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Audi A3 und Mercedes CLA

Treffen der Kompakt-Limousinen

Audi A3 Stufenheck, Mercedes CLA 45 AMG, Heckansicht Foto: Hans-Dieter Seufert 25 Bilder

Eine solche Karosserieversion gab es vom A3 noch nie – und die Stufenheckvariante hat durchaus Potenzial, im Revier eines Mercedes CLA zu wildern. Beide Modelle basieren auf Frontantriebsplattformen.

18.04.2013 Heinrich Lingner, Birgit Priemer

Pier 59 in New York – 1912 eigentlich das Ziel der Titanic nach ihrer Jungfernfahrt, hätte sie nicht so tragisch geendet. Heute – 101 Jahre später Ort eines hochmodernen Digitalstudios, in dem das Audi A3 Stufenheckmodell sein erstes Fotoshooting erlebt.

Angst vor der Kamera braucht die neue Variante nicht zu haben – die Zeiten langweilig geformter Stufenhecklimousinen scheinen längst vorbei. Im Gegenteil: Kein Segment zieht derzeit stärker an, weil sich speziell in Märkten wie den USA und China eine ungeheure Nachfrage regt – was zweifellos auch daran liegt, dass die Formensprache in diesem Segment viel ästhetischer geworden ist.

Als Limousine wird der A3 länger, breiter und flacher

Die Proportionen des Audi A3 haben sich gegenüber dem Sportback deutlich verschoben: Die Stufenhecklimousine ist immerhin 15 Zentimeter länger (4,46 Meter), elf Millimeter breiter und neun Millimeter flacher als das Schwestermodell. Auch stilistisch geht die neue Audi A3-Variante bemerkenswert eigene Wege: Kurze Überhänge unterstreichen den dynamischen Auftritt der Limousine, die kräftig herausgearbeiteten Radhäuser stärken die Präsenz auf der Straße.

Das Team um Designchef Wolfgang Egger hat außerdem die Kontur der Motorhaube, Stoßfänger, Lufteinlässe und die Form des Single-Frame-Grills überarbeitet. Die Praktikabilität geht dabei nicht verloren: Das Kofferraumvolumen der Audi A3 Limousine beläuft sich auf 425 Liter, erweiterbar durch Umklappen der Fondlehnen. Skifahrer sollten beim Konfigurieren nicht vergessen, ein Kreuzchen bei der aufpreispflichtigen Durchreiche zu machen.

Rund 25.000 Euro beträgt der Grundpreis für den 1.4 TFSI (140 PS, mit Zylinderabschaltung), im Vergleich zum gleich motorisierten Sportback ist die Stufenheckvariante rund 900 Euro teurer – aber rund 4.000 Euro günstiger als einer seiner wichtigsten Konkurrenten, der Mercedes CLA. Der ist zwar mit 4,63 Meter deutlich länger (plus 17 Zentimeter) und bietet ein größeres Kofferraumvolumen (plus 45 Liter), durch den coupéartigen Zuschnitt finden Großgewachsene im Fond aber nur eine eingeschränkte Kopffreiheit, während das Gepäck durch einen kleinen Kofferraumausschnitt eingeladen werden muss.

Die erste Sitzprobe in der Audi A3 Limousine ergibt, dass das Platzangebot auf der Rücksitzbank zwar nicht üppig ist, aber selbst Erwachsene jenseits des Standardmaßes finden auf den gut ausgeformten Fondplätzen genügend Raum über dem Scheitel und den Knien vor. Besser sitzt es sich vorn, wo die Audi A3 Limousine Zweitürer und Sportback gleicht. In der Praxis beschert dieser Umstand der neuen Variante ein aufgeräumtes Cockpit, Frontsitze mit weitem Verstellbereich und einen sehr guten Qualitätseindruck.

Ähnliche Motorenprogramme

Mercedes CLA und Audi A3 Limousine zeigen antriebsseitig durchaus Parallelen, wobei Audi zum Bestellstart Ende Mai (Auslieferung Ende August) zunächst nur drei Triebwerke ins Rennen schickt. Zur Wahl stehen neben dem 1.4 TFSI (140 PS) der 1.8 TFSI (180 PS) und der Zweiliter-TDI (150 PS). Im vierten Quartal folgt dann der S3 (300 PS), sowohl in Form der Stufenheckvariante als auch des Sportback. Sukzessive werden aber alle Motoren, die es für den Zweitürer gibt, auch für die Limousine zu haben sein.

Mercedes kann bei diesem Kräftemessen locker mithalten: Die Topversion CLA 45 AMG entwickelt aus ihrem Zweiliter-Turbo satte 360 PS, verfügt über 450 Newtonmeter Drehmoment – und befindet sich ab September im Handel: ein heißes Kopf-an-Kopf-Rennen, das sich von null auf 100 km/h zwischen 4,6 (CLA) und 4,9 Sekunden (S3) abspielt.

Sportpakete gegen Aufpreis

Wie Mercedes offeriert auch Audi für die A3 Limousine ein Sportpaket für die Linien Ambition und S Line mit einer um 25 Millimeter abgesenkten Karosserie. Beim Ambition sind zudem Sportpolster Serie, auf Wunsch gibt es S-Sportsitze mit integrierten Kopfstützen.

Ein neuer Dienst von Audi connect bietet nun Parkplatzinformationen an, nennt die Anzahl an freien Plätzen sowie die Höhe der Gebühren und übernimmt die Adresse des Parkplatzes automatisch als Navigationsziel. Auch mit dieser Offerte hat sich Audi also eine Stufe weiter entwickelt.

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