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Audi BR Mosch

"Wir wollen 600 Azubis pro Jahr einstellen"

Foto: Audi

Mit Audi-Betriebsratschef Peter Mosch sprach auto motor und sport über die Wachstumstrategie "Route 15", Insourcing-Pläne und neue Produkte wie das große Coupe Audi A7 und den kleinen Geländewagen Q3.

03.07.2007 Harald Hamprecht

Herr Mosch, Audi ist die amschnellsten wachsende Premiummarke und will bis 2015 rund 1,5 Millionen Autosverkaufen. Ist auch aus Sicht der Arbeitnehmer alles rosig?
Mosch:Mit den genannten Zielen können sich die Beschäftigten identifizieren.Allerdings beinhaltet unsere Wachstumsstrategie "Route 15" auch das Ziel, dassAudi bis 2015 der attraktivste Arbeitgeber der Branche wird. Und wie diezusätzlichen Belastungen aufgefangen werden sollen, ist noch nicht geklärt. Schonheute verzeichnen wir in einigen Bereichen eine Leistungsverdichtungen. Zumaldas Durchschnittsalter der Belegschaft bis 2015 von heute 40 auf 45 Jahresteigen wird und die zusätzliche Arbeit auf der gleichen Zahl von Mitarbeiterngeschultert wird.  

Die Beschäftigung zu sichernist Ihr oberstes Ziele. Wie wollen Sie diese sicherstellen?
Mosch: Dienatürliche Fluktuation sowie altersbedingte Abgänge gleichen wir durch dieÜbernahme unserer Auszubildenden aus. Wir wollen auch in den nächsten Jahrenkonstant 600 Azubis jährlich einstellen und möglichst zu 100 Prozent in eineunbefristete Beschäftigung übernehmen. Unsere Fertigungstiefe wollen wir woimmer möglich erhöhen - auch um dem demografischen Wandel zu begegnen. Dazuprüfen wir derzeit systematisch alle bislang an Zulieferer vergebenen Module.So haben wir die Vormontage der Türverkleidungsfertigung für die A4-Familiewieder ins Werk geholt und dadurch rund 70 Arbeitsplätze gesichert. Nichtzuletzt brauchen wir natürlich eine konstant hohe Auslastung. Derzeit liegt siefür Ingolstadt und Neckarsulm bei rund 90 Prozent - und wir wollen sie weiterund nachhaltig steigern.  

Wie wollen Sie dieses Zielerreichen?
Mosch:Wir hoffen, dass dierund 15 zusätzlichen Modelle, die Audi bis 2015 auf den Markt bringt, alle inunseren beiden deutschen Werken gefertigt werden. Den Zuschlag für den Q5 habenwir bereits erhalten. Dieser kompakte Geländewagen kommt ab 2008 in Ingolstadtvon Band. Für die neue A4-Generation gilt das schon ab Ende dieses Jahres. DiePläne, das A3-Cabrio im Verbund von Ingolstadt und Györ zu fertigen,konkretisieren sich. Für ein mögliches, großes Coupe fordern wir eine Fertigungin Neckarsulm, um die Synergien zum A6 voll nutzen zu können. Auch ein kleinerGeländewagen ist angedacht. Sobald wir festgelegt haben, auf welcher Konzernplattformer basieren könnte, können sich Neckarsulm und Ingolstadt darum bewerben. 

Wird der Wettbewerb mitausländischen Fertigungsstandorten nicht immer stärker?
Mosch: 45.000der weltweit 55.000 Mitarbeiter von Audi arbeiten immer noch in Deutschland.Hier sind wir stark aufgestellt. Natürlich ist man in unserer Industrie niedagegen gefeit, dass die Konzernleitung versucht, ein deutsches Werk gegenausländische auszuspielen. Aber bei Audi haben wir bislang nur gute Erfahrungengemacht. Die Verbundfertigung des TT im ungarischen Györ hat zu zusätzlicherBeschäftigung in Deutschland geführt. 

Hat sich unter der neuen Konzernführung von Ex-Audi-Chef Martin Winterkorn auch der Wettbewerb mit den Werken derSchwestermarke VW erhöht?
Mosch: Wirhaben gute Erfahrungen damit gemacht, den Q7 bei VW in Bratislava montieren zulassen. Der Wettbewerb mit unserer Schwestermarke VW ist also nichts Neues.Audi ist hier bestens aufgestellt. Es gibt derzeit allerdings keine konkretenPläne, Audi-Modelle in einem deutschen VW-Werk zu produzieren.

Die weiteren Themen von auto motor und sport, Heft15/07, das ab 3.7. im Handel ist:

  • Die deutschen Cabrio-Stars
  • Vorstellung BMW M3
  • Fahrbericht Mercedes C63 AMG
  • Erster Test Audi A5 Coupé

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