und eine neue Generation von Zweiliter-Common-Rail-Dieseln sollen den A3 zum Liebling der premiumaffinen Massen machen. Erstmals wird ein RS3 von der Quattro GmbH mit dem jüngst im TT RS präsentierten, 340 PS starken Fünfzylinder-Turbo die Baureihe krönen. Da momentan nur BMW mit dem 135i einen ähnlich starken Kompakten anbietet, wäre auch diese Nische für Audi perfekt.

Offener Zweisitzer dank modularem Querbaukasten


Dank dem modularen Querbaukasten wäre ein offener Zweisitzer auch für Audi kein Hexenwerk. VW hat mit dem Concept-Car Blue Sport bereits gezeigt, wie ein MX-5-Konkurrent aussehen könnte. Allerdings erfordert die Adaption an die Mittelmotorbauweise Audi noch einige Arbeit. Bekommt das Projekt grünes Licht, verschafft das dem Audi TT etwas Luft nach oben, um sich den Wettbewerbern von Mercedes und BMW weiter anzunähern. "Die Realisierung des Roadsters wird immer wahrscheinlicher", freut man sich schon in Ingolstadt - wenngleich man bis zum frühestmöglichen Produktionsstart in der zweiten Jahreshälfte 2012 Mazda das Geschäft weiter allein überlässt.

Autor: Jens Dralle
GrueneAutos | 04.03.2010, 18:16 Uhr

Schön, dass Audi es nun nach dem damaligen flop mit dem A2 noch einmal versucht. Inzwischen sehen ja viele ein, dass "Premium" nicht immer gleichzeitig auch größer und schwerer bedeuten muss. Das Design des Audi A1 kommt bei den meisten - meiner Erfahrung nach - gut an und auch ich finde ihn sehr gelungen. Und andere Premiumhersteller wagen sich ja auch nach unten (siehe BMW 1er oder bald Lexus CT).

PS: Im offiziellen Audi Video von der Weltpremiere in Genf wird der A1 ganz offiziell als "Premium-Automobil bezeichnet. Wörtlich: "Jetzt zeigen wir Ihnen, was Premium am anderen Ende der Produktpalette bedeutet..." Ein Kleinwagen von Audi würde ja anders auch keinen Sinn machen.

flubberinho | 18.01.2010, 12:31 Uhr

wenn schon dann zf friedrichshfen ag. dort am hauptsitz im entwicklungszentrum. zf sachs macht imho nur stoßdämpfer

D3esperator | 12.09.2009, 12:17 Uhr

Nur so am Rand:

DSG is sicher keine Erfindung von Audi - sondern wurde bei der Firma ZF Sachs entwickelt ...
Genauso wie viele andere Komponenten .. z.B. den kompletten Lenksystemen ... auch hier wird BMW und Audi von ZF Lenksysteme beliefert - soviel zur genialen Aktivlenkung von BMW.

Carrera GT | 31.08.2009, 01:35 Uhr

@Hoplu& so isses
Den ganzen Erfolg hat Audi nicht eurem geliebten Piech zu verdanken, sondern dieser hat sich stetig seit der Fusion mit NSU weiterentwickelt!
Den Piech interessiert nur Geld mehr nicht, sieht man ja bestens am beispiel Porsche wo es im zu schade war selbst frisches Geld in die Unternehmung mit einzubringen.
Von daher Ehre, wem Ehre gebürt lobt lieber die ganzen Ingenieure die wirklich gute Arbeit geleistet haben, da ist es richtig aufgehoben und nirgendwo anderst ;)
Selbst bin ich mal sehr gespannt zu welchem Preis der A1 letztendlich erscheinen wird, aber eins steht schonmal fest das p/l wird hier garantiert stimmen.

Erich (Schweiz) | 25.04.2009, 11:46 Uhr

Spritspartechnik hin, Öko-Label her; entscheidend ist die eigene Fahrtechnik. Premium-Preise, nicht bezahlbar? Ich habe mir einen A6 allroad 3.2 als direkt importierten Werksdienstwagen mit Topausrüstung (23'000 km auf dem Tacho, mit Werksgarantie) mit 40 % Rabatt gekauft. Es muss ja nicht immer gleich ein Neuwagen sein! Zum Verbrauch: man kann auch einen 3.2 Liter-Benziner mit einem Durchschnittsverbrauch zwischen 8 und 8,5 Liter pro Fahrt bewegen. Mir jedenfalls gelingt's.

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