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Audi

Einigung in Ungarn

Foto: ams

Audi hat die Investitionsstopp-Drohung für Ungarn zurückgenommen, nachdem die ungarische Regierung die ursprünglich geplante Besteuerung von bisher steuerbefreiten Unternehmen aufgegeben hatte.

10.11.2006

"Wie werden wie vorher geplant investieren", sagte Audi-Vorstandschef Martin Winterkorn am Freitag (10.11.) in Budapest. Mit der Entscheidung vom Mittwoch habe das Budapester Kabinett "unseren Vorschlag aufgenommen", fügte Winterkorn hinzu.

Der Audi-Spitzenmanager und designierte VW-Chef traf am Freitag den ungarischen Ministerpräsidenten Ferenc Gyurcsany und hielt anschließend an der Technischen Universität in Budapest einen Vortrag über die wachsende Bedeutung der Elektronik im Fahrzeugbau. Sein Gespräch mit Gyurcsany bezeichnete er als "hervorragend". Die ungarische Audi-Tochter Audi Hungaria beschäftigt in ihrem Werk in Györ 5.200 Menschen und erwirtschaftet Gewinne von rund 300 Millionen Euro im Jahr.

Diese Gewinne sind nach einer Vereinbarung mit der ungarischen Regierung bis 2011 von der Körperschaftssteuer befreit. Im Juni kündigte das sozialistisch-liberale Kabinett ein umfassendes Spar- und Belastungspaket zur Sanierung des defizitären Staatshaushalts an. In dessen Rahmen wurde eine neue "Solidaritätssteuer" in Höhe von vier Prozent eingeführt, die auch die von der Körperschaftssteuer befreiten Unternehmen betrifft.

Audi Hungaria drohte daraufhin einen Investitionsstopp an. Am Mittwoch gab die Regierung nach. Ihr neuester Beschluss sieht nun vor, dass bei der Bemessung der Grundlage für die "Solidaritätssteuer" die Ausgaben für Forschung und Entwicklung abgezogen werden können. Wie Winterkorn sagte, investiere das Unternehmen in Ungarn jährlich rund 250 Millionen Euro.

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