6 Ausgaben testen + attraktive Prämie sichern!

6 Ausgaben auto motor und sport mit 25% Preisvorteil zum Preis von nur 17,60 € (ggf. zzgl. 1 € Zuzahlung) testen.

Dazu eine unserer zahlreichen attraktiven Prämien sichern!

Weitere Infos und Bestellung HIER!

Marken
Themen
Artikel
Videos
Baureihen
Alle Treffer mit anzeigen

Audi Rückruf 24.000 A7 und A8 mit V6 TDI in Europa

Abgas-Problem beim Diesel wegen Getriebe-Software

Audi A8 3.0 TDI Clean Diesel, Mittelkonsole Foto: Hans-Dieter Seufert

Audi ruft in Europa 24.000 Diesel der Baureihen A7 und A8 mit dem Dreiliter-V6-TDI der Abgasnorm EU5 zurück. Der Grund: In bestimmten Fahrzuständen komme es zu Auffälligkeiten bei den NOx-Emissionen, so Audi.

06.06.2017 Andreas Of 6 Kommentare

Das habe Audi „im Rahmen einer proaktiven, umfassenden Überprüfung von Getriebesoftware in verschiedenen Modellvarianten“ festgestellt. Grund ist laut Audi, „dass die Motordrehzahl in manchen Bereichen ungünstig von der Getriebesoftware beeinflusst wird.“ Dadurch können sich die Emissionen verschlechtern. Die Software verursache NOx-Werte, die zum Teil um 20 bis 100 Prozent über dem Grenzwert der Euro-5-Abgasnorm liegen, nach der die Fahrzeuge eingestuft sind.

Rückruf für 24.000 Audi A7 und A8 TDI

Audi muss die betroffenen Autos zurückrufen. In den Werkstätten soll eine neue Software aufgespielt werden, was 30 Minuten dauert. Betroffen sind europaweit 24.000 A7 und A8 aus den Modelljahren 2010 bis 2013 mit V6- und V8-Diesel-Motoren. 14.000 der betroffenen Autos sind in Deutschland zugelassen.

Dobrindt: unzulässige Software bei Audi

Bundesverkehrsminister Alexander Dobrindt (CSU) hatte am Donnerstag (1. Juni) in Berlin gesagt, Audi habe unzulässige Software zur vorübergehenden Reduzierung des Abgasausstoßes verwendet. Eine vom Kraftahrt Bundesamt und Volkswagen eingesetzte Untersuchungskommission habe festgestellt, dass bei Lenkwinkeln über 15 Grad die Stickoxidwerte im Abgas bis zu doppelt so hoch seien wie bei Geradeausfahrt. Weil während Prüfstandsfahrten auf der Rolle das Lenkrad nicht bewegt wird, habe das Bundesverkehrs-Ministerium „festgestellt, diese Funktion eine Prüfstandserkennung darstellt und damit eine unzulässige Abschalteinrichtung ist“, so Dobrindt weiter. Er habe VW-Chef Matthias Müller im Verkehrsministerium darüber informiert. Dieser habe sich überrascht gezeigt. Volkswagen muss nun bis 12. Juni eine Lösung präsentieren. Audi kündigte am Freitag, 2. Juni an: „Der bis Faktor 2 höhere NOx-Wert wird durch eine neue Getriebesoftware korrigiert.“

Audi bittet um Entschuldigung

Der Hersteller betont in einer Pressemitteilung: „Audi wird auch weiterhin vollumfänglich mit den Behörden und dem Kraftfahrtbundesamt zusammenarbeiten und entschuldigt sich bei seinen Kunden für die Unannehmlichkeiten und setzt alles daran, die gefundenen Auffälligkeiten so schnell als möglich zu korrigieren“. Der Rückruf soll im Juli beginnen.

Razzia während Hauptversammlung

Der Abgasskandal führt bereits zu einer Razzia bei Audi im Zuge von Untersuchungen der Staatsanwaltschaft München – ausgerechnet während der Hauptversammlung im März. Wie das Handelsblatt berichtet, weitet die Staatsanwaltschaft in München ihre Ermittlungen gegen Audi in der Diesel-Affäre wegen der Aussagen von Verkehrsminister Dobrindt aus. Erstmals sind nun auch in Europa verkaufte Fahrzeuge Gegenstand der Untersuchungen, während die Staatsanwaltschaft München II bisher wegen rund 80.000 Fahrzeugen ermittelt, die in den USA verkauft wurden. Dort hat sich Audi Anfang 2017 schuldig bekannt, mittels Abschalteinrichtungen den Abgasausstoß von Fahrzeugen mit 3,0-Liter-V6-TDI manipuliert zu haben.

Getriebe-Software von Audi zum zweiten Mal auffällig

Die Getriebe-Software bei Audi-Modellen mit dem Automatikgetriebe des Typs AL 551 war schon einmal in einem anderen Zusammenhang auffällig geworden. Eine US-Anwaltskanzlei hatte am 9. November 2016 eine erste Sammelklage im Namen von Autobesitzern wegen angeblicher Manipulation von Emissionswerten bei Benzinern mit 3,0-Liter-Motoren eingereicht. Betroffen seien die Modelle A6, A8, Q5 sowie wahrscheinlich auch Q7 und möglicherweise noch weitere Audi mit Automatikgetriebe.

Zuvor hatte die „Bild am Sonntag“ berichtet, dass Ingenieure der kalifornischen Umweltbehörde CARB die Manipulation im Sommer entdeckt hätten. Sie betrifft Audi-Modelle mit dem Automatikgetriebe AL 551, laut Bericht der Wochenzeitung wurde das Getriebe in mehrere 100.000 Fahrzeuge eingebaut – bis Mai 2016 inklusive Schummel-Software.

Ein Dreh am Lenkrad steigert den Verbrauch

Aufgeflogen ist die Manipulation, als während des Prüfstandslaufs eines Audi mit V6-Motor jemand am Lenkrad drehte: Die Messwerte seinen darauf hin dramatisch gestiegen, berichtet die Zeitung. Die Software starte zunächst in einem „Warm-up“ mit niedriger Schaltdrehzahl, spart so Kraftstoff und CO2. Sobald das Lenkrad um mehr als 15 Grad gedreht wird – was auf dem Prüfstand normalerweise nicht vorkommt, im Straßenverkehr hingegen völlig normal ist – schaltet die Software um. Damit soll bei Messwerten des schädlichen Klimagases CO2 getrickst worden sein – auch bei Benzinern. Das würde bedeuten, dass der Skandal, bei dem es bislang um den Ausstoß des Schadstoffs Stickoxid bei Dieselwagen ging, eine neue Dimension erhalten würde.

Der Betrug ist besonders heikel, weil sich Audi zur Zeit wegen des Abgasskandals in Verhandlungen mit der US-Justiz befindet. In Deutschland richtet sich außerdem die Kfz-Steuer nach dem CO2-Ausstoß, ebenso die NoVa in Österreich. Dem Kraftfahrt Bundesamt (KBA) hatte Audi noch vor einigen Monaten erzählt, gar keine Prüfstandserkennung zu verwenden.

„Zyklusoptimiertes Schaltprogramm“

Die „Bild am Sonntag“ zitiert aus dem Abschlussprotokoll einer Sommerfahrt in Südafrika, laut dem Axel Eiser, der damalige Leiter Antrieb fragt: „Wann wird es das zyklusoptimierte Schaltprogramm geben?“ Das „Schaltprogramm soll so ausgelegt werden, dass es auf der Rolle zu 100 % aktiv ist, beim Kunden aber nur in 0,01 %.“ Axel Eiser leite inzwischen die Aggregateentwicklung des Volkswagen-Konzerns, so die BamS weiter.

Neuester Kommentar

Es ist schon unglaublich, das Verhalten des VW -Seat - Skoda-Audi Konzern, der ja die Betrugs- Motor- und Betrugs-Abgastechnologie in der gesamten Herstellerkette und deren Produktpalette eingeführt und verkauft hat. Ich als Händler, hätte nicht die geringst Möglichkeit, bei derartigen Machenschaften, nicht wegen Betrug angeklagt zu werden und müsste erst gar nicht versuchen, ein von mir in betrügerischer Absicht manipuliertes Auto nicht zurück zu nehmen ! Hier ist der Betrug Amtlich, aber die Folgen für den Betrüger gleich Null ??? Schlimmer noch , es wird eine Nutzlose Software aufgespielt und raus ist man aus seinen Verpflichtungen! Was ist das für ein Signal, an Hersteller wie Opel ect. die saubere aber auch technisch anspruchsvollere und teurere Abgastechnologien verbauen und somit Ihre Rendite drücken. Bei Betrug geht es immer um Geld, ohne Geldwerten Vorteil würde das niemand machen. Und das die Vorstände und der Aufsichtsrat von allem nichts wussten und auf der Wolke der Glückseligen schliefen, glauben doch auch nur noch diejenigen, die an einen Weihnachtsmann glauben. So wie es aussieht, kann eigentlich nur der Konsument eine Antwort abgeben, die da lauten sollte, totaler Boykott von VW, Audi und Skoda -Produkten, bis zur vollständigen Entschädigung der betrogenen Kunden und Verschrottung des Altmetals. Nur so kann ein glaubwürdiger Neuanfang für den VW-Audi Konzern aussehen und ein Signal gesetzt werden das dieses auch niemals mehr Nachahmer findet. In diesem Sinne Ted

autoguy 8. Juni 2017, 11:22 Uhr
Neues Heft
Gebrauchtwagen Angebote
Whatsapp
Immer auf dem neuesten Stand mit unserem WhatsApp-NewsletterJetzt kostenlos anmelden