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Audi Daysailer

Segelboot mit Audi-Designanleihen

Audi Segelboot Foto: Audi 16 Bilder

Die Nähe zwischen einem Segelboot und einem Auto. Sie ist größer, als man auf den ersten Blick annehmen sollte. Sowohl auf dem Wasser als auch auf der Straße spielen perfekte Aerodynamik und Leichtbau eine große Rolle, um eine möglichst effiziente Fortbewegung zu realisieren. Jungdesigner Markus Klug unterstreicht dies mit seinem Segelboot-Modell.

16.06.2009

Eine wichtige Rolle spielt dabei das Design. Die Linienführung eines Fahrzeugs oder eines Segelbootes spiegelt darüber hinaus aktuelle und kommende Trends wider. Im Audi Konzept Design München werden seit 25 Jahren die Autos der Zukunft entworfen.

Audi-Segelboot als Designübung

Nachwuchsdesigner Markus Klug macht hier sein Diplom. Im Rahmen einer Hochschulkooperation mit der FH Joanneum in Graz konnte der 25-Jährige seine Passion für den Segelsport mit der Leidenschaft für fließende Formen vereinen. Denn das Hochschulprojekt "A brand beyond the car" hatte zum Ziel, ein Segelboot zu entwerfen, das vom Audi MedCup, einer Regattaserie im Mittelmeer mit TP52 Yachten inspiriert sein sollte. Bei diesem Rennen gehen die schnellsten Einrumpf-Offshore-Segelyachten der Welt an den Start. Klug entwarf den Audi Daysailer, ein Modell im Maßstab 1 : 15. Während das schwimmfähige Modell nur einen Meter misst, entspräche dies in der Realität einer Länge von 15 Metern bei einer Masthöhe von 21 Metern und einem Tiefgang von 1,5 bis 2,5 Metern. Nach Berechnungen seines Erbauers sollte der Daysailer im Maßstab 1:1 eine Verdrängung von sechs bis sieben Tonnen aufweisen.

Wie groß die Chancen für den Bau des Segelbootes sind, lässt man bei Audi noch offen. Klar ist jedoch, dass der Daysailer die Audi-Designsprache widerspiegelt. So transferierte der junge Designer die typische Audi-Schulterlinie in Form der sogenannten Tornadolinie auf das Modell des Segelbootes. Außerdem sind die Proportionen im Sitzbereich ebenso der Audi-Designsprache entliehen wie die Mittelkonsole, die an das automobile Pendant mit intuitiv bedienbaren Instrumenten erinnern soll. Zusätzlich fungiert sie als Versteifung für die Längsachse. Um das Gewicht so niedrig wie möglich zu halten, kamen Leichtbaumaterialien wie Karbon und Aluminium zum Einsatz.

Audi-Designmerkmale im Segelboot

"Viel Deckfläche ist wichtiger als die Kajüte - und das Boot muss leicht beherrschbar und einhändig steuerbar sein", formuliert der Jungdesigner die Anforderungen an sein Boot. "Die Audi-Merkmale in ein Segelboot einfließen zu lassen hat richtig Spaß gemacht. Genau wie bei den Autos muss der Betrachter auf den ersten Blick begeistert sein."
 
Wolfgang Egger, Leiter Audi Konzern Design, ist von der Kreation jedenfalls begeistert und unterstreicht die Bedeutung des experimentellen Ausflugs in den Bereich der Segelboote. "Es ist eine faszinierende Herausforderung, Autos zu gestalten, die den Menschen in 20 bis 30 Jahren gefallen. Hier sind Inspiration und visionäre Kreativität gefragt. Daher beschäftigen wir uns parallel mit Produktdesign. Wenn unsere jungen Designer die Designphilosophie auf Objekte abseits des Autos übersetzen, bekommen sie ein tiefes Verständnis für die Audi Formensprache, experimentieren mit Flächen, Linien und Material. Diese Ideen fließen später wieder ins automobile Seriendesign ein."

Nach seinem Designausflug wird sich Markus Klug zukünftig übrigens wieder dem Design der Autos von morgen widmen.

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