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Audi A4, Ford Mondeo, Renault Laguna

Mittelstürmer

Foto: Schulte-Nextline 8 Bilder

Frischer Wind in der populären Mittelklasse - Audi bringt den neuen A4, Ford kommt mit dem Mondeo, und Renault kontert mit dem Laguna. Im Überblick: wie die Neuen aussehen und was sie bieten.

13.02.2007 Eberhard Kittler

Sie liegen weit vorn in der Käufergunst: Limousinen und Kombis der Mittelklasse. Einer der wichtigsten Quotenbringer ist der Audi A4. Nun, nach sieben Jahren, steht er vor der Ablösung. Die Limousine debütiert auf der IAA und kommt Ende November zu den Händlern, der Avant folgt sechs Monate später.

Der sportiv geformte Neue ist nur wenig länger als das bisherige Modell, hat aber 15 Zentimeter mehr Radstand, der vor allem dem Innenraum zugute kommt. Möglich wird dies durch die geänderte Antriebsarchitektur mit nach vorn gerückter Vorderachse. Damit soll zugleich Schluss mit der Kopflastigkeit früherer Audi-Modelle sein. Die Lenkung liegt künftig unter der Antriebseinheit und ermöglicht so eine direktere Anbindung an die angetriebenen Vorderräder- Folge dürfte ein viel besseres Einlenken des Autos sein. Zudem verspricht eine Fünf- statt der bisherigen Vierlenker-Vorderachse mehr Präzision. Hinten findet sich sowohl bei Front- als auch bei Allradantrieb eine Trapez-Mehrlenker-Konstruktion.

Vorteil Audi

Bei den mit Torsendifferenzial ausgestatteten Quattro-Versionen ist die Grundauslegung mit 40 zu 60 betont hecklastig. Dies und die ausgewogenere Achslastverteilung sollen dem A4 einen spürbaren Vorteil gegenüber dem BMW 3er bescheren. Ein weiterer Vorteil des Audi: Die völlig neue System- und Gleichteilstruktur verkürzt die Fertigungszeit um die Hälfte und bringt Oberklasse-Innovationen in die Mitteklasse. Künftig verfügen alle Audi mit Längsmotor über den gleichen "modularen Längsbaukasten". Benziner mit vier, sechs und acht Zylindern besorgen den Antrieb, bei den Dieseln handelt es sich um Common-Rail-Aggregate zwischen zwei und drei Liter Hubraum. Alternativ zum Sechsgang-Schaltgetriebe gibt es die schnell schaltende Sechsstufen-Automatik von ZF, wie sie bislang schon bei BMW eingesetzt wird. Ein Jahr später soll eine neue Siebenstufen-Konstruktion für die leistungsstärkeren Versionen folgen.

Ebenfalls 2008 wird erstmals in einem Längsmotorauto ein Doppelkupplungsgetriebe kommen. Zu den weiteren Innovationen zählt die mechanische Überlagerungslenkung. Dank neuer Materialien aus der Raumfahrttechnik soll sie spielfreier und verschleißärmer sein als die Aktivlenkung von BMW. Maßstäbe wird auch die radselektive Momentenverteilung ("Torque vectoring") bei den allradgetriebenen S4- und RS 4-Modellen der nächsten Generation setzen: Wurde bislang das Drehmoment achsweise zugemessen, geht es nun hinten je nach Grip-Situation nach links und rechts.



Neuer Mondeo kommt im Mai 2007

Schon etwas eher als der A4 stehen die neue Mercedes C-Klasse und der Ford Mondeo bereit. Der Kölner löst im Mai seinen sieben Jahre alten Vorgänger ab. Wie zuvor werden auf einen Schlag drei Karosserieversionen offeriert: Stufen- und Schräghecklimousine sowie Turnier. Der mutig geformte Mondeo bekommt zehn Zentimeter mehr Radstand und wird deutlich größer. Mit einer Außenlänge von 4,80 Metern und einem geräumigeren Fond zieht er gleich mit dem VW Passat; dazu kommt ein attraktiv gemachter Innenraum. Ford will außerdem viel Wert auf eine hohe Qualität legen. Es bleibt bei quer installierten Motoren.

Zunächst stehen ausschließlich Vier- und Fünfzylinder bereit: Benziner von 1,8 bis 2,5 Liter Hubraum und grundsätzlich mit Saugrohreinspritzung; der bisherige V6 entfällt. Das stärkste Modell kommt auf 220 PS, die künftige ST-Version soll über 260 PS leisten. Die Diesel-Palette reicht vom 1,8- bis zum 2,2-Liter. Noch in Warteposition ist ein größerer, zusammen mit Volvo entwickelter TDCi-Motor. Fünf- oder Sechsganggetriebe leiten die Kraft zur Vorderachse, wahlweise werden bald sowohl eine Sechsstufen-Automatik als auch ein Doppelkupplungsgetriebe zum Einsatz kommen.

Die Fahrwerke von Ford überzeugen schon seit Jahren. Nun wird der neue Mondeo - mit Federbeinachse vorn und Multilenker-Achse hinten - weiter in Richtung Dynamik getrimmt. Serienmäßig ist die elektrohydraulische Lenkung. Weil sich der neue Mittelklässler die Plattform mit den Markengeschwistern S-Max und Galaxy sowie mit den mittleren und großen Volvo-Modellen teilt, steht ein gut bestückter Technik- Baukasten bereit. Er reicht - aber das ist noch Zukunftsmusik - bis zum traktionsverbessernden Allradantrieb.

Renault Laguna ist ab Ende September zu haben

Noch ein Mittelklasse-Modell wird ab Ende September in den Markt drängen: der neue Renault Laguna. Er kommt zunächst als Limousine, im ersten Quartal 2008 folgt der Grandtour, der die Rolle des modischen Sportkombis spielen soll. Ein halbes Jahr später steht eine eigenständig gezeichnete Coupé-Variante bereit. Renault-Boss Carlos Ghosn hat den Laguna zur Chefsache gemacht und ihm mehr Premium-Charakter verordnet.

Technik und Design des Autos sollen viel attraktiver werden. Die Außenlänge wächst um fünf Zentimeter auf 4,65 Meter, der Innenraum ist spürbar geräumiger. Trotz größerer Dimensionen soll das bisherige Gewicht gehalten werden. Ghosn ließ eine neue Plattform entwickeln, die kaum Parallelen zu Autos der Renault-Schwester Nissan hat - im Vordergrund steht der Fahrkomfort. Allradantrieb ist nicht geplant; das Topmodell soll aber eine Allradlenkung haben. Die Antriebsaggregate sind überwiegend Neuentwicklungen, alle Motoren erfüllen vom Start weg Euro 5. Das Benziner-Programm reicht von 1,6 bis drei Liter Hubraum, darunter sind aufgeladene Vierzylinder mit bis zu 204 PS Leistung.

Diesel-Angebot erweitet

Weiter gespreizt als bisher ist das Diesel-Angebot: Einstiegsmotor ist ein 1,5-Liter-dCi mit 110 PS und 240 Nm, stärkster Selbstzünder wird ein neuer Dreiliter mit 220 PS und 410 Nm. Sechsganggetriebe sind Serie, Sechsstufen- Automaten optional. Bald sollen Doppelkupplungsgetriebe folgen.

Für wettbewerbsentscheidend hält Renault die Sicherheitsausstattung: Der Laguna hat serienmäßig acht Airbags inklusive Prallsäcken vorn, die das Gewicht des Fahrers berücksichtigen, und so genannter Antisubmarining-Bags, optional Sidebags hinten und einen extrem schnell reagierenden Seitenaufprallschutz. Ghosn will Bestwerte im Euro-NCAP-Crash - und hofft so, viel mehr als bislang im Revier der Platzhirsche wildern zu können.

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