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Audi A3- und BMW 1er-Zukunft

Die Nachfolger der Premium-Kompakten

Audi A3 Foto: Christian Schulte 16 Bilder

Der Audi A3 und der BMW 1er haben das Segment der Kompaktwagen mit Premiumanspruch begründet. Die Neuauflagen beider Modelle müssen nun versuchen, ihr Revier trotz größer werdender Konkurrenz zu verteidigen.

13.06.2010 Birgit Priemer

Wahre Größe kommt von innen, lehrte schon vor Jahrhunderten der chinesische Philosoph Konfuzius, ohne dabei auf allzu offene Ohren zu stoßen. Doch zum Umdenken ist es nie zu spät, und so erkennen derzeit besonders die deutschen Premiumhersteller, dass klein richtig fein sein kann: Audi ergänzt sein Angebot um den A1, BMW plant ein Modell unterhalb des 1er und erweitert die Mini-Familie. Auch die Bedeutung der Kompaktklasse steigt. Audi A3 und BMW 1er haben auf dem Höhepunkt ihrer Modellzyklen Absatzzahlen von über 200.000 Einheiten per annum geschafft - eine Erfolgsgeschichte, die nun fortgeschrieben werden soll: 2011 geht die Neuauflage des BMW 1er an den Start, 2012 kommt der Audi A3-Nachfolger.

Der Audi A3 bleibt ein Blutsbruder des VW Golf

Der Audi A3 nimmt mit einem früheren Verkaufsstart die Technik der siebten Golf-Generation sogar einige Monate vorweg. Auf Basis des quermodularen Baukastens beläuft sich die Zahl der Gleichteile dann auf rund 70 Prozent: Sitze, Fensterheber, Klimaanlage und der Antriebsstrang sind bei Audi A3 und VW Golf identisch. Dank der neuen, flexiblen Konstruktion können beide Modelle mit den verschiedensten Antriebsformen angeboten werden. Der A3 ist als E-Auto, Hybrid und als Erdgasmodell denkbar.

So umfangreiche Pläne hat BMW beim 1er nicht: Er ist wiederum eng mit dem BMW 3er verzahnt, behält als Hecktriebler einen Exotenstatus in der Kompaktklasse und wird zum Verkaufsstart von Vierzylinder-Turbos aus der PSA-Kooperation angetrieben. Dreizylinder sollen folgen, nur vom Hybridantrieb will Technikvorstand Klaus Draeger in dieser Klasse nichts wissen: "Für den 1er kann ich mir das momentan nicht vorstellen, aber für den nächsten 3er." Und auch eine E-Version wird es nicht geben, denn die bleibt bei BMW ab 2014 dem Mega City Vehicle vorbehalten.

Audi und BMW wollen den CO2-Ausstoß weiter senken

Beide Hersteller konzentrieren sich dennoch darauf, den CO2-Ausstoß noch einmal deutlich zu senken. Der sparsamste BMW 1er (116d) liegt zur Zeit bei 118 g/km, künftig sollen es weniger als 100 g/km sein. Audi ist da schon einen Schritt weiter: Der Audi A3 1.6 TDI (105 PS) begnügt sich bereits mit 99 Gramm, so dass die nächste Generation noch einmal zehn Gramm weniger emittieren dürfte - und zwar mit Hilfe der neuen Selbstzünder aus dem modularen Dieselbaukasten. Dieser umfasst Drei- sowie Vierzylinder nach der Euro 6-Norm mit 1,2 bis zwei Liter Hubraum sowie 75 bis 180 PS. Ähnlich sieht es bei den Benzinern aus, wobei das Leistungsspektrum hier in der Audi S3-Version mit Zweiliter-Biturbo bis 300 PS reichen soll.

Die Achtstufenautomatik feiert Premiere in der Kompaktklasse

BMW setzt im 1er auf einen 1,5-Liter-Turbodiesel, wie er in der IAA-Studie Vision Efficient Dynamics im letzten Jahr erstmals gezeigt wurde und den es mit 95 bis 177 PS geben soll. Der Dreizylinder-Benziner verfügt wie bei Audi über 1,2 Liter Hubraum (75 bis 184 PS), darüber rangiert der aufgeladene Vierzylinder mit zwei Litern und bis zu 245 PS. Premiere in der Kompaktklasse feiert übrigens die Achtstufenautomatik, die der BMW 1er ebenso wie künftig auch der BMW 3er von den größeren Baureihen übernimmt. Sparsame Motoren in Kombination mit Start-Stopp-Automatik setzen die Kunden mittlerweile voraus. Was sie an der Kompaktklasse neuerdings besonders reizt, ist das umfangreiche Ausstattungsangebot, das den Vergleich mit der Luxusliga kaum noch scheuen muss: Bei Audi und BMW werden kamerabasierte Systeme dafür sorgen, dass es auch einen A3 und einen 1er mit Toter-Winkel-Überwachung, Spurwechselwarner, Verkehrsschilderkennung und Abstandsregeltempomat geben wird.

Auch der Audi A3 wird mit Oberklassen-Technik ausgestattet

Den A3 rüstet Audi mit dem Dreh-Drücksteller des Audi A8 zur Bedienung des Multimedia-Systems aus, und auch die Kartendarstellungen auf dem hochauflösenden Farbdisplay stammen vom Flaggschiff der Marke. Digitaler Radioempfang, ein 180 Watt starkes Soundsystem, Zehnkanalverstärker und eine Armada an Lautsprechern sorgen für den richtigen Groove im Innenraum. Passend dazu gibt es ein MMI-System mit 60-Gigabyte-Festplatte, Sprachsteuerung und CD-Laufwerk für MP3-Formate. Umfangreiches Infotainment gehörte schon immer zu den Stärken des BMW 1er, doch das Angebot wird weiter ausgebaut. Der Internetzugang soll schneller werden, die Kartengrafiken bekommen mehr 3D-Elemente und können dann Häuserfassaden nah an der Realität wiedergeben. Zusammen mit Zulieferer Harman arbeitet BMW übrigens sehr aktiv an der Entwicklung neuer Soundsysteme, die mit weniger Leistung auskommen und so ebenfalls helfen, Sprit zu sparen. Ein Kunstgriff ist dabei der Einsatz von wesentlich dünneren und damit auch leichteren Kabeln.

Auch Mercedes will bei den Premium-Kompakten einsteigen

Es klingt vielversprechend, was Audi A3 und BMW 1er künftig anzubieten haben. Der Kampf um den Premiumstatus in der Kompaktklasse wird schließlich härter werden, denn auch Mercedes will sich ab dem Jahr 2012 mit einer sehr coupéhaft geschnittenen A-Klasse wieder ernsthaft daran beteiligen. Ob dieser Vorstoß klappt, steht im Moment allerdings noch in den Sternen.

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