Jetzt auch für: iPhone, iPad, Android und Windows
Marken
Themen
Artikel
Videos
Baureihen
Alle Treffer mit anzeigen

Audi-Entwicklungschef

Q5 aus US-Produktion

Foto: Schulte-Nextline (Computerretuschen) 8 Bilder

Audi konkretisiert erstmals seine Produktionspläne für die USA. "Ich könnte mir in einem künftigen US-Werk zwei Fertigungslinien vorstellen, eine für den Quer- und eine für den Längsbaukasten. Für Audi würde sich der Audi Q5 anbieten", sagte Entwicklungschef Michael Dick.

13.02.2008

"Und wenn der Q5, der das nächste Modell aus dem Modularen Längsbaukasten wird, erst einmal installiert ist, dann kann ich dort auch alle anderen Modelle aus diesem Baukasten problemlos bauen". Neben dem Geländewagen Q5 basieren zur Zeit der A4, das meistverkaufte Audi-Modell in den USA, sowie der neue A5 auf dem so genannten modularen Längsbaukasten. Auf dem modularen Querbaukasten des VW-Konzerns basieren kleinere Modelle wie der Audi A3 und der TT.

Noch keine Standortsentscheidung

"VW sucht mit Hochdruck einen passenden Standort - und wir sind planerisch von Anfang an dabei", betonte Dick. Finale Entscheidungen zum Standort oder dem detaillierten Produktionsprogramm gebe es aber noch nicht. Offen sei sogar, ob der VW-Konzern ein neues Werk auf die grüne Wiese baut oder vorhandene Kapazitäten von einem Hersteller mit Überkapazitäten übernimmt. "Keine Variante ist derzeit ausgeschlossen, auch der Kauf eines bestehenden Werkes ist möglich. Wir sind noch mitten im Entscheidungsprozess, müssen noch viele Punkte klären, darunter auch den Lokalisierungsgrad, und die Frage, für welche Länder das US-Werk die Exportbasis wird."

Derweil will Audi mit VW seine Entwicklungskosten weiter senken. Mit dem modularen Längsbaukasten hat Audi laut Dick "allein bei den Entwicklungskosten pro Baureihe eine deutliche Reduktion von bis zu 20 Prozent" erzielt. Synergien und Skaleneffekte ergeben sich zudem im Einkauf und in der Produktion. Deshalb plane der Konzern einen dritten Baukasten für die Sportwagen.

Eigenes Stadtauto geplant

Auf dem vierten Baukasten des Konzerns, der die Basis für eine neue Kleinwagenfamilie nach Muster des VW Up bilden soll, plant Audi ein eigenes Einstiegsmodell. Bislang hat der Konzern nur von Ablegern für die Marken VW, Skoda und Seat gesprochen, die zusammen auf ein jährliches Produktionsvolumen von mindestens 500.000 Einheiten kommen sollen. Markstart des neuen Audi-Stadtwagens soll im ersten Quartal 2011 sein.

Das 3,45 Meter kurze, zweitürige Auto soll ein 75 PS starken Einliter-Dreizylinder-Heckmotor nutzen und im Laufe des Lebenszyklus auch als reines Elektroauto verfügbar sein. Entwicklungschef Dick will das noch nicht offiziell bestätigen: "Zunächst einmal ist der A1 entschieden. Ende 2009 starten wir die Produktion im Werk Brüssel, Marktstart wird das erste Quartal 2010 sein. Ihre Gedankenspiele zu einem Audi-Ableger der New Small Family, auf welche die Up-Konzeptmodelle einen Ausblick gegeben haben, sind Spekulation."

Hybrid-Q5 ab 2010

Punkten will Audi auch im Bereich der alternativen Antriebe. Dick: "Wir konzentrieren uns erst einmal auf den Hybrid-Antrieb, den wir nach dem Start im Audi Q7 Fullhybrid Ende dieses Jahres 2010 im Audi Q5 einführen werden und der dann mit Lithium-Ionen laufen wird. Wenn dieses Modell im Kasten ist, dann ist das Thema Hybrid und Lithium-Ionen-Batterie skalierbar für jede Art von Antrieb."

Der große Knackpunkt sei die Reichweite des Elektroantriebs. Dick: "Unter 100 Kilometer Reichweite macht dieser alternative Antrieb keinen Sinn. Es wird noch einige Jahre dauern, bis die Infrastruktur dafür feststeht - ein intelligentes Mobilitätssystem, ein Netz von Steckdosen, die Möglichkeit zum schnellen Batterie-Tausch an der Tankstelle. Kommende Dekade wird das Thema des reinen Elektroantriebs aber sicher wichtiger als das Thema Hybrid - gerade in den Ballungsgebieten in Europa."

Trotz der hitzig geführten CO2-Diskussion hält Dick eine Erhöhung der Forschungs- und Entwicklungs-Quote nicht für notwendig: "Ich kann mich über mein Entwicklungsbudget momentan nicht beklagen. Es liegt bereits zwischen fünf und sechs Prozent des Umsatzes. Wir betrachten das von einem Jahr aufs nächste." Wettbewerber Mercedes hat erst zu Jahresbeginn angekündigt, seine Aufwendungen für Forschung und Entwicklung in den kommenden zu erhöhen.

Mehr zur neuen Audi Offensive lesen Sie in der neuen Ausgabe von auto motor und sport, Heft 5/2008, ab 14.Februar im Handel.

Weitere Themen im Heft:

  • Neue Audi-Modelle
  • Vorstellung Volvo XC60
  • Fahrbericht Mercedes SLK
  • Doppeltest BMW 123d gegen VW Golf GTI
  • Fahrbericht Bentley Brooklands
  • Extra: Auto & Geld

Anzeige
Audi Q5 Audi Q5 ab 312 € im Monat Leasing & Vario-Finanzierung Jetzt Fahrzeug konfigurieren
Audi Q5 Audi Bei Kauf bis zu 14,50% Rabatt Jetzt Fahrzeug konfigurieren
Kommentar schreiben

Es ist noch kein Kommentar vorhanden. Seien Sie der Erste und sagen Sie und Ihre Meinung.

Neues Heft
Empfehlungen aus dem Netzwerk
Gebrauchtwagen Angebote
Whatsapp
Immer auf dem neuesten Stand mit unserem WhatsApp-NewsletterJetzt kostenlos anmelden
Autokredit berechnen
Anzeige