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Audi-Chef

"Keine Marke wird so wachsen wie Audi"

Foto: Stefan Sauer 16 Bilder

Audi-Chef Martin Winterkorn über neue Modelle und das Rationalisierungspotenzial seines neuen Modular-Baukastens.

02.02.2006

Wie realistisch ist die Roadjet-Studie von Detroit?

Winterkorn: Wie jede Studie von Audi ist auch der Roadjet weit mehr als nur eine Fingerübung unserer Designer: nämlich eine Vision und ein Technikträger, der schon jetzt einen Ausblick auf die Qualitäten künftiger Audi-Fahrzeuge gibt. Sie wissen ja: Wir wollen jede Baureihe um ein weiteres Modell ergänzen. Beim A4 sind Limousine und Avant gesetzt. Die Frage ist, ob wir hier auch einen Sportback brauchen. Ich glaube, diese Aufgabe erfüllt schon der Avant. Deshalb ist die Wahrscheinlichkeit, dass wir zwischen A4 und A6 einen Roadjet bauen, sehr groß.

Was ist das Spezielle an diesem Konzept?

Winterkorn: Der Roadjet verbindet auf eine verblüffende Weise ein dynamisches Design mit exzellenter Raumökonomie. Das Package ist das Überraschende. Man sitzt 60 Millimeter höher, hat einen bequemeren Einstieg und ein tolles Sitzgefühl. Wir haben den Radstand verlängert, sind etwas gewachsen in Richtung des Audi A6. So erleben alle vier Passagiere einen Raumkomfort wie in der Oberklasse.

Wie sind Ihre Erwartungen für 2006?

Winterkorn: 2006 werden wir insgesamt zwölf neue Modelle und Modellvarianten auf den Markt bringen. Wir werden weiter wachsen und planen deutlich mehr als die 829.100 Einheiten des Rekordjahres 2005.

Ist die Million für 2008 realistisch?

Winterkorn: Das hängt stark davon ab, wie das Jahr 2007 wird. Wir bekommen die Mehrwertsteuer-Erhöhung, das fördert vorgezogene Autokäufe. Später sind wir dann mit wichtigen Neuheiten im Markt. Da sollte das Erreichen der Million realistisch sein.

In Zukunft stellen Sie die Marke auf völlig neue Beine. Aus einem großen, modularen Baukasten werden künftig A4, A6, A8 und alle Derivate entstehen.

Winterkorn: Wenn ich an die Zukunft und die ganzen Synergien denke, dann ist dies das Intelligenteste, was wir je gemacht haben.

Aber nicht ganz ohne Risiko.

Winterkorn: Kein Risiko, aber zweifellos eine echte Herausforderung. Mit den künftigen Modellen werden mehrere wichtige Komponenten parallel neu eingeführt. Ich habe schon viel gemacht, aber in dieser Intensität noch nicht.

Das ganze Interview mit Martin Winterkorn lesen Sie in auto motor und sport Heft 4, das ab Mittwoch (01.02.) im Handel ist. Weitere Themen:

• Audi Q7
• Frühjahrshits 2006
• Citroen C6
• Jaguar XK Cabrio
• Die besten Autos 2006
• Rallye Monte Carlo

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