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Audi-Efficient-Challenge

Markus Winkelhock mit Verbrauchsrekord

Audi-Efficient-Challenge Foto: Florian Lehmann 12 Bilder

Ausgerechnet ein DTM-Fahrer setzt zum Auftakt der Audi Efficiency Challenge eine Bestmarke: Audi-Werksfahrer Markus Winkelhock unterbietet im A3 1.6 TDI die Werksangabe von 3,9 Litern gleich um vier Zehntel. auto motor und sport war dabei.

23.09.2009 Birgit Priemer

Winkelhock: "Ich bin Schwabe, da macht Sparen Spaß"
 
Es war keine leichte Aufgabe für den Audi-Werksfahrer, der es normalerweise gewohnt ist, auf der Rennstrecke an sein absolutes Limit zu gehen und dabei mal locker 50 Liter Benzin pro 100 Kilometer zu verblasen. Doch bei der Audi Efficiency Challenge ging es um etwas ganz anderes.

So sparsam wie möglich auf dem ersten Tagestrip mit einer Länge von 271 Kilometer über 2.200 Höhenmeter unterwegs zu sein. "Ich bin Schwabe, da macht mir das Sparen natürlich auch Spaß", gibt Markus Winkelhock am Anfang zu Protokoll, obwohl er durchaus gespannt ist, ob er dieser Aufgabe gewachsen sein würde. Seine Teamkollegen hatten auf dem ersten Turn schließlich gut vorgelegt: Sie übergaben ihm das Auto mit einem Durchschnittsverbrauch von 3,6 Litern pro 100 Kilometern und hielten die geforderte Durchschnittgeschwindigkeit von 57 km/h bis auf 0,1 km/h ein.

"Übers Spritsparen reden wir in der DTM selten"

Für Winkelhock blieben auf der Strecke zwischen dem norwegischen Å i Lofoten bis nach Harstand drei Stunden Zeit, diesen Wert zu unterbieten, was umgerechnet drei DTM-Rennen entspricht: "Übers Spritsparen reden wir in der DTM eher selten", gibt Markus Winkelhock zu. "Bei uns gehen die Boxenstopps inklusive Reifenwechsel wahnsinnig schnell, wenn da beim Tanken mal drei, vier Liter daneben gehen, da muss man am Ende des Rennens vielleicht etwas mehr vom Gas gehen und das Auto mehr ausrollen lassen, aber sonst ist das bei uns eigentlich kein Thema."

Aber auch Winkelhock hat die Zeichen der Zeit erkannt: "Echte Spritfresser sind nicht mehr zeitgemäß. Sparsame Autos sind für die Zukunft ein wichtiges Thema." Sprachs, und drückte aufs Gas - allerdings behutsam im Audi A3 1.6 TDI, der durch eine längere Getriebeübersetzung, tiefer gesetzte Karosserie und ein neu abgestimmtes Motormanagement laut Werksangabe auf einen CO2-Ausstoß von nur 99 g/km kommen soll, was einem Verbrauch von 3,9 Litern entspricht.

Winkelhock wird von einem Nissan Sunny überholt

Der Bordcomputer zeigt 3,6 Liter an, doch das ist Winkelhock nicht genug: "Ich will auf 3,5 Liter kommen." Der Rennfahrer, der sonst immer am Limit unterwegs ist, streichelt das Gaspedal und setzt sich kritisch mit der Schaltempfehlung im Display auseinander: "Also ich hätte jetzt längst runtergeschaltet." Der Erfolg gibt ihm recht. Wenige Kilometer nach dem Start  meldet die Anzeige 3,5 Liter pro 100. Aber die vorgegebene Durchschnittsgeschwindigkeit hält er noch nicht ein: Er bringt es auf 58 statt der geforderten 57 km/h.

Trotzdem ist der DTM-Pilot bereits gefangen von der neuen Spritspartechnologie: "Das ist doch der Hammer, dass ich mit einem vollwertigen Kompaktwagen wie dem A3 so sparsam fahren kann. Das hätte ich nie gedacht." Der Bordcomputer fasziniert ihn. Momentananzeigen von 1,1 Liter pro 100 Kilometer hat er noch nie gesehen. Zum Schluß packt den Speed-Mann der Ehrgeiz: "Ich will diese 57 km/h pro Stunde schaffen, ich muss also nach langsamer fahren." Winkelhock reduziert noch einmal die Geschwindigkeit und lässt sich sogar von einem altgedienten Nissan Sunny über holen - "wenn mir das im DTM-Fahrerlager auch keiner glauben würde." Hinter ihm staut sich der Verkehr, Winkelhock ist es fast egal.

Auf Spritsparen folgt Vollgas in Dijon

Es sind nur noch 900 Meter bis zum Ziel, das Auto biegt in den letzten Kreisverkehr ein - und springt endlich auf den geforderten Durchschnittswert: "Geht doch, oder", kommentiert Winkelhock mit einem Strahlen im Gesicht. Seine Geduld zeigt in vielerlei Hinsicht Erfolg: Das Team holt sich den Tagessieg, der zweite Audi A3 1.6 TDI benötigt sage und schreibe 0,7 Liter pro 100 Kilometer mehr. Winkelhock ist erleichtert, stellt aber fest, dass "Spritsparen ganz schön anstrengend sein kann". In nur zehn Tagen, beim nächsten DTM-Lauf in Dijon kann der Sieger des Tages zeigen, dass er die ganze Bandbreite beherrscht: Vom Spritsparkünstler bis zum Vollgaspilot. Das macht ihn in der Szene nahezu einzigartig.

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