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Audi A6 Avant, A7 und Q5 in der Kaufberatung

Diesel, drei Mal praktisch verpackt

Audi A6 Avant, A7, Q5, Gruppenbild Foto: Hans-Dieter Seufert 19 Bilder

Audi ummantelt seinen prächtigen V6-TDI mit drei unterschiedlichen, allesamt praktischen Karosserie-Konzepten. Welches davon schlägt sich im Alltag am besten?

14.10.2013 Jens Dralle

Ein bisschen trägt die Zulassungsstatistik Schuld an diesem Vergleich. Zwar dürfen sich alle drei das Etikett "Traumwagen" auf die Windschutzscheibe pappen. Mit was? Mit Recht natürlich. Während allerdings das Segment von Audi A6 Avant und Audi A7 Sportback derzeit im Fallen ist, behauptet sich einzig die Klasse der SUV und Geländewagen – also die des Audi Q5 – in etwa auf Vorjahresniveau. Vor allem Privatkäufer fahren im wahren Wortsinn auf die rustikalen Kraxler ab, die manchmal gar nicht so gut kraxeln können. Doch das tut hier nichts zur Sache.

Warum findet denn die Obere Mittelklasse weniger Fans als bisher und kann selbst durch Alternativen wie das viertürige Fließheck-Coupé kaum belebt werden? Am Antriebskomfort liegt es jedenfalls nicht. In allen drei Audi-Modellen arbeitet der kräftige 245 PS-Sechszylinder-Diesel, der mit seinem wuchtigen Drehmoment von 580 Newtonmeter erst ein Siebengang-Doppelkupplungsgetriebe und dann alle vier Räder terrorisiert. Dabei ist es dem Dreiliter-Triebwerk einigermaßen wurscht, welches Modell er schultert. Alle wiegen deutlich über 1,9 Tonnen, die Gewichtsdifferenz beträgt aber schlimmstenfalls 29 Kilogramm.

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Kaufberatung Audi A6 Avant, A7, Q5 Luxus-Laster
auto motor und sport 20/2013
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Audi Q5 mit rustikalem Komfort und erhöhtem Verbrauch

Erst jenseits der 200-km/h-Marke macht sich der hohe Aufbau des Audi Q5 bremsend bemerkbar. Die trutzige Karosserie verhagelt dem SUV zusätzlich den Testverbrauch, denn mit 9,8 L/100 km musste sich der TDI über einen Liter mehr in die Brennräume injezieren als bei A6 und A7 – Vorteil für die Klassiker. Gleichstand dagegen bei den Manieren, denn das Triebwerk benimmt sich schwiegermutterkompatibel, brummt beruhigend, vibriert kaum. Doch beim Anfahren und Ausrollen neigt das Getriebe zu leichtem Ruckeln. Das könnte die Achtstufenautomatik aus dem A8 deutlich besser.

Beim Federungskomfort fallen die Unterschiede noch größer aus, denn hier verhält sich der Q5 so, wie er auftritt: rustikal. Der hohe Aufbau verlangt nach niedrigen Federraten, was sich nicht gut mit dem kurzen Radstand und den üppigen 19-Zoll-Rädern verträgt. Das macht sich vor allem bei Schlaglöchern bemerkbar, überdies quittiert der Q5 lange Bodenwellen mit spürbaren Vertikalbewegungen. In seiner Klasse mag das noch in Ordnung gehen, gegenüber dem A6 Avant sieht er jedoch kein Land.

Der Kombi verwöhnt mit der um Klassen besseren Abstimmung, luftfedert selbst auf kurzen Wellen beflissen und harmonisch bei zugleich geringer Wankneigung. Und der A7? Schließlich streckt er seine Achsen am weitesten auseinander, wiegt zudem am meisten, was beides in einem ordentlichen Komfort gipfeln könnte.

Straffe Luftfederung im Audi A7

Wie der A6-Testwagen leistet sich auch das viertürige Coupé die optionale Luftfederung – und kann dennoch nicht das Kapitel für sich entscheiden. Zu unsouverän geht er über Unebenheiten hinweg, beruhigt sich immerhin schnell wieder, um dann bei langen Wellen standesgemäß zu federn.

Ob der A7 dafür mit einem sportlichen Handling entschädigt? Schon, doch der A6 Avant biegt ebenso flott ums Eck – einzig der trägere Q5 guckt dabei etwas unbeteiligt zu. Bei den Sitzen scheint der Offroader ebenfalls ins Hintertreffen zu geraten, da A6 und A7 mit optionalen Komfortsitzen antreten. Doch die bieten vor allem zahllose Einstellmöglichkeiten, weshalb der – ebenfalls aufpreispflichtige – Sportsitz des Q5 hinsichtlich Komfort und Seitenhalt locker mithalten kann. Seine variable, verschiebbare Rückbank fällt dagegen etwas zu hart aus, im A6 und A7 fühlen sich Mitreisende deutlich wohler.

Wobei: Ungeachtet der ordentlich gepolsterten Rückbank müssen im A7 die Knie stärker angewinkelt und – je nach Körpergröße – der Kopf eingezogen werden. Ebenso gestaltet sich der Einstieg schwieriger. Ob man beim Q5 hingegen nun über einen breiten Schweller klettern, sich dafür aber weniger bücken möchte als beim A6, ist eher Geschmackssache.

Geräumiger A6-Innenraum

Beladen lässt sich der Q5 dagegen zweifelsfrei am besten, da er eine angenehme Ladehöhe bietet und der Kofferraum nicht allzu tief ausfällt. Aufgrund seiner Kürze fasst er allerdings die wenigsten Gepäckstücke, zumindest bis zur Laderaumabdeckung. Zudem wuppt der SUV das sperrigste Ladegut, jedenfalls wenn es um Breite und Höhe der Fracht geht. Bei der Länge bleibt der A6 Avant ungeschlagen, darüber hinaus passen in den klassischen Kombi sieben Koffer und Taschen, bis das Standardvolumen von 565 Litern ausgereizt ist.

Und das schicke Schrägheck guckt in die Röhre? Naja, Sperrgepäck ist natürlich nicht sein Ding, aber ansonsten steckt auch der Sportback ordentlich was weg. Wer das maximale Ladevolumen nutzen möchte, muss sich mit einer sperrigen Abdeckung herumärgern, die ziemlich fummelig zu entfernen ist. Dann lassen sich aber auch schon mal zwei Moutainbikes und üppiges Wochenendgepäck im A7 versenken.

Eine unnachgiebige Laderaumabdeckung verdirbt beim Q5 ebenfalls die Spediteurslaune, die nicht ganz ebene Ladefläche teilt er sich mit den anderen beiden Audi. Vor allem beim Avant erscheint das unverständlich, ein echter Kombi muss das drauf haben. Gleiches gilt für die Zuladung, die bei allen drei eher überschaubar ausfällt. Fünfsitzige Pkw dieser Gewichts- und Leistungsklasse sollten durchaus mehr als höchstens 513 Kilogramm (Q5) schleppen können. In jedem Fall wirkt sich das Ausnutzen der Ladekapazität nur unwesentlich auf den Federungskomfort und erst recht nicht auf die Fahrsicherheit aus. Der Q5 untersteuert deutlicher und leistet sich stärkere Karosseriebewegungen, A6 und A7 verhalten sich in kitzeligen Situationen nahezu neutral und sind präzise zu beherrschen.

Bei der Lenkung wiederum bietet der Q5 die beste Rückmeldung. Und ganz nebenbei lässt sich der SUV am einfachsten in Parklücken zirkeln, da er neben den kompakten Abmessungen beste Übersichtlichkeit bietet – und wenn das alles nichts nützt auch unlackierte Stoßfänger.

Audi Q5 bietet wenig Vorteile

Kein Wunder also, dass die zivilisierten Geländegänger so viele Freunde finden? Doch, eigentlich schon. Klar, der Q5 bietet die beste Übersichtlichkeit und schluckt das sperrigste Gepäck – und am meisten Kraftstoff. Überdies federt er deutlich schlechter, und das Handling fällt etwas behäbiger aus. Der A7 Sportback erkauft seine Andersartigkeit mit Einschränkungen beim Platzangebot, federt herb, kostet viel – bietet aber wenigstens die beste Ausstattung.

Bleibt noch der Kombi. Der agile A6 Avant bieten das ausgewogenste Fahrwerk, den am besten nutzbaren Innenraum und verbraucht vergleichsweise wenig – ein Traum-Kombi. Die beliebtesten Autos der Zulassungsstatistik sind also nicht zwangsläufig die besten.

Audi A6 Avant bietet Platz und ist am günstigsten

Mag sein, dass für viele Käufer aufgrund der Optik und der Übersichtlichkeit nur ein SUV infrage kommt – viel Spaß mit dem Q5. Doch in diesem Vergleich siegt der altehrwürdige Kombi deutlich. Warum? Der A6 Avant bietet den besten Federungskomfort und den insgesamt größten und gut nutzbaren Innenraum. Und der außergewöhnliche, aber auch recht teure A7 Sportback? Der schlägt sich tapfer, ist ja auch ein ziemlich großer Brocken. Sein Design geht auf Kosten des Platzangebots im Fond – aber sonst? Mit dem Kofferraumvolumen kommen wohl alle klar, die sich Kühlschränke und Waschmaschinen ohnehin liefern lassen. Übrigens: Alle drei zeigen die hohe Kunst der Verarbeitungs-Qualität, speziell im Interieur.

Ein gutes Raumangebot zu vertretbaren Kosten bietet der Audi A6 Avant und gewinnt damit den Finanzierungscheck gegen A7 sowie Q5.

Geht es darum, in diesem Vergleich das Auto mit dem besten Raumangebot zu vertretbaren Kosten zu küren, dann fällt die Wahl auf den Audi A6 Avant. Der Kombi schlägt in der Anschaffung mit 5.000 Euro mehr zu Buche als der Q5, dafür ist er aber in der Finanzierung (Kilometerleasing über drei Jahre) nur vier Euro pro Monat teurer. Das darf als günstig gelten, zumal bei beiden Modellen das Rabattniveau ähnlich hoch ausfällt: Beim A6 sind bis zu 13, beim Q5 bis zu zwölf Prozent möglich. Dass der A6 Avant günstig zu finanzieren ist, zeigt auch der Vergleich mit dem A7. Denn der steht nicht nur mit einem rund 4.500 Euro höheren Anschaffungspreis in der Liste, sondern kostet beim Leasing auch fast 130 Euro mehr im Monat.

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