Audi A8 lang mit W12-Motor auf der Peking Motor Show

Verlängerter Audi A8 mit bis zu 500 PS

Audi A8 Langversion

Audi zieht den A8 in die Länge. In der Langversion wächst die Luxuslimousine aus Ingolstadt um 130 Millimeter auf stattliche 5,27 Meter an. Als Top-Motorisierung dient ein W12 mit 500 PS. Im Fond sollen zwei Einzelsitze höchsten Luxusansprüchen genügen.

Gegenüber dem normalen Audi A8 bleibt die Langversion, die ihre Weltpremiere auf der Peking Motor Show feiern wird,  in der Breite mit 1,95 Metern unverändert. In der Höhe legt der Luxus-Ingolstädter hingegen marginal zu (plus zwei Millimeter).

Ruhesitz im Fond der Audi A8-Langversion

Sowohl der Radstand  (3,12 Meter) als auch die Gesamtlänge wachsen im Vergleich zum normalen Audi A8 um 130 Millimeter an. Wie beim kürzeren Bruder wird die Karosserie des Audi A8 L in Aluminium-Space-Frame-Bauweise gefertigt, was im Vergleich zu einer aus Stahl gefertigten Karosserie rund 40 Prozent an Gewicht einsparen soll. Das Längenwachstum, des auf der "Auto China" präsentierten Audi A8, soll in vollem Umfang den Fond-Passagieren zugute kommen. Größere Türen erleichtern den Einstieg in den Fond. Dort empfangen die Passagiere zwei elektrisch einstellbare Einzelsitze, die über eine Sitzheizung sowie eine Belüftung verfügen. Dabei ist der Sitz hinter dem Beifahrer als sogenannter Ruhesitz konzipiert. Dieser erlaubt die Verstellung der Neigung des Sitzkissens und umgarnt den Passagier mit zehn Luftkammern und vier Massageprogrammen. Derweil können die Füße auf einer elektrisch einstellbaren Auflage ruhen, während der Massierte den Blick durch das optionale Panorama-Glasdach gen Himmel schweifen lassen und sich in das mitgelieferte Extrakissen aus Hirschnappaleder kuscheln kann.

Auf Wunsch gibt es zudem eine durchgehende Konsole, die unter anderem einen Klapptisch sowie einen Kühlschrank beheimatet. Eine Vierzonen-Klimaanlage soll jederzeit für angenehme Temperaturen auf allen vier Plätzen sorgen. Für Unterhaltung auf den hinteren Plätzen sorgt das gleichfalls aufpreispflichtige Entertainment-System mit zwei 10,2-Zoll großen Bildschirmen. Darüber hinaus sind für die Langversion alle aus dem Audi A8 bekannten Entertainment- und Navigationssysteme inklusive MMI sowie alle Fahrerassistenzsysteme wie etwa der Nachtsichtassistent erhältlich.

Top-Motor für den Audi A8L: W12 mit 500 PS

Motorseitig stehen im Audi A8L alle auch aus der Kurzversion bekannten Triebwerke zur Verfügung. Darüber hinaus bildet der komplett überarbeitete W12 mit 6,3 Litern Hubraum und 500 PS die Speerspitze im Motorenprogramm für den Audi A8L. Er ist an eine Achtstufen-Tiptronic gekoppelt und soll das Flaggschiff in 4,9 Sekunden auf Tempo 100 beschleunigen. Die Höchstgeschwindigkeit ist auf 250 km/h begrenzt. Musste das bisherige W12-Aggregat noch mit sechs Litern Hubraum und 450 auskommen, steigerten die Ingenieure die Leistung nun auf glatte 500 PS aus 6,3 Litern Hubraum. Der langhubig ausgelegte Zwölfzylinder verfügt nun über Benzindirekteinspritzung (FSI) und bringt es auf 247 Kilogramm. Er soll im Audi A8L mit durchschnittlich zwölf Litern auf 100 Kilometern zwölf Prozent weniger Treibstoff konsumieren als der Vorgänger. Die Verbrauchseinsparungen gehen unter anderem auf das Rekuperationssystem zurück, welches beim Bremsen Energie zurückgewinnt. Zudem wird der Kühlwasserkreislauf kurz nach dem Start stillgelegt, um das Motoröl schneller auf Betriebstemperatur zu bringen und so die Reibungswiderstände zu reduzieren.

Das maximale Drehmoment von 625 Nm liegt bei 3.250 Touren an. Es wird auf alle vier Räder verteilt. Dabei fließen unter normalen Umständen 60 Prozent der Antriebskräfte auf die Hinterräder und 40 Prozent auf die Vorderachse. Auf Wunsch ist zudem ein Sportdifferenzial erhältlich, welches die Kraft zusätzlich zwischen den Hinterrädern verteilt und so die Agilität der Luxuslimousine steigern soll.

Der Audi A8 L rollt gegen Jahresende zu den Händlern. Seine Grundpreise betragen 79.900 Euro für den 3.0 TDI, 80.400 Euro für den 3.0 TFSI, 94.300 Euro für den 4.2 FSI, 95.800 Euro für den 4.2 TDI und 137.000 Euro für den opulent ausgestatteten W12.

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Manuel Dohr

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