Audi A7 Sportback-Präsentation: Kunst trifft Kommerz

Audi A7 Premiere Pinakothek München

Für die Premiere des Audi A7 Sportback war der Präsentationsort war sorgfältig gewählt: In der stillvollen Umgebung der Münchener Pinakothek gab es erstmals einen Blick auf das neue Luxuscoupé von Audi.

Es dauert nicht mehr lange, und dann ist eines der schönsten viertürigen Coupés als neuer, extrem ernst zu nehmender Mercedes CLS-Konkurrent im Handel - gemeint ist der neue Audi A7 Sportback auf Basis der nächsten A6-Generation, die ebenfalls zum Jahresende in neuer Form vorgestellt wird.

Audi A7 Sportback-Präsentation in der Pinakothek der Moderne

Die erste Bühne bei der Präsentation in der Pinakothek der Moderne in München, wo in diesem Falle Kunst auf Kommerz trifft, galt den Audi A7-Sportback-Designern Wolfgang Egger und Stefan Sielaff. Sie traten mit Klebebändern (neudeutsch: Tape) auf die Bühne, um an überdimensionalen Skizzen des Audi A7 zu demonstrieren, was ihnen an der Formengestaltung der viertürigen Coupés wichtig ist: "Die Tornadolinie über den Türgriffen schafft den Bezug zur Erde und zu den Rädern", erläutert Sielaff.

"Ein Auto ist dann wirklich schön, wenn man es in nur drei Kurven beschreiben kann", ergänzt Wolfgang Egger, der vor großem Publikum zugab, dass man "bei einer Weltpremiere superaufgeregt bist, bevor man nicht die Emotionen des Publikums gesehen hat." Beiden Stylisten war eine Botschaft besonders wichtig: "Ohne den jetzigen VW-Konzerndesignchef Walter de Silva wäre dieses Auto nicht möglich gewesen." De Silva, in Anwesenheit seiner Gattin im Publikum, nahm es mit einem dankbaren Lächeln zur Kenntnis.
 
Doch der Audi A7 Sportback hat viele Väter - auch Audi-Entwicklungsvorstand Michael Dick gehört dazu: "Wir haben den Designern freien Lauf gelassen. Aber die Techniker haben maßgeblich dazu beigetragen, dass das Auto jetzt so dasteht, wie es vor uns steht". Und das zählt mit Abmessungen von knapp fünf Metern zu den neuen Sparkonzepten seiner Klasse: Der Dreiliter-TDI mit 204 PS bringt es immerhin auf einen Verbrauch von 5,3 Litern pro 100 Kilometern, was einem CO2-Ausstoß von 139 Gramm pro 100 Kilometern entspricht - spätere Verbesserungen nicht ausgeschlossen.

Audi A7 Sportback künftig in Sparversion

"Wir schließen nicht aus, mit diesem Modell einmal unter 100 g/km CO2 zu kommen", bekräftigt Rupert Stadler als Audi-Vorstandsvorsitzender gegenüber auto-motor-und-sport.de am Premierenabend. "Auch ein Hybridantrieb ist prinzipiell möglich." Zu den wichtigsten Märkten des A7 Sportback zählt der Audi-Chef Deutschland, Großbritannien, die USA und China, Über die gesamte Lebensdauer der ersten A7-Generation sollen dort insgesamt rund 200.000 Einheiten verkauft werden. "Wir sind positiv überrascht, wie gut sich das Jahr 2010 für uns entwickelt", führt Stadler aus. "Wir haben im ersten Jahr ein Wachstum von 19 Prozent - ohne den neuen Audi A1 und den A7." Fest steht, dass die Marke 2010 wie im Rekordjahr 2008 beim Absatz die Millionen-Schwelle knacken wird. In China ist die Nachfrage zurzeit so hoch, dass man mit der Produktion kaum noch hinterherkommt.

"Die ersten Probefahrten waren geil"

Der A7 ist für Stadler dabei ein wichtiger strategischer Brückenkopf: "Der A7 Sportback ist für uns weit mehr als nur pure Schönheit. Wir schließen damit die Lücke zwischen A6 und A8. Das viertürige Coupé wird unsere Marke weiter aufladen und ist ein wichtiger Meilenstein auf dem Weg an die Spitze." Die Kundschaft für den Neuentwurf sucht er dabei durchaus in der Audi-Klientel: "Wir verkaufen vom A6 im Jahr über 200.000  Einheiten. Da ist ein Riesenpotenzial." Die direkten A7 Sportback- Konkurrenten nach Angaben der Audi-Manager: Mercedes CLS, BMW 5er GT und Jaguar XF.

Die Audi-Designer sehen nach der gelungenem Premierenfeier den weiteren Verlauf des A7 Sportback total entspannt: "Das Ganze war eine extrem leichte Geburt", betont Stefan Sielaff, während Entwicklungschef Michael Dick gut gelaunt zu Protokoll gab: "Die ersten Erprobungsfahrten waren einfach geil."

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Birgit Priemer

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