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Audi auf Wachstumskurs

Audi-Chef Martin Winterkorn hat Großes vor: Nach dem Absatzrekord des Vorjahres mit 829.000 Autos hat er die Millionen-Grenze ins Visier genommen. Zwar werden etwa zwei Drittel der Audi-Modelle am Stammsitz im bayerischen Ingolstadt gefertigt, doch auch am baden-württembergischen Audi-Standort

13.02.2006

Neckarsulm "brummt" es. Ende 2005 arbeiteten im zweitgrößten Automobilwerk des Südwestens 13.633 Menschen - zehn Jahre zuvor waren es erst 9.724, also fast 4.000 Beschäftigte weniger. Etwa 1.150 Fahrzeuge können am Tag gebaut werden, im vergangenen Jahr liefen 241.070 Audi von den Neckarsulmer Bändern. Der Automobilbau an dem Standort hat eine 100- jährige Tradition.

Angesichts des blendenden Starts der VW-Tochter im Januar (Zulassungsplus 27 Prozent) dürften es 2006 kaum weniger Autos werden. Neckarsulm ist nach dem Wegfall der Produktion des kleinen A2 für die Produktion der großen Limousinen A6 und A8 zuständig. In Ingolstadt werden im wesentlichen der A3, der A4 und der Audi TT gebaut. Die A6-Produktion etwa ist von geplanten 700 auf 800 Fahrzeuge am Tag hochgefahren worden. Auch der gänzlich aus Aluminium gefertigte A8, Konkurrent der Mercedes-Benz S-KLasse und des BMW 7er, erweist sich als Dauerbrenner.

Mit dem Mitte 2006 folgenden Allroad Quattro und dem Produktanlauf des neuen Sportwagens R8 wird die Produktion in Neckarsulm noch ausgeweitet. Auch der R8 wird in Aluminium-Leichtbauweise produziert, eine Spezialität des traditionsreichen Standortes am Neckar. 1906 wurde der "Original Neckarsulmer Motorwagen" im damaligen Motorradwerk von NSU gebaut. NSU blieb bis 1969 ein erfolgreicher Autobauer, der dann in der Audi NSU Auto Union AG aufging. Mitte der 70er Jahre erlebte die Region einen Schock, als die Konzernmutter Volkswagen verkündete, die drei Audi-NSU-Werke in Neckarsulm, Neuenstein und Heilbronn schließen zu wollen. 7.000 Mitarbeiter demonstrierten und schließlich gab es einen Teilerfolg: Zwar mussten Heilbronn und Neuenstein zumachen, doch Audi NSU in Neckarsulm mit über 6.000 Beschäftigten konnte gerettet werden.

Dieses Ereignis ist bis heute in der Region nicht vergessen und deshalb kommt dem Satz von Werksleiter Jürgen Lunemann "Wir sind jetzt ein richtiger Audi-Standort, nicht nur ein Werk" eine besondere Bedeutung zu. Künftig können durch die so genannte Produktionsdrehscheibe die durch den Modellzyklus bedingten Produktionsschwankungen zwischen Ingolstadt und Neckarsulm ausgeglichen werden - was die Arbeitsplätze zusätzlich sichert. "Mit dem Drehscheibenkonzept können wir an zwei Standorten ein gleiches Auto bauen", erklärt Lunemann.

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